Männer

RB Leipzig gegen Borussia Dortmund Rudelgucken im BVB-Lernzentrum

22.02.2026, 08:30 Uhr von:  DocKay    
Die Organisatoren stellen sich vor Block zwölf zum Gruppenfoto auf. Sie halten den Schal mit der Aufschrift "Borussia verbindet".

Es hat schon Tradition, und in diesem Jahr war es wieder mit einem Fastenbrechen kombiniert. Zu Gast war die Nordstadtliga und auf dem Bildschirm flimmerte das Spiel unseres BVB gegen die „Dosen” von J. K., der derzeit bei Olympia an der Biathlon-Glocke steht.

Der Ramadan begann am Abend des 18. Februars 2026. Die Iftar-Zeiten (Fastenbrechen) variieren. Am 21. Februar 2026 wird das Fastenbrechen im Westfalenstadion um 17:56 Uhr bei Sonnenuntergang stattfinden. Eine jüngere Teilnehmerin teilte mir mit, dass sie einen eigenen Kalender habe und das Fastenbrechen um 18:02 Uhr beginnen werde. Sie wirkte überzeugend, weshalb ich mich ihrer Meinung anschloss. 

Ein Tisch ist voller Pizza, die an die Teilnehmer verteilt wird.
Die Verantwortlichen verteilen Pizza an die Teilnehmer.

Zum vierten Mal in den vergangenen Jahren fand im BVB-Lernzentrum ein Rudelgucken mit Fastenbrechen statt. Um 17 Uhr trafen sich 40 Kinder und 15 Betreuer der Nordstadtliga mit den Verantwortlichen am Stadioneingang. Zunächst durften sie an einer von Kirsten, Thorsten und Carlos begleiteten Stadiontour teilnehmen. Nach dem Fastenbrechen und dem Genuss verschiedener Pizzen begann das Rudelgucken des Spiels unseres BVB gegen die „Dosen” aus Leipzig. Die Mehrheit hoffte natürlich auf einen Sieg der Borussen.

Ein Mädchen der Nordstadtliga blickt auf den beleuchteten Rasen.
Blick auf den heiligen Rasen bei der Stadiontour.

Die Anwesenden teilten sich sehr schnell in zwei Gruppen. Die älteren Teilnehmer*innen folgten dem Geschehen auf dem Bildschirm. Die Jüngeren konzentrierten sich hingegen mehr auf den „Kicker” oder schoben sich hin und wieder ein Stück Pizza in den Mund.

Die erste Phase des Spiels erinnerte ein wenig an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Zunächst lief Maximilian Beier in der 8. Minute allein auf das Tor von Vandervoordt zu, scheiterte jedoch am Torhüter der Bullen. Die folgenden Minuten zeigten dann die aktuell defizitäre Situation in unserer Abwehrreihe. Unsere Defensive hatte extreme Probleme mit dem Trio Raum, Diomande und Baumgartner. Diese Situationen wiederholten sich und führten schließlich in der 20. und 28. Minute zu zwei Toren. Auch über ein 0:3 zur Pause hätte sich der BVB nicht beschweren können. Von den Anwesenden wurden mögliche Abseitssituationen diskutiert, doch der Video-Schiedsrichter in Köln zeigte keine Bereitschaft, sich zu melden. So ging es mit einem 0:2 in die Halbzeitpause.

Blick auf Teilnehmer am Rudelgucken. Zwei Jacken tragen die Aufschrift Nordstadtliga.
Vor dem Anpfiff herrscht noch eine entspannte Atmosphäre.

Viele waren verunsichert und hofften auf eine bessere zweite Halbzeit unserer Borussen. Sie sollten nicht enttäuscht werden: Bereits in der 50. Minute verkürzte der BVB auf 1:2 – allerdings mit Unterstützung durch ein Eigentor von Romulo. In der 64. Minute reagierte Niko Kovac dann mit einem Dreifachwechsel. Couto kam für Reggiani, Chukwuemeka für Nmecha und Brandt für Beier. Die Bullen wirkten verunsichert und zogen sich mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück. In der 73. Minute musste Bensebaini für seinen Torwart klären. Danach verstärkte Kovac noch einmal die Offensive mit frischen Spielern. Nach dem kurz zuvor eingewechselten Fabio da Silva kam in der 76. Minute Adeyemi aufs Feld. Das Duo sorgte dann in der Nachspielzeit (90.+5) für den verdienten Ausgleich. Es war das erste Bundesligator des Portugiesen für den BVB. Fast hätte Brandt in der 8. Minute der Nachspielzeit noch das 3:2 erzielt. Danach war Schluss und der Jubel im BVB-Lernzentrum war riesengroß.

Am Ende waren alle zufrieden. Sowohl Johannes Böing, der Leiter des BVB-Lernzentrums, als auch die Verantwortlichen der Nordstadtliga sprachen von einem gelungenen Abend. Johannes denkt über kleinere Änderungen im Konzept nach. Das Fastenbrechen im Lernzentrum wird aber auf jeden Fall ein fester Bestandteil des Jahresprogramms bleiben. „Lernort Stadion” und die Nordstadtliga sind zwei Säulen, auf die der BVB stolz sein kann.

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