Unsa Senf

Beim BVB werden junge Talente zu Dauerpatienten Youngster-Verbrenner Borussia Dortmund

12.05.2026, 09:00 Uhr von:  Leon I.  
Youngster-Verbrenner Borussia Dortmund

Borussia Dortmund kauft zurecht junge Talente ein. Meistens aber auch deren “Kinderkrankheiten”. Das birgt vor allem eine Gefahr…

Borussia Dortmund ist seit jeher für die Entwicklung junger Talente bekannt. Diese Ambition haben Thomas Broich (Sportlicher Leiter Nachwuchsleistungszentrum) und Paul Schaffran (Leiter Nachwuchsleistungszentrum) erst Anfang des Jahres im Interview mit uns nochmal unterstrichen. Als ein solches Talent mit viel Potenzial wird auch Kauã Prates gesehen. Der Linksverteidiger wechselt im Sommer (aktuell verletzt) zum BVB.

Spielt denselben Song nochmal!

Ein Spieler, der also womöglich noch verletzt zu Borussia Dortmund wechselt. Dieses Szenario könnte dem ein oder anderen Borussen geläufig sein. Carney Chukwuemeka wechselte bereits mit einer Verletzung vom englischen Auffangbecken Chelsea zum BVB. Ein Umstand, der dem damaligen Sportdirektor Sebastian Kehl durchaus bekannt war. Chukwuemeka hat seitdem keine einzige Partie über 90 Minuten gespielt. Mal hat die körperliche Fitness nicht gereicht (Er hat bei Chelsea viel Zeit auf der Bank verbracht) und mal haben ihn Knieprobleme behindert. Das sorgt dafür, dass der gebürtige Österreicher seine Qualitäten noch nicht vollständig auf den Platz bringen konnte.

Effiziente Geldverbrennung

Ähnlich gestaltete sich die Zeit von Giovanni Reyna bei Borussia Dortmund. Er kam als verheißungsvolles amerikanisches Talent und wurde zum Dauerpatienten des BVB-Kaders. Genau so könnte man an der Stelle auch Julien Duranville nennen. Junger und talentierter Spieler, aber körperlich noch nicht reif genug für den langfristigen Profifußball. Soll heißen: Borussia Dortmund setzt mit seinen Transfers zwar völlig zurecht auf junge Talente. Durch die häufigen und langanhaltenden Verletzungen wurde in der Vergangenheit aber leider mehr Geld verbrannt. Von der erhofften sportlichen Qualität ist kaum etwas im Profikader angekommen. Dabei besitzen die genannten Spieler, diese Qualität ohne Zweifel.

Das Bild lässt sich so auch vorerst auf Kauã Prates übertragen. Umso bedenklicher sind dann die Einsatzzeiten des Brasilianers schon vor seiner Verletzung. Bei Cruzeiro kam Prates kaum noch auf Spielminuten. Es ist zumindest nicht auszuschließen, dass die geringe Spielzeit mit dem Wechsel zum BVB zusammenhängt. Insgesamt sind das aber mindestens schlechte Vorzeichen für einen baldigen BVB-Spieler, der für kolportierte 12 Millionen Euro im Sommer nach Dortmund wechselt.

Unterstütze uns mit steady

Weitere Artikel