Warmlaufen

BVB vor den CL-Playoffs Ein Wiedersehen nach 8 Jahren

16.02.2026, 18:25 Uhr von:  Ida  
Atalanta-Kurve beim BVB-Spiel vor 8 Jahren

Nach 8 Jahren trifft Borussia Dortmund erneut auf Atalanta Bergamo. Unser Vorbericht zum Spiel.

Gelbe Luftschlangen beim Einlaufen der Mannschaften.
Kleines Chaosintro der Süd beim damaligen Spiel

Michy Batshuayi, André Schürrle und Marcel Schmelzer. Wenn ich diese drei Namen in einem Atemzug nenne und nach ihrer Gemeinsamkeit frage – welches Ergebnis erhalte ich dann? Richtig: Sie alle waren Torschützen, als der BVB vor acht Jahren bereits einmal in zwei K.-o.-Spielen auf Atalanta Bergamo traf.

Nach einer unfassbar peinlichen Gruppenphasen-Vorstellung in der Champions League ging es mit nur zwei Punkten und dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Nikosia (minus 6 zu minus 15) nach der Winterpause in der Europa League weiter. Dort rettete man sich im Hinspiel zu Hause in der Nachspielzeit durch Michy Batshuayi noch zu einem 3:2-Sieg, während man sich im Rückspiel in der 83. Minute durch Marcel Schmelzer zu einem 1:1-Unentschieden zitterte. Genutzt hat es nichts. Die Europapokal-Misere fand nur eine Runde später ihr endgültiges Ende – ausgerechnet eingeleitet durch eine Heimniederlage und anschließend besiegelt durch eine trostlose Nullnummer gegen den Brauseverein aus Salzburg.

Jeremy Toljan im Spiel gegen Bergamo.
Kennt noch jemand diesen Mann?

Doch acht Jahre später sieht die Lage ein wenig anders aus. Die Champions League wurde revolu… äh reformiert. Anstelle von Gruppenphasen spielt man nun in einem Liga-System. Anstelle von Schadensbegrenzung in Form der Europa League wartet nun eine Play-off-Phase, ausgespielt vom Mittelfeld der Tabelle.

Genau wie 2018 wird zuerst zu Hause gespielt. Und die Vorzeichen könnten besser stehen. Zwar haben die Schwarzgelben am vergangenen Freitag souverän an der direkten CL-Qualifikation gearbeitet und beim 4:0-Heimsieg nichts anbrennen lassen, dafür aber erneut Personal eingebüßt. Schon gegen Mainz musste Kovac in der Defensive auf Schlotterbeck (fünfte Gelbe) und Can (verletzt) verzichten – und auch jetzt sieht es nicht besser aus. Für die Champions League ist Schlotterbeck zwar nicht gesperrt, inzwischen jedoch ebenfalls verletzt. Gleiches gilt für Süle, der gegen Mainz noch in der Startelf stand, in der zweiten Halbzeit aber ausgewechselt werden musste. Auch er fehlt dem BVB morgen verletzungsbedingt.

Alexander Isak jubelt auf den Schultern von Mo Dahoud.
Alexander Isak - ausnahmsweise mal CL statt U23

Es ist also gut möglich, dass Reggiani nach seinem Bundesliga-Heimdebüt nun auch sein Champions-League-Heimdebüt feiern darf. Wenn das keine Geschichten sind, aus denen Fußball-Märchen gemacht werden, dann weiß ich auch nicht. Auch wenn Kovac-Fußball vor allem darauf beruht, Sicherheit zu erzeugen und mit den verfügbaren Spielern das bestmögliche System zu spielen, würde mein Herz ein wenig bluten, müsste Ryerson von der rechten Seite ins Zentrum rücken. Gerade am vergangenen Freitag zeigte er, welche Qualitäten er auf der Außenbahn besitzt – immerhin brillierte er gegen das (zugegeben recht harmlose) Mainz als Vorlagengeber. Es wäre schade, darauf zu verzichten. Also doch lieber die Märchenvariante.

Peter Stöger auf der Trainerbank des BVB.
Walking in a Stöger Wonderland

Bereits vor einem Jahr musste Dortmund in den Play-offs ran, damals gegen Sporting Lissabon. Nun geht es also gegen Atalanta Bergamo, die zuletzt mit einem Auswärtssieg in Rom Selbstvertrauen tanken konnten und sich damit zwar wieder auf einen internationalen Tabellenplatz vorgearbeitet haben, von den Champions-League-Rängen der Serie A aber noch einige Punkte entfernt sind. Im direkten Vergleich sollte es für den BVB also reichen – gern auch etwas deutlicher als vor acht Jahren.

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