Warmlaufen

Dortmunds "Bäumchen, wechsel dich"

04.12.2020, 15:09 Uhr von:  Lisa R
Lesezeit: ca. 5 Minuten
ein ausverkauftes Frankfurter Stadion beim letzten Auswärtsspiel der Borussia am Main
Wo sonst über 51.000 Zuschauer sind, bleibt es auch heute leer - das Frankfurter Waldstadion (auch wenn es heute anders heißt)
© Archiv

Das Karussell beim BVB dreht sich weiter. Wieder muss Favre vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt die Mannschaft umbauen. Neben Erling Haaland, Renier und Thomas Meunier, fehlt dem BVB in Frankfurt auch Thomas Delaney (Rückenprobleme). Raphaël Guerreiro wurde aufgrund erneuter muskulärer Probleme gegen Lazio nach einer Stunde ausgewechselt und hinter dem Einsatz von Emre Can steht weiterhin ein Fragezeichen. Hoffnung macht hingegen Mats Hummels, der auf seinem Social Media Account mitteilte, dass es so aussieht als könne es in ein paar Tagen wieder gut sein und als könnte er sehr, sehr bald wieder auf dem Platz stehen. Ob er am morgigen Samstag spielen kann, werde sich – wie Borussia Dortmund am gestrigen Donnerstag bekannt gab – spontan entscheiden.

Mats Hummels sitzt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen vom Westfalenstadion und hält sich den linken Fuss
Mats Hummels steht dem BVB am Samstag hoffentlich wieder zur Verfügung
© kicker.de

Dennoch muss sich Favre, vorallem für den Sturm, was einfallen lassen. Beim 1:1 gegen Rom lies er Reus und Hazard als Doppelspitze auflaufen, was aber -mit Verlaub – wenig Zählbares mit sich brachte. Überhaupt ist die Besetzung des Sturms eine schwierige Aufgabe für den BVB Coach. Reus hat sein Tempo verloren, wirkt behäbig und nicht mehr so spritzig wie sonst. Brandt sucht seit seiner Ankunft in Dortmund nach seiner Rolle im Team und Hazard zeigt sich derzeit wenig durchschlagskräftig. Bleibt noch Youssoufa Moukoko. Der sechzehnjährige Deutsch-Kameruner könnte vielleicht schon eher als von Favre beabsichtigt in die Startelf rücken. Welche Mannschaft auch immer am Samstag für den BVB in Frankfurt auflaufen wird, ein leichtes Spiel wird es nicht werden.

Lucien Favre schaut besorgt ins leere
Muss sich für Samstag was einfallen lassen - Lucien Favre
© Archiv

Eintracht-Trainer Adi Hütter liebt Powerfußball und Duelle mit ordentlich Pfeffer und Feuer. Am Samstag trifft somit die Mannschaft mit den in dieser Saison bisher meisten Zweikämpfen (Frankfurt mit 1021) auf die Mannschaft mit den bisher wenigsten Zweikämpfen (Borussia Dortmund mit 869 – Quelle Kicker.de). Gegensätzlicher könnten die beiden Teams also nicht sein. Auch wenn man sich die bisherigen Spiele der beiden in der laufenden Bundesligasaison ansieht, fällt ein Unterschied besonders ins Auge: Eintracht Frankfurt kam in 6 von bisher 9 Spielen nicht über ein Unentschieden hinaus. Borussia Dortmund hingegen hat in der laufenden Spielzeit noch nicht einmal Remis gespielt. Jetzt geht es nach Frankfurt, dahin, wo man in der Bundesliga zuletzt 2013 gewinnen konnte. Doch ein FunFakt lässt auf ein gutes Ergebnis hoffen: Gleich drei Spieler in den Reihen der Hessen (Kostic, Trapp und Hinteregger) sind in ihrer jeweiligen Profilaufbahn noch sieglos gegen den BVB. Die Dortmunder Borussia hat ausserdem in den letzten sieben Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt nicht verloren. Am Samstag steht nun dass 100. Duell der beiden Traditionsvereine auf dem Spielplan und ab 15:30 sind vergangene Spiele nebensächlich. Wie sagte Adi Preißler so schön? „Grau ist im Leben alle Theorie, aber entscheidend is aufm Platz!“

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