Warmlaufen

In weiß gegen schwarzgelb!

03.03.2015, 09:58 Uhr von:  Redaktion

Weiße Trikots als gutes Omen - fragt mal Tammo HarderBis heute Abend wird den Borussen (egal ob nun Spieler oder Fan) wohl das dicke fette Grinsen nach dem Derbysieg fest verschraubt im Gesicht stehen. Wer Montag noch angetrunken zur Arbeit gestolpert ist, glaubte vermeintlich nur das Batman Cape ausbreiten zu müssen, um zur nächsten Bushaltestelle zu schweben. So ein Hochgefühl kennt nur ein Derbysieger!

Dennoch wartet schon heute am Dienstag im DFB Pokal-Achtelfinale der nächste Gegner. Mit Dynamo Dresden verbinden uns sowohl positive, als auch negative Erinnerungen. War Dresden in der Saison 2011/12 doch eine Zwischenstation zum Pokalsieg gegen die Bayern. Mit 2:0 gewann man damals in der 2. Runde. Leider erinnert man sich wohl eher an die Ausschreitungen der Dresdner Fans, die fast zum Spielabbruch geführt hätten.

Dieses Jahr führte der Weg des Drittligisten über Bochum und Gelsenkirchen, gilt aber auch in Bezug auf den Aufwind unserer Borussen als krasser Außenseiter. Nach Trainerwechsel und Durststrecke, konnte man zwar am im letzten Spiel gegen Jahn Regensburg mit 3:2 gewinnen, zeigte aber besonders in der zweiten Halbzeit große Schwächen. Aber immerhin schon mal Leverkusen aus dem Wettbewerb gekegelt und in dieser Spielzeit gleich zwei Bundesligisten. Dies sollte genug Warnung sein!

Der K-Block ist Dynamos zwölfter MannDer BVB wird jedoch nach dem Auftritt gegen den Erzrivalen mit stolz geschwellter Brust nach Dresden fahren. Nicht nur der 3:0 Sieg an sich, sondern die Art und Weise wie man Königsblau schwindelig gespielt hat, gibt Anlass zur Hoffnung. Anscheinend ist es wirklich so, wie es Klopp und auch einige Spieler in den letzten Wochen und Monaten gebetsmühlenartig in die Mikrofone der Nation gesprochen haben – Verletzungen, Pech und fehlendes Selbstbewusstsein haben zu unserem Abwärtsstrudel geführt. Nach Samstag kann man nur sagen, die Jungs haben sich wieder daran erinnert, wie gut sie sind und glauben an sich.

Wichtig ist, auch im sicherlich aufgeheizten Stadion Dresden, die Ruhe zu bewahren, geduldig zu sein und sich nicht verunsichern zu lassen und auf keinen Fall das Spiel im Vorfeld als gewonnen anzusehen. Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes sollte die Gefahr jedoch maximal gering sein. Wer weiß wie tief man fallen kann, lässt sich auch vom Derbyhöhenflug hoffentlich nicht in Sicherheit wiegen.

Nuri Sahin ist angeschlagenBei der Borussia bekommen im Gegensatz zu Samstag Aubameyang und Sahin eine Verschnaufpause. Für sie laufen aller Voraussicht nach Immobile und Bender auf. Eventuell rückt Sokratis für Kirch wieder in die erste Elf. Die muskulären Probleme sind laut Pressekonferenz weitestgehend ausgeräumt. Auch wenn man nach dem Auftritt vom Samstag eigentlich sagen muss, den Kirch kannste doch nicht draußen lassen! Weidenfeller könnte wie im Pokal üblich für Langerak Platz machen, Sahin zwicken ein bisschen die Aduktoren. Gespielt wird übrigens ganz in weiß! Ein Auge sollte man auf Justin Eilers haben, der Dresdner Stürmer schoss in der laufenden Saison bereits 14 Tore. Bei aller Pokalemotionalität und der Gier des Boulevards nach einem Sensationssieg, wird die Borussia jedoch hoffentlich nichts anbrennen lassen, wenn sie ihren in den letzten Wochen eingeschlagenen Weg kontinuierlich weitergeht und verfestigt.

Letztlich bleibt nur sich Klopps Worten anzuschließen. Hoffentlich müssen wir nach dem Spiel nur über sportliche Dinge reden (also über einen Sieg...) und nicht über ein paar Bekloppte. Beim Derby hat das wie im letzten Jahr am Samstag glücklicherweise ganz gut geklappt.

So könnten Sie spielen:

Borussia Dortmund: Langerak - Kirch (Sokratis), Subotic, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Bender – Mkhitaryan, Kagawa, Reus – Immobile

Trainer: Klopp

SG Dynamo Dresden: Wiegers - Teixeira, Hefele, Erdmann, Vrzogic – Kreuzer, Moll, Müller, Tekerci – Eilers, Andrich

Trainer: Nemeth

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Steffi, 3.3.2015

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