Spielbericht Amateure

Ein Punkt gegen den Abstieg, zwei verschenkt!

05.02.2015, 20:20 Uhr von:  Redaktion

UvdA-Blockfahne im Block HFrostige Temperaturen und ein gefrorener Kartoffelacker in der Roten Erde ließen im Nachholspiel zwischen unseren Amas und Wehen Wiesbaden leider kein hochklassiges Spiel zu. Trotz Chancenplus auf Dortmunder Seite springt am Ende leider nur ein Punkt für unsere Zweite heraus.

Ausgangslage

Da der Platz in der Roten Erde sehr wetterempfindlich ist und das Wetter schon vor Weihnachten dem Rasen zugesetzt hatte, musste das Spiel, das eigentlich für den 20.12.2014 terminiert war, auf den gestrigen Tag verschoben werden. Bei der Platzinspektion ergaben sich dieses Mal keine Beanstandungen und es konnte gespielt werden. Inwiefern das, auch im Hinblick auf das Spiel am kommenden Samstag, eine gute Idee war, wird sich noch herausstellen. (Anmerkung: kurz vor Veröffentlichung dieses Textes wurde bestätigt, dass das Spiel am Samstag leider ausfällt.)

Beide Teams kamen mit wenig Rückenwind in das Spiel. Wehen Wiesbaden musste sich knapp dem Vorletzten Hansa Rostock geschlagen geben. Borussia Dortmund II erwischte es noch härter: Die Elf von David Wagner holte sich gegen den etwas abgeschlagenen Tabellenletzten Jahn Regensburg ein blaues Auge. Mit 3:0 ging man überraschend unter, hatte man doch das Hinspiel noch mit 5:1 in der ausverkauften Roten Erde am Familientag für sich entscheiden können. Drei Punkte wären also wünschenswert gewesen, um im Abstiegskampf ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz setzen zu können.

Vor dem Spiel

Nikolaos Ioannidis ist neu beim BVBDer SVWW konnte personell aus dem Vollen schöpfen und bot fast die gleiche Startelf wie wenige Tage zuvor gegen Hansa Rostock auf. Der BVB war hingegen vor eine größere Herausforderung gestellt worden. David Solga hatte sich dank einer überflüssigen gelb-roten Karte aus Regensburg schon Samstag abgemeldet. Zimmermann ist weiterhin verletzt. Edisson Jordanov musste auch kurzfristig passen. Ihn plagte eine Rückenverletzung aus dem Abschlusstraining. Alomerovic weilt noch bei den Profis, Gyau fällt ja leider längerfristig aus, Bandowski (Leihe) und Väyrinnen (Verkauf) verließen den BVB in dieser Transferperiode. Dafür stand erneut Ioannidis in der Startelf. Der Winterneuzugang von Olympiakos Piräus hatte gegen Regensburg einen guten Eindruck hinterlassen und sich den nächsten Startelfeinsatz verdient. Nyarko sprang für David Solga ein. Weil Narey die Position von Jordanov einnahm, durfte Knystock hinten rechts ran.

Die Temperaturen konnten nicht verhindern, dass der Stimmungsblock H gut gefüllt war und sich lautstark bemerkbar machte. Wehen Wiesbaden brachte ganze 11 Fans mit. Knapp verschätzt hatte sich also der Fanbeauftragte aus Wiesbaden, der uns beim Telefonat vor dem Spiel noch zwischen 15 und 20 „versprochen“ hatte. Trotz Frost ließ der Schiedsrichter noch zwei Minuten mit dem Anpfiff auf sich warten. Sein Assistent hatte entdeckt, dass das Tornetz nicht korrekt befestigt war. Fachmännische wurde dieses von der medizinischen Abteilung des BVB getapet. An dieser Stelle einen schönen Gruß nach Hoffenheim und an Stefan Kießling!

1. Halbzeit

Evan s Nyarko gegen VunguidicaDer Anpfiff war noch nicht ganz verhallt, da wurde schon der erste Ball per Lupfer in den Wehener Strafraum befördert. Harders Bein war leider zu kurz und so entwickelte sich keine wirkliche Gefahr aus dem Überraschungsmoment. Die Anfangsphase gehörte eindeutig der Borussia. Die hessischen Landeshauptstädter kamen scheinbar noch nicht mit den äußeren Bedingungen zurecht und brachten nur wenig zu Stande. Leider waren auch die Angriffe unserer Amas nicht zwingend genug. Einige gute Freistoßgelegenheiten und Ecken wurden nicht genutzt, fast allesamt viel zu flach in den Strafraum befördert! In der 11. Minute wurde dem BVB eine schlecht geschossene Ecke fast zum Verhängnis. Kefkir konnte den Konter nur auf Kosten einer gelben Karte bremsen. Davon ließ Kefkir sich allerdings nicht demotivieren. Scheinbar hatte er kurzfristig sein Vorbild gewechselt und wollte sich ein Beispiel am überflüssigen Platzverweis von Solga nehmen. Nach nicht mal einer halben Stunde war Kefkir jedenfalls schon akut gelb-rot gefährdet. Dass er dennoch bis zu seiner Auswechslung in der 90. Minute durchhielt, grenzte beim kleinlich pfeifenden Felix-Benjamin Schwermer schon fast an ein Wunder. Zugute kam ihm wohl, dass es sich um eine sehr faire Partie handelte. Nach 25 Minuten dann die erste größere Chance für den BVB. Nyarko brachte eine schöne Flanke in den Strafraum, die Harder per Kopf aufs Tordach setzte.

Khaled Narey im KopfballduellZum ersten Mal zeigte sich auch der SVWW in dieser Phase vor dem Dortmunder Tor. Eine durchgerutschte Flanke markierte den ersten Torschuss der Hessen. Nach 34 Minuten der vierte (!) Ballkontakt von Bonmann. Kurz darauf dann eine dicke Chance für die Amas. Amini setzte sich schön durch und ging fast unbedrängt in den Strafraum. Ioannidis zu seiner Linken und Harder zu seiner Rechten standen als Anspielstationen bereit. Amini entschied sich für den besser postierten Harder, der Pass geriet jedoch zu steil. Harder konnte nicht mehr abschließen, sondern den Ball nur als Flanke auf Ioannidis bringen, der zu Amini und Amini ins Tor. Schiedsrichter Schwermer hatte jedoch ein Foul von Ioannidis gesehen und zuvor abgepfiffen. Der erste Wechsel bei den Gästen setzte dann den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit, Mrowca musste mit einer Hüftprellung den Platz verlassen.

2. Halbzeit

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos dort an, wo die erste aufgehört hatte. Bei einsetzendem Schneefall versuchte Wehen besser ins Spiel zu kommen, die klareren Chancen ergaben sich aber für die Borussia! Im Minutentakt kamen die Bälle nun auf den Kasten vom Wiesbadener Keeper Markus Kolke. Zunächst traf Ioannidis den Ball nach einer Kefkir-Flanke nicht hart genug. Narey machte es besser, der Ball wurde jedoch zur Ecke abgefälscht. Diese köpfte Stankovic nach einer etwas ungewöhnlichen Variante knapp drüber. Bei der Ecke hatten alle BVB-Spieler (bis auf die Absicherung im Mittelfeld) im 5m-Raum gestanden. Wenig später dann wieder eine gute Flanke von Kefkir, Nyarko mit dem Kopfball, aber Kolke ist schnell genug unten und hat ihn. Überhaupt ging in dieser Phase fast alles über Kefkir. Die meisten Bälle kamen zwar nicht Voller Einsatz: Oguzhan Kefkiran und einige Dribblings hätte er sich schenken können, aber wie auch immer rutschte ab und an mal wieder ein Freistoß durch. So auch in der 70. Minute, Harder kam einen Schritt zu spät. Dieser musste dann kurz danach Derstroff weichen. David Wagner wollte noch mal einen neuen Impuls in der Offensive setzen. Das versuchte auch Wehen Wiesbaden, die sich nach 74 Minuten tatsächlich die erste Ecke erspielen konnten. Kurze Zeit später dann auch die erste große Chance für Wiesbaden. Neueinkauf Jonas Acquistapace bewies aber in Niedermeier-Manier warum er eigentlich Verteidiger ist. Völlig frei konnte er den Ball aus 8m nicht im Tor unterbringen. Das Spiel nahm jetzt an Fahrt auf und beide Teams hofften auf den Lucky Punch. Derstroff hätte ihn landen können und der eine oder andere hatte auch schon den Torschrei auf den Lippen, als er frei vor Kolke auftauchte. Leider blieb Kolke auch in dieser Szene Sieger. Kurze Zeit später durfte sich auch Bonmann zum Abschluss noch auszeichnen. Der eigene Mann verlängerte gefährlich zu Vunguidica, aber Bonmann bewahrt seine Mannschaft vor dem späten Gegentor.

Fazit

David Wagner hätte gegen Wehen gerne gewonnenUnter widrigen Verhältnissen konnte sich die Elf von Dave Wagner einige ordentliche Chancen erarbeiten, die leider durch die Bank vergeben wurden. Wehen kam kaum gefährlich vors Tor und konnte glücklicherweise auch nicht zum Lucky Punch in der Schlussphase ausholen. Ein Punkt wird der Leistung unserer Amas leider nicht gerecht. Trotzdem konnte man eine deutliche Antwort auf das 0:3 gegen Regensburg erkennen. Alleine Block H hätte an diesem Abend drei Punkte verdient! Selbst lange nach Spielende als in der Roten Erde schon die Lichter ausgeschaltet wurden, sang der harte Kern mit lauter Stimme noch weiter. Unter die Fans hatten sich während des Spiels auch ein paar Zivilpolizisten gemischt, die wieder einige Stimmungsvideos drehten. Leider kamen die Herren der Aufforderung zum Mitmachen nicht nach.

Ausblick

Am Wochenende steht das nächste Heimspiel an (sofern der Rasen es hergibt). Im „Schlager“ des Spieltags geht es gegen die Uli-Ferber-Thekenmannschaft. Ein echtes 6-Punkte-Spiel, liegt Großaspach doch nur ein Pünktchen hinter unseren Amas und belegt derzeit mit Platz 18 einen direkten Abstiegsplatz.
Update: Der Rasen gibt es leider nicht her. Unsere Amas haben somit spielfrei.

Julian Derstroff hatte kurz vor Schluß die größe MöglichkeitStatistik

Borussia Dortmund
Bonmann – Knystock, Hornschuh, Gorenc-Stankovic, Dudziak – Nyarko, Amini – Narey (Camoglu, 81.), Harder (Derstroff, 71.), Kefkir (Güll, 90.) – Ioannidis

SV Wehen Wiesbaden
Kolke – Wein, Wiemann, Geyer, Acquistapace – Funk, Mrowca (Müller, 43.) – Jänicke (Riemann, 59.), Book (Blacha, 59.), Vunguidica – Schnellbacher

Gelbe Karten: Kefkir (4. Gelbe Karte)

Zuschauer: 953 im Stadion Rote Erde

Seb, 05.02.2015

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