Spielbericht Amateure

​Innenverteidigung stürmt zum Sieg

16.10.2017, 10:43 Uhr von:  Redaktion

Am 13. Spieltag trifft unsere Zweitvertretung im 8. Parallelspiel auf den SC Wiedenbrück. Es verirrten sich deshalb nur ca. 25 Fans der Borussia ins Jahnstadion. Wir, die tapferen vier vom Ticker, Funk und Fotoapparat, ließen uns jedoch nicht von der ZIS auf den Arm nehmen und trieben unseren treuen Wagen zu Höchstleistungen (155 km/h bei 63 PS), um die Amas spielen zu sehen und danach noch zu den Profis zu düsen, was sogar geklappt hat. In your face, Parallelansetzung.

Nach vier sieglosen Spielen möchte unsere Zweitvertretung endlich wieder einen Dreier einfahren. Wiedenbrück, die dank einem Spiel mehr und einer deutlich besseren Tordifferenz einen Platz vor den Amateuren stehen, werden sich allerdings nicht weniger vorgenommen haben. Die Tabelle verspricht ein Spiel auf Augenhöhe, das auf dem Papier noch keinen Sieger kennt.

Erste Halbzeit

Im Tor der Amateure steht heute Eike Bansen, da Dominik Reimann mit einer Erkältung passen muss. In den ersten Minuten der Partie wirken beide Mannschaften nervös und hektisch. Auf beiden Seiten gibt es enormes Pressing. In den nächsten Minuten zeigt sich das, was die Zuschauer der zweiten Mannschaft bereits kennen: Das Zweikampfverhalten ist gut, Chancen werden herausgespielt, aber sobald es darum geht, aufs Tor zu schießen, scheint keiner die Verantwortung übernehmen zu wollen, sodass es statt eines Abschlusses öfters noch überflüssige Pässe gibt, bei denen der Ball verloren geht. Es gibt in regelmäßigen Abständen Freistöße für unsere Borussia, da Dieckmann regelmäßig gelegt wird. Bis jetzt ohne Karten, aber zum Glück auch ohne Verletzungen. In der 16. Minute dann die erste richtige Chance: Nach einer Flanke von Sauerland schießt Eberwein aus der Drehung aufs Tor und verfehlt das Tor knapp. Während in der Offensive noch die zündende Idee fehlt, kann sich die Defensive sehr empfehlen. Steurer grätscht eine gefährliche Flanke zur Ecke ab, die Bah-Traore dann sofort mit dem Kopf abwehrt (21.).

In der 24. Minute dann die erste dicke Chance für Wiedenbrück: Aygün Yildirim drischt einen Ball aus 18 Metern an den Pfosten. Da haben die Amateure nochmal Glück gehabt. Zwei Minuten später setzt Dieckmann auf der anderen Seite einen Lupfer einen Meter am Tor vorbei. Er stand frei vor dem Wiedenbrücker Torwart Hölscher. Eigentlich hätte das die Führung für Dortmund sein müssen. Nach einer guten halben Stunde vermehren sich auf beiden Seiten die Fehlpässe. Dortmund bis hierher die bessere Mannschaft, der aber die entscheidende Idee zum Tor fehlt. Plötzlich scheinen die Wiedenbrücker eine Idee zu haben. Volkmer flankt gefährlich in die Mitte, wo sein Kollege den Ball aber knapp über die Latte schießt. Wieder Glück für die Zweitvertretung (39.).

In der 43. Minute dann endlich die Erlösung: Nach einem Freistoß von Ornatelli steigt Mainka am höchsten und köpft den Ball aus acht Metern in das Tor der Wiedenbrücker. Das 1:0 ist Mainkas 4. Saisontor. Von Pflückes Worten: „Schon wieder ein Tor!“, begleitet. sichert er sich den ersten Platz unter den Dortmunder Torjägern. Nach dem Tor passiert nichts Bedeutendes mehr. Die Spieler gehen in die Kabine und wir in den Pressebereich zu Bier und Brötchen.

Zweite Halbzeit

Unverändert gehen beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. Nachdem Mainka eine Chance von Wiedenbrück schon im Ansatz erstickte (48.), wird Ornatelli kurz vor dem Strafraum gelegt. Ohne gelbe Karte bekommt die Borussia einen Freistoß zugesprochen, den Pflücke Zentimeter neben das Tor setzt. Das 2:0 für unsere Amateure fällt in der 53. Minute. Nach sehr guter Vorarbeit von Pflücke und Eberwein netzt Serra sicher ein. Nach dem Tor springen sich Eberwein und Serra einen Meter über dem Boden in die Arme und wirken dabei doppelt so groß wie Pflücke. Schon zwei Minuten später klingelt es wieder im Wiedenbrücker Kasten. Dieses Mal dürfen sich unsere Jungs bei Julian Wolff bedanken, der eine Flanke der Dortmunder ins eigene Tor köpft. 3:0 nach 55 Minuten. Nach dem Tor kommt Pierre Merkel für Viktor Maier. Merkel erzielte letzte Saison in Wiedenbrück den Ausgleichstreffer zum 1:1. Hoffen wir, dass er diese Saison kein guter Joker ist. Wenn die Wiedenbrücker dann mal zum Schuss kommen, zimmern sie den Ball entweder drüber oder vorbei oder Eike Bansen ist zur Stelle. Er spielt heute eine sehr gute Partie. In der 62. Minute gibt es dann die erste gelbe Karte des Spiels: Nach einem groben Foul an Sauerland sieht Volkmer den gelben Karton. Als nächstes kommt bei Wiedenbrück Yannick Geisler für Daniel Brinkmann. Auch die Dortmunder wechseln. In der 66. Minute kommt Herbert „Herbie“ Bockhorn für Janni Serra, der alles in allem eine gute Leistung gezeigt hat, die er mit einem Tor krönen konnte. Der Joker der letzten Saison erkennt seine Chance, aber Bansen hält den Schuss von Merkel sicher (68.).

Die Amas, die zu Anfang noch sehr nervös wirkten, zeigen sich jetzt sehr souverän. Am Auswärtssieg zweifelt hier niemand mehr. In den nächsten Minuten gibt es auf beiden Seiten Chancen, jedoch segeln die Abschlüsse entweder über oder neben das Tor. In der 72. Minute wechselt Wiedenbrück das letzte Mal. David Hüsing kommt für Antonyos Celik. Pflücke holt mit einem Zuspiel in der 75. Minute eine Ecke heraus, das ist allerdings seine letzte Aktion. Bevor die Ecke ausgeführt wird, muss er für Paterson Chato Platz machen. Auch Pflücke brachte viele positive Akzente in die Partie. Ornatelli schießt die Ecke und jetzt steigt unser zweiter Innenverteidiger am höchsten. Steurer nickt sicher zum 4:0 ein. Insgesamt 680 Zuschauer sehen das Tor-Fest unserer Borussia.

Kurz vor Ende meckert Yildirim noch mit dem Linienrichter. Wahrscheinlich ist das einfach angestauter Frust, weil nicht einmal der Ehrentreffer gelingen will. Auch Anargyros Kamptetsis darf noch gut fünf Minuten ran, für ihn verlässt Ornatelli das Feld. In der 88. Minute zeigt sich Bansen nochmal von seiner besten Seite, als er einen relativ gefährlichen Freistoß aus dem Gefahrenbereich faustet. In der 89. Minute sieht auch Khalil Mohammad noch den gelben Karton. Aygün Yildirim verbucht die letzte Chance der Partie, die jedoch auch neben dem Gehäuse von Bansen landet.

Das Spiel ist vorbei und die Amas fahren verdient mit drei Punkten zurück nach Dortmund, wohin wir jetzt auch düsen.

Fazit

Gegen am Anfang starke Wiedenbrücker gewinnt unsere Zweitvertretung verdient mit 4:0. Die Verteidigung hält die Null und schießt nebenbei noch zwei der vier Tore. Vielleicht hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können, aber bei vier Toren will man sich nicht beschweren. Dortmund klettert auf den vierten Tabellenplatz und hat zum Tabellenführer Uerdingen noch zwei Spiele und fünf Punkte Rückstand. Mit einem Sieg am Dienstagabend in Düsseldorf könnte man bereits auf den zweiten Rang klettern. Dienstagabend spielen die Profis natürlich auch, aber für alle, die sich trotzdem für die Amas interessieren: Entweder ihr kommt selbst vorbei oder wir sind mit 3-4 Personen für euch vor Ort.

Statistik:

SC Wiedenbrück:

Hölscher – Volkmer, Twyrdy, Wolff, Büyüksakarya – Khalil Mohammad- Maier (54. Merkel), Brinkmann (62. Geisler), Batarilo-Cerdic, Celik (71. Hüsing)- Yildirim

Borussia Dortmund II:

Bansen – Sauerland, Mainka, Steurer, Bah-Traore – Dietz – Dieckmann, Ornatelli (85.Kampetsis), Eberwein, Pflücke (74. Chato) – Serra (65. Bockhorn)

Tore:

0:1 Mainka (43.), 0:2 Serra (52.), 0:3 Wolff (54., ET), 0:4 Steurer (75.)

Gelbe Karten:

Volkmer (62.)

Khalil Mohammad (89.)

16.10.2017, Nici

Unterstütze uns mit steady

Weitere Artikel