Handball

Final4 in Stuttgart mit dem BVB Finale!!!!

14.03.2026, 22:09 Uhr von:  DocKay    
Blick auf den Eingang der Porsche Arena in Stuttgart
Die Porsche Arena in Stuttgart bleibt bis 2028 Austragungsort des Haushahn Final4
© BVB/Stummbillig

Die Handballerinnen des BVB stehen nach einem 35:32-Erfolg gegen die HSG Blomberg-Lippe im Finale um den DHB-Pokal. Beim Final4 in Stuttgart treffen sie auf die HSG Bensheim-Auerbach, die sich im Siebenmeterwerfen gegen den Thüringer HC durchgesetzt hat.

Beim Anwurf in der Porsche-Arena um 19 Uhr stand bereits ein Finalteilnehmer fest. In einem dramatischen Spiel hatte sich die HSG Bensheim-Auerbach erst im Siebenmeterwerfen mit 36:34 gegen den dreimaligen Pokalsieger Thüringer HC durchgesetzt. Der letzte Pokalsieg, ein Titel, der noch in der Sammlung von Alina Grijseels fehlte, liegt beim BVB fast 30 Jahre zurück. Die Handballfrauen galten aufgrund der Breite des Kaders bei Experten als leichter Favorit. Die HSG Blomberg-Lippe mit ihrem Trainer Steffen Birkner versuchte, dem mit einer geschlossenen Leistung entgegenzuwirken. Henk Groener wollte sich auf dem Weg zum ersten Titel mit dem BVB vom aktuellen Zweiten der HBF nicht aufhalten lassen.

Es knisterte vor Spannung, als Nationalspielerin Nieke Kühne mit ihrem Team zum Anwurf antrat. Henk Groener begann mit Sarah Wachter im Tor, die ihre Leistenprobleme auskuriert hatte. Auf den Außenpositionen setzte der Trainer auf Lara Egeling und Kelly Vollebregt. Am Kreis begann die frisch gebackene schwedische Nationalspielerin Emma Olsson, im Rückraum setzte unser Coach auf Guro Nestaker, Alina Grijseels und Alieke van Maurik. 

Bereits in der Anfangsphase des Spiels wirkten unsere Borussinnen sehr konzentriert. Sie lagen ständig mit ein oder zwei Toren in Front, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. In der ersten Viertelstunde traf Alina Grijseels insgesamt drei Mal, davon zweimal per Siebenmeter. In der 19. Minute nahm Steffen Birkner beim Stand von 12:9 sein erstes Team-Timeout. Es zeigte Wirkung: Seine Mannschaft konnte innerhalb von zwei Minuten auf 12:11 herankommen. Getrübt wurde seine Stimmung dann in der 22. Minute, als Nieke Kühne ihre zweite Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Die jetzt eingewechselte Deborah Lassource war titelhungrig und bedankte sich bis zur Pause mit drei Treffern. Sie setzte auch den Schlusspunkt zum 17:15 nach 30 Minuten. Es war das erwartete enge Spiel. Die Treffer in der ersten Halbzeit verteilten sich auf den breiten Kader. Neben D. Lassource waren auch Guro Nestaker, Alieke van Maurik und Alina Grijseels dreimal erfolgreich.

Die zweiten 30 Minuten begannen mit dem Anwurf des BVB. Mit der Leistung im Angriff konnte man in der ersten Hälfte durchaus zufrieden sein, das Auftreten der Abwehr war jedoch noch ausbaufähig. Entsprechend hatte man den Eindruck, dass die Kabinenansprache des Trainers erfolgreich war. Schnell baute man den Vorsprung immer wieder auf drei Tore aus. Daran änderte auch die Zwei-Minuten-Strafe für Alina Grijseels in der 33. Minute nichts. In der 39. Minute erzielte Kelly Vollebregt dann den Zwischenstand von 23:19.
In dieser Phase glänzte die eingewechselte Melinda Sikora mit einigen Glanzparaden. Bis zur 48. Minute steuerte Deborah Lassource erneut drei Treffer bei, jetzt stand es 30:24 für die Borussinnen. Doch die Spielerinnen aus Blomberg gaben nicht auf und kämpften sich bis zur 55. Minute wieder auf 32:29 heran. Nieke Kühne, die eine dritte Zeitstrafe vermied, ging kämpferisch voran. Nun war es Guro Nestaker, die mit zwei Toren dafür sorgte, dass der Vorsprung nicht weiter schmolz. Auch die taktische Umstellung des Gästetrainers auf sieben gegen sechs ohne Torfrau brachte die HSG nicht mehr entscheidend heran. Schließlich setzte Kelly Vollebregt mit ihrem vierten Treffer den Schlusspunkt zum Endstand von 35:32. Das Finale beim Final4 um den DHB-Pokal war erreicht. Alle Borussinnen und Borussen sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung unseres BVB. Torschützin des Tages war Deborah Lassource mit sieben Treffern, gefolgt von Lara Egeling mit sechs Treffern. Guro Nestaker und Alina Grijseels trugen sich jeweils fünfmal in die Liste der Torschützinnen ein. Wenn wir im morgigen Finale um 16:30 Uhr in der Porsche-Arena in Stuttgart eine ähnliche konzentrierte Leistung zeigen, dürfen wir von Titelträumen sprechen. Zunächst muss jedoch die HSG Bensheim-Auerbach aus der Halle gefegt werden. Nur der BVB!

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