Warmlaufen

Vor dem Auswärtsspiel des BVB in Wolfsburg Urlaub am Mittelmeerkanal

06.02.2026, 14:46 Uhr von:  Katha  
Das Bild zeigt feiernde BVB-Spieler im Westfalenstadion
Beim letzten Spiel gegen die Wölfe blieben die 3 Punkte in Dortmund

Keine Lust mehr auf Glättewarnungen, Schneeregen und Bahnchaos? Dann nehmen wir euch mit auf eine kleine Urlaubsreise an den Mittelmeerkanal: Unser Vorbericht zum Auswärtsspiel in Wolfsburg.

Grauer Februar in Dortmund. Gefühlte und tatsächliche Temperatur unterbieten sich. Kein Bock mehr auf Glättewarnungen, Schneeregen und Live-Ticker darüber, dass es morgen wieder genauso wird.

Zeit, sich wegzuträumen. Schließt die Augen. Stellt euch vor, ihr seid an einem kleinen, beschaulichen Ort. Direkt am Wasser gelegen, euer Blick schweift über den Kanal. Wo mögen die Schiffe wohl hinfahren?

Die einzige Sorge früh nachmittags an der Bar: Nehm ich das frisch gezapfte San Miguel oder den kalten Aperol Spritz? Das Bier ist mit 5,50 Euro zwar etwas teuer, die Dauerbeschallung samt Lichtshow nervt ein wenig, alles wirkt einen Hauch zu künstlich. Aber so ist das eben in diesen großen Anlagen. Hauptsache frei. Hauptsache weg:

Herzlich willkommen in Wolfsburg

Ja, die südeuropäischen Getränke gibt‘s im Gästeblock tatsächlich. Aber spätestens die VW-Currywurst für 4,70 Euro holt euch auf den niedersächsischen Boden der Tatsachen zurück. Es ist immer noch Februar, es ist der 21. Spieltag der Bundesliga. 

Grau und bieder beschreibt derweil nicht nur den Winter, sondern viel zu oft auch die Spielweise unseres BVB. Fußball wie ein All-Inclusive-Bunker: nicht schön, aber erfolgreich. Von Entspannung jedoch keine Spur. Selbst in heimischen Gefilden zittern wir uns gegen Tabellenschlusslichter zu knappen 3:2-Siegen. Und trotzdem haben wir einen herausragenden Punkteschnitt, genauso viele Niederlagen wie der FC Bayern, weiterhin Platz 2. Der Ort ist schön, doch die Sonne fehlt. 

Und unser Gegner? Für den startete das Jahr am portugiesischen Atlantik. Bei Sonne, Super Bock und Sardinhas bereitete man sich erfolgreich auf die 8:1-Auftakt-Klatsche gegen Bayern vor. Zuletzt gab es zwei Niederlagen bei Städtetrips nach Mainz und Köln. Nur gegen St. Pauli gelang dieses Jahr ein Sieg – Last Minute, kurz vor knapp. Das kennen wir doch. 

Apropos Last Minute: Sebastian Kehl hat da wohl mehr an Urlaub als an Transfers gedacht – Anselminos Lei(h)densgeschichte und Manés Verletzung hin oder her. Währenddessen verpflichtet der VfL Wolfsburg einen Verteidiger aus Rio de Janeiro. Copa Cabana, Caipirinha, Clubführung – man wird ja wohl noch Träumen dürfen. 

Und so hoffen wir weiter auf erfrischenden Fußball. Denn jetzt, wo die englischen Wochen pausieren und unser aller Traumziel wieder auf der Landkarte auftaucht, habe ich nur einen Wunsch: Bitte keinen Sommerkick.

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