Handball

Die BVB-Handballdamen in Blomberg Eine Niederlage im entscheidenden Finalspiel

01.06.2026, 07:00 Uhr von:  TK  
Man sieht, wie die Mannschaft die Platte verlässt.
© BVB/Stummbillig

Am Sonntagnachmittag spielten die Handballerinnen des Ballspielvereins im entscheidenden Finalspiel um die Meisterschaft bei der HSG Blomberg-Lippe. Wie das Spiel in der Sporthalle an der Ulmenallee verlaufen ist, lest ihr in unserem Spielbericht.

Zur Ausgangslage gab es nicht mehr viel zu sagen. Nachdem das erste Spiel zu Hause in Wellinghofen mit 28:27 gewonnen wurde, verloren Dortmunds Handballdamen das zweite Spiel auswärts mit gleichem Ergebnis. Ausgeglichener konnte diese Finalserie nicht sein. Doch heute galt es. Das letzte Spiel der Serie begann wieder mit einem 0:0. Alle Uhren waren zurückgedreht und mit einem Sieg hatte man es in der Hand, das erste Double der Vereinsgeschichte der Handballdamen nach Dortmund zu holen.

Erste Halbzeit

Henk Groener schickte zunächst Sarah Wachter, Lara Egeling, Guro Nestaker, Déborah Lassource, Lisa Antl, Alina Grijseels, und Kelly Vollebregt auf die Platte. Die eh schon warme und stickige Halle kochte mit dem Dortmunder Anwurf noch mehr, doch den ersten Treffer der Partie erzielte Elín Rósa Magnúsdóttir zum 1:0 (2.). Anschließend parierte die Torhüterin der HSG Melanie Veith gegen Guro Nestaker (4.), bevor Nieke Kühne auf 2:0 erhöhte (5.).

Man sieht, wie Guro Nestaker in einer Defensivaktion geblockt wird.
Die HSG stand in der Defensive heute solide
© BVB/Stummbillig

Nun trafen aber auch die Schwarzgelben durch Lisa Antl (6.), ehe Déborah Lassource einen Siebenmeter zum 2:2-Ausgleich verwandelte (7.). In der 11. Minute gingen die Borussinnen erstmals in dieser Partie durch eine Bude von Alina Grijseels zum 3:4 in Führung. Fünf Minuten später konnten die Schwarzgelben durch Kelly Vollebregt auf 5:7 erhöhen (16.). Doch durch starke Paraden der Torhüterinnen auf beiden Seiten blieb die Partie eng. So glich Dana Bleckmann in der 25. Minute zum 10:10 aus.

Man sieht Dana Bleckmann, wie sie in einer Defensivaktion geblockt wird.
Dana Bleckmann beim Versuch, die Defensive zu durchbrechen
© BVB/Stummbillig

Da Melanie Veith mit der Pausensirene einen Siebenmeter von Déborah Lassource festhielt, ging es mit dem Stand von 13:12 in die Pause.

Zweite Halbzeit

Die HSG kam besser aus der Kabine. So stand es innerhalb weniger Augenblicke 15:12, ehe Alina Grijseels zum 15:13 einnetzte (33.). Blomberg traf zum 16:13, doch durch zwei starke Defensivaktionen von Melinda Szikora und zwei Hütten von Kelly Vollebregt (34.) und Guro Nestaker (36.) konnten die Schwarzgelben wieder auf 16:15 herankommen.

Man sieht Melinda Szikora bei einer Parade.
Melinda Szikora konnte die Niederlage heute nicht verhindern
© BVB/Stummbillig

Nach einer weiteren Szikora-Parade ließ Maxi Mühlner in der Defensive das Bein gegen Kelly Vollebregt stehen und sah dafür die rote Karte (37.). Der folgende Siebenmeter wurde von Melanie Veith allerdings entschärft.

Um die 41. Minute hagelte es Zeitstrafen auf beiden Seiten. Doch Blomberg machte es in dieser Phase cleverer und erhöhte auf 20:17 (42.). Da Emma Olsson bei einer Defensivaktion in den Wurfarm griff, sah sie ebenfalls die rote Karte (44.). Die Schwarzgelben versuchten dranzubleiben, sodass Guro Nestaker zehn Minuten vor dem Schluss zum 23:21 einnetzte (50.).

Die HSG drehte nun auf, agierte in der Defensive stark und zog innerhalb von weniger als vier Minuten vorentscheidend mit fünf Buden bei einem Spielstand von 26:21 davon (54.). Die Heimtribüne stand nun durchgehend und trug die HSG zum 30:26-Endstand.

Fazit

In einer ausverkauften Sporthalle an der Ulmenallee wurde die Heimstärke der HSG Blomberg-Lippe wieder einmal deutlich. Insbesondere zum Ende der zweiten Hälfte agierte Blomberg defensiv cleverer und gewann das Spiel verdient. Die Borussinnen hatten nach dem Sieg im ersten Spiel die Hand an der Schale, konnten in den folgenden zwei Auswärtsspielen aber nicht entscheidend zugreifen.

Die Handballdamen stehen in der Sommerpause vor einem größeren Umbruch. So hört Henk Groener als Trainer beim BVB auf, mehrere Spielerinnen werden den Verein verlassen, dafür werden in der kommenden Saison viele neue Gesichter auf der Platte stehen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell dieser Umbruch gelingt. Ich hoffe, dass dies möglichst schnell geschieht, sodass man an den Pokalsieg aus dieser Saison anknüpfen kann.

Man sieht die Mannschaft beim Foto vor der Tribüne.
© BVB/Stummbillig

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