Warmlaufen

Zurück ins Tal?

10.04.2021, 09:31 Uhr von:  kha
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Das Foto zeigt eine eine Ansicht des Westfalensatdions gesehen von der Roten Erde. Neben dem Tribünenbau sind zwei gelben Eck-Pylone zu sehen.

Nach dem erstaunlichen Auftritt am Dienstag-Abend gegen Manchester City, geht es nun wieder in das graue Bundesliga Tages- oder wie man so schön sagt Brot- und Buttergeschäft. Gegen den VfB aus Stuttgart.

Der Aufsteiger hat sich, trotz all der Querelen rund um die Präsidentenwahl und anderem, erstaunlich entwickelt und ist nun, man kann es nicht oft genug sagen, sogar Aspirant auf einen Platz im internationalen Wettbewerb. Und das trotzdem man das Geld aus der Ausgliederung (auch darüber könnte man Seiten füllen) so schnell verbraten hat, wie man ansonsten nur Eis in der Sonne schmelzen sieht. Der VfB zeigt, dass eine gute Kaderplanung (wer macht das gerade noch beim VfB?), eine vielleicht doch mutige Trainerentscheidung und eine Geschäftsführung die eine Idee hat, so alles bewirken kann. Und die Plattitüde, dass der VfB doch eigentlich gar kein Aufsteiger sei oder zumindest kein richtiger, lassen wir hier mal weg weil das einfach zu viele Dinge außen vor lässt.

Und Borussia?

Wir stehen am 28. Spieltag und wenn alles normal läuft, dann ist die Saison eigentlich schon quasi komplett versaut. Der Meistertitel... ähm.. was für ein Ding? Die Champions League quasi außer Reichweite. Was bleibt ist der kleine ungeliebte Bruder der Champions League, die Europa League. Entweder als DFB-Pokalsieger (Finale in Berlin ohne Zuschauer gegen die PR Maschine aus Leipzig.... lecker), oder über die Liga. Auch wenn das für die kommende Saison wieder unfassbar viele Sonntagsspiele zu unmöglichsten Zeiten bedeuten würde: Das Erreichen der Europa-League sollte schon das mindeste Ziel sein.

Aber dafür bedarf es einer generell anderen Einstellung gegenüber dem Bundesliga-Alltag. Es reicht einfach nicht zu versuchen sich irgendwie durch die Liga zu mogeln (ebenso wie es nicht reicht einen Führerschein zu fälschen und zu hoffen, das man damit durch kommt) um seine Ziele zu erreichen. Sondern man, also jeder einzelne der da unten auf dem Platz steht, muss zeigen, dass man jetzt doch endlich die Ernsthaftigkeit der Situation begriffen hat und holt für die letzten Spiele noch mal alles raus - da darf es auch keine Lorbeeren mehr geben auf denen sich einige Spieler ausruhen könnten. Denn dafür ist die Tabellensituation einfach zu ernst. Ein erneuter Ausrutscher gegen den VFB (wer erinnert sich nicht an das 1:5 im Hinspiel) könnte endgültig alle Saisonziele in Gefahr bringen und dafür sorgen, dass man sich in der nächsten Saison, sofern Zuschauer wieder zugelassen werden, keine Gedanken um ökologisch saubere, klimaneutrale Anreisen zu europäischen Auswärtsspiele machen muss. Denn nicht nur steht Leverkusen lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter uns. Nein, auch der VFB steht mit Union und dem SC Freiburg kurz dahinter und lauert darauf noch etwas weiter nach vorne (in der Tabelle) zu springen, um nächstes Jahr international spielen zu können.

Und über unsere letzten Spiele gegen die anderen zwei Mannschaften der „lauernden Drei“ möchte ich an dieser Stelle noch nicht sprechen.

Fazit

Ihr schwarz-gelben Jungs:

Es sind noch sieben Spiele. Theoretisch ist noch vieles möglich. Aber halt auch, dass alles in die Binsen geht. Zeigt uns, dass Ihr das begriffen habt und beendet die Saison mit einer Serie von sieben ungeschlagenen Spielen. Oder besser neun, denn das würde bedeuten dass der BVB den Pokal gewonnen hat und sich mindestens für einen der internationalen Wettbewerbe qualifiziert hat. Das wäre doch etwas.

Oder vielleicht sollte man doch einfach die U23 auflaufen lassen….

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