Unsa Senf

Verrückt - BVB verlängert Vertrag mit Sancho und keiner kriegt es mit!

11.08.2020, 10:00 Uhr von:  CHS
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Verrückt - BVB verlängert Vertrag mit Sancho und keiner kriegt es mit!
War eigentlich schon weg und nun scheint er zu bleiben: Jadon Sancho

Eigentlich erwartet man stündlich den Abgang von Jadon Sancho und es werden in den Medien immer wieder neue Gerüchte verkündet. Doch nun ist alles anders. Und die hochgelobten Medien (wir eingeschlossen) haben es nicht mitbekommen.

Am gestrigen Montag ging es für den BVB in die Schweiz zum Trainingslager nach Bad Ragaz. In den Medien wurde dieser Termin als Deadline für einen Sancho-Wechsel angesehen. Trotzdem gab es immer noch Zweifel, dass das wirklich so kommen wird. Am Wochenende wurde selbst ein Ausflug des Engländers in seiner Heimat als möglichen Abgang gewertet. Die Medien wetzten schon ihre Stifte, doch dann trat Michael Zorc bei der Medienrunde in der Schweiz auf und ließ die Bombe platzen:

Der Vertrag mit Sancho wurde bis 2023 verlängert

Das allein wäre keine große Besonderheit (wenn es auch eine Überraschung war), aber diese Vertragsverlängerung wurde bereits vor einem Jahr bei der bekannten Gehaltsanpassung von Jadon Sancho vereinbart. Nun steht auch fest, dass Jadon Sancho in diesem Sommer auch nicht den Verein verlassen wird. Dies hat der BVB nun auch offiziell verkündet.

Michael Zorc lacht am Spielfeldrand
Hat jetzt gut lachen - Michael Zorc

Was man sich aber jetzt fragen muss: Wie kann es sein, dass die Medien das in diesem einen Jahr gar nicht herausgefunden haben? Selbst die Transfershow von Sky hatte sehr viele Gerüchte gehört, nur nicht dieses. Auch Dortmunds Medienpartner hat dies bis gestern Morgen nicht auf dem Schirm. Lustigerweise hat ein Fakeaccount von Fabrizio Romano als einziger dieses Gerücht mit der Vertragsverlängerung (allerdings da bis 2025) und den geplatzten Wechsel nach Manchester United am Sonntag verkündet. :-)

Und noch vor einem Jahr hat der Boulevard-Riese aus Deutschland noch vermeldet, dass das Gehalt von Sancho zwar verdoppelt wurde, aber ohne dass die Vertragsdauer geändert wurde. Heute wissen wir, dem war wohl nicht so...

Ein keiner Rückblick auf die Gerüchte um Jadon Sancho:

Sancho schießt ein Tor gegen Hoppenheim
Die Hoffnung auf weitere Tore von Sancho lebt

Bereits im letzten Sommer wurde Sancho mit mehreren Vereinen (Real Madrid und Paris St. Germain) in Verbindung gebracht. Herausgekommen ist dabei außer heißer Luft nichts. Im September 2019 kam dann erstmals Manchester United ins Blickfeld. Nach ein paar disziplinarischen Aussetzern von Sancho 2019 wurde schon gemutmaßt, er würde den gleichen Weg wie Dembélé und Aubameyang gehen, die ihre Wechsel mit einem Streik provoziert haben. Doch Sancho zeigte bis zur Coronapause hervorragende Leistungen. Auch wenn er nach der Zwangspause nicht mehr so überzeugte, bleiben drei Tore und eine Vorlage in diesen Spielen übrig.

Seit März wurde das Gerücht zwischen Sancho und Manchester heißer. Fast täglich gab es dann neue Gerüchte und Summen zu diesem Transfer. Und nicht nur Manchester United war an ihm dran. Auch Bayern München, Liverpool FC, Manchester City und Real Madrid wurde ein Interesse nachgesagt. Im Juni/Juli verkündeten die Medien aufgrund von Informationen aus dem Verein, dass der neue Verein von Sancho mindestens 120 Mio. Euro auf den Tisch legen und den Transfer vor allem vor dem Trainingslager-Auftakt abschließen müsse.

Im Ende Juli blieb dann wohl nur noch Manchester United übrig. Wieder gab es fast täglich Meldungen, die in die eine oder auch in die andere Richtung gingen. Es wurde bereits von Vertragsabsprachen zwischen dem Engländer und United berichtet und dass der BVB einen Sonderberater eingeschaltet hatte.

Torjubel mit Sancho im Spiel gegen Bayer Leverkusen
Torjubel mit Sancho - auch in der Saison 2020/21?

Selbst eine Reise in der trainingsfreien Zeit nach England wurde als Anzeichen für einen Wechsel angeführt. Doch gestern folgte dann die Kehrtwendung in diesem Thema. Trotz der klaren Aussagen von Michael Zorc glauben die englischen Fans und auch die Sky-Transfer-Show, dass da noch was kommen kann (Hinweis auf Dembélé und den Dreierwechsel Hummels-Gündogan-Mkhitaryan).

Die Gefahr besteht natürlich immer, doch gerade die letzten Jahre beim BVB zeigen doch, dass bei Verkäufen in der Regel nur das passiert, was der BVB will. Genau wird man es erst nach Ablauf der Transferfrist (dieses Jahr bis zum 5. Oktober) wissen, aber ich würde gerne unseren BVB-Forum-User Elmar zitieren: ManUnited wurde ausgezorct.

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