In Kürze

Veranstaltungsreihe in Erinnerung an den Fußballspieler Julius „Julle“ Hirsch

02.03.2015, 12:32 Uhr von:  Redaktion

In drei Veranstaltungen erinnern der BVB, die BVB | Fan- und Förderabteilung, das BORUSSEUM – das Borussia Dortmund-Museum und die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache an Julius Hirsch.

Julius Hirsch, Spitzname „Julle“ wurde am 7. April 1892 in Achern geboren. Er war deutscher Fußballspieler, wurde 1910 mit seinem Heimatverein Karlsruher FV und
1914 mit der SpVgg Fürth deutscher Meister und galt als einer der besten Stürmer. Als Nationalspieler machte Hirsch sich zwischen 1911 und 1913 einen Namen, dabei durfte er sieben Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz stehen. Als Jude wurde Julius Hirsch 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und
wahrscheinlich nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. 1950 wurde er zum 8. Mai 1945 für tot erklärt, das genaue Todesdatum ist jedoch unbekannt.

Seit 2005 verleiht der DFB jährlich den „Julius-Hirsch-Preis“. Er soll besonderen Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlich- keit und Antisemitismus auszeichnen. 2006 wurde dem Fanprojekt Dortmund e.V. der erste Platz des „Julius-Hirsch-Preises“ verliehen. Im Jahre 2014 erhielten das Fanprojekt Dortmund e.V., die BVB | Fan- und Förderabteilung, die BVB GmbH & Co. KGaA und die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache gemeinsam den zweiten Platz des besonderen Preises.

Ein Stolperstein für Julius Hirsch wurde am 9.11.2006 vor dem Haus Murgstraße 7 in Karlsruhe Weiherfeld-Dammerstock verlegt.

Die nächsten Veranstaltungen in dieser Reihe sind am:

Freitag, 6. März 2015, 19.00 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Vortrag „Der letzte Transport – die Deportation Dortmunder Juden nach Auschwitz am 2. März 1943“ von Dr. Rolf Fischer, freiberuflich tätiger Historiker und Autor.
Auf der Grundlage von Dokumenten, Fotos und Karten sowie Berichten und Erinnerungen Dortmunder Juden an die Deportation und ihre Leidenszeit in Auschwitz werden in diesem Vortrag die Umstände des Transports sowie das Geschehen in der „Todesfabrik“ selbst aufgezeigt, bis hin zu den berüchtigten Todesmärschen, auf denen nach Aufgabe des Lagers im Januar 1945 auch Dortmunder Bürgerinnen und Bürger eine letzte Odyssee des Grauens durchlitten.

Montag, 9. März 2015, 19.09 Uhr, BORUSSEUM

Im Borusseum wird das Leben von Julius Hirsch von Werner Skrentny, Autor von Hirschs Biografie, vorgestellt. Das Buch ist 2012 im Verlag „Die Werkstatt“ erschienen. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos!

Sollten die Besucherkapazitäten bei den Veranstaltungen erreicht sein, kann leider kein weiterer Zutritt gewährt werden – in diesem Fall bittet der Veranstalter um Verständnis.

Alle Veranstalter behalten sich vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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