Spielbericht Profis

BVB gegen Wolfsburg Leistungsgerecht.

19.02.2024, 09:30 Uhr von:  janniksch
Ryerson im Zweikampf

In einem chancenarmen Ligaspiel trennen sich der BVB und der VfL Wolfsburg leistungsgerecht 1:1. Dabei wehte ein Hauch Heidenheim durch die Volkswagen-Arena, denn der BVB zeigte erneut Verlegenheiten in Abwehr und Angriff.

Erste Halbzeit

Füllkrug trifft zum 1:0
Fülle trifft zum 1:0

Der BVB geriet früh unter Druck. Die Wolfsburger hatten sich sichtbar vorgenommen den schlechten Leistungen der letzten Wochen etwas entgegenzusetzen und liefen den BVB früh an. Früh gestört zu werden ist ja so etwas wie das aktuelle Kryptonit des BVB. Schon nach vier Minuten musste Kobel sich lang machen und einen wuchtigen Schuss von Behrens halten. Mit der ersten eigenen Chance ging der BVB dann aber in Führung. Da ich, dank einer Zaunfahne, von dem Treffer leider nicht viel sehen konnte nur so viel: nach einer Flanke von Reus kam es zu Flipper zwischen Casteels und Füllkrug, sodass der Ball letztlich über die Linie springt. Der gewohnte Bizepsjubel folgte.

Sportlich passierte in der ersten Halbzeit weiter nicht viel Nennenswertes. Einige gefährliche Bälle von Wolfsburgern flogen zwar durch den schwarzgelben Strafraum, fanden aber keine Abnehmer. Der BVB blieb offensiv extrem blass. Wenn was kam, dann über die Seite von Maatsen und Sancho. Doch richtig eng wurde es nie. Kurz vor der Halbzeit hatte Wolfsburg dann den Ausgleich auf dem Fuß, doch diese trafen nur den Pfosten. Zum Schluss gelang dem BVB gelang tatsächlich auch ein (harmloser) Torschuss.

Mehr war nicht drin.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit begann der BVB recht druckvoll und Sabitzer prüft Casteels früh, der dessen zentralen Schuss jedoch über's Tor lenkte. Doch anschließend baute der BVB zusehens ab und wurde von Minute zu Minute passiver, sodass der Ausgleich schließlich in der 64. Minute folgte: Nach einer Ecke und wieder etwas Flipper, sprang der Ball Richtung Gerhardt, der am schnellsten die Birne dahinterdrückte und Kobel aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Nach dem verdienten Ausgleich lief das Spiel weiter so vor sich hin, wobei ich das Gefühl hatte, dass Wolfsburg ein bisschen besser im Spiel war. Die Einwechslungen von Terzic verpufften komplett, sodass sich die beiden Mannschaften meist neutralisierten und am Ende ein leistungsgerechtes 1:1 zu Buche stand.

Fansichten

BVB-Auswärtsblock in Wolfsburg
Der Auswärtsblock war gut gefüllt

An- und Abreise liefen wirklich reibungslos und entspannt, was bei der Planstadt Wolfsburg aber wohl Standard ist (ich war das erste Mal da). Aufgefallen sind mir jedoch die extrem lauten Stadiondurchsagen, die mitunter echt auf's Gehör gehen. Der Auswärtsblock ist insgesamt OK, auch wenn eine Teilung in Ober- und Unterrang nicht so mein Fall ist. Wenigstens ist man recht nah am Spielfeld.

Während des Spiels gab es wieder die obligatorischen Tennisball-Proteste, wobei die Kurve von Wolfsburg in der 1. Halbzeit die Geduld der Spieler deutlich stärker auf die Probe stellte, als der Dortmunder Auswärtsblock in der 2. Halbzeit. Letztlich wurde das Spiel insgesamt rund 15. Minuten durch den Protest unterbrochen und liegt damit wohl im unteren Mittelfeld, was den Vergleich mit anderen Aktionen angeht. Ob die Mannschaft wegen der Proteste auf eine vernünftige Verabschiedung bei den Fans nach dem Spiel verzichtete ist nicht klar. So oder so kam die Mannschaft nur zaghaft in Blockrichtung und stand mehr am Mittelkreis als vor dem Block. Dieses Verhalten wurde zurecht mit Pfiffen quittiert. Nur einzelne Spieler wie Sancho und Hummels verabschiedeten sich halbwegs ernsthaft von dem mitgereisten Anhang. Ein No-Go!

Banner im BVB-Block in Wolfsburg
Protest gegen die Investorenpläne der DFL

Fazit

Letztlich zeigte der BVB wieder eine seiner schwächeren Leistungen. Lediglich Maatsen und Sancho brachten ein wenig Feuer ins Spiel. Mit so wenig Chancen lässt sich kaum ein Spiel in der Bundesliga gewinnen. Vor dem Champions League-Spiel gegen Eindhoven kann die Generalprobe wohl als "mäßig erfolgreich" betitelt werden. Vor allem das Fehlen von Malen wurde extrem deutlich, war er doch der Spieler, der unser Offensivspiel in den letzten Wochen am deutlichsten geprägt hat. Obwohl wir 2024 immernoch ungeschlagen sind, sollten wir uns durch diese Tatsache nicht blenden lassen. Die dicken Brocken kommen erst noch und 3 Punkte gegen Wolfsburg wären da echt schön gewesen.

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