Warmlaufen

HOFFEN auf den HEIMsieg

05.12.2014, 00:15 Uhr von:  Redaktion

Genug der Floskel, Phrasen und Ausreden, es müssen endlich Ergebnisse her. Das „Wie“ ist dabei nebensächlich. Der BVB steht nicht ohne Grund auf dem letzten Tabellenplatz und sämtliche Spekulation, warum und wieso der BVB dort steht, sollten bei dem Spiel gegen Hoffenheim keine Rolle mehr spielen. Bei diesem Spiel geht es nicht um die Antipathie gegen einen Retortenverein oder ein „Wir haben starke Momente gehabt“, hier geht es nur noch um drei Punkte. Drei Punkte für den Klassenerhalt.

Es war der letzte Spieltag der Saison 2012/13, als unsere Vizemeisterschaft bereits in trockenen Tüchern war und das Champions-League Finalticket gebucht war. Der heutige Gast lag zur Halbzeit mit 0:1 hinten und war so gut wie sicher abgestiegen. Am Ende siegte Hoffenheim, dank zwei Elfmeter, mit 2:1 im Westfalenstadion und konnte sich auf einen Relegationsplatz retten. Heute, am 14. Spieltag, steht Hoffenheim mit 20 Punkten im oberen Drittel der Tabelle, nur einen Punkt hinter einem Champions-League-Platz. Nach drei Niederlagen in Folge (Bayern, Köln und Gladbach) konnte die SAP-Truppe gegen Hannover in einem Spektakel drei Punkte einfahren. Am Ende schoss man vier Tore, musste allerdings auch drei hinnehmen. Mit 21 Gegentoren in dieser Saison kann Hoffenheim mit Dortmund gut mithalten. Dafür konnte man in 5 Spielen ohne Gegentor bleiben, Dortmund schaffte erst ein zu Null-Spiel in dieser Saison. Mit 21 geschossenen Toren gehören die Jungs aus dem Kraichgau zur Elite der Bundesliga. Zum Vergleich: Borussia bringt es auf 11 Tore.

Aus Dortmunder Sicht macht es nur wenig Sinn, sich über den Gegner Gedanken zu machen, zu sehr hat man mit sich selbst zu kämpfen. Das Einzige was in dieser Saison noch für eine Überraschung sorgen könnte, wäre ein Gegentor, das vom Gegner wunderbar herausgespielt wurde, oder ein Eckball-Tor unserer Mannschaft. Ansonsten haben die ersten 13. Spieltage alle Kuriositäten geboten, was einer Fußballmannschaft wiederfahren kann. An dieser Stelle darüber zu sprechen, welcher Spieler auf dem Platz stehen wird, macht nur wenig Sinn. Zur Zeit gibt es keinen Spieler, der konstant seine Leistung bringt oder über einen längeren Zeitraum nicht verletzt ist. Die Sündenböcke dieser prekären Situation sind eh von Fan zu Fan unterschiedlich, so dass sich so manch einer in seiner Meinung bestätigt fühlen wird, wenn ein Kagawa, Mkhitaryan, Subotic oder Ginter auf der Bank sitzen würde. Immerhin gibt es auch Nachrichten, die den Glauben an bessere Zeiten stärken. Damit sind weder die Aussagen unseres Trainer über Falltüren und ähnliches gemeint, noch die epochalen Aussagen eines Mathias Sammer aus München, zu den nicht geführten Gesprächen mit Marco Reus, sondern vielmehr die Meldungen aus der Krankenabteilung. So stellt Mats Hummels nach auskurierter Bänderdehnung eine Alternative in der Abwehr da. Ebenso erfreulich ist, dass Kuba seit langem Mal wieder zum Kader gehört, obwohl sein Einsatz als eher unwahrscheinlich gilt.

Egal wie sehr einen die Arbeitskollegen mit der Roten-Laterne geärgert haben, egal was die Medien berichten, entscheidend ist, dass am Freitag das Westfalenstadion geschlossen für 90 Minuten hinter den Jungs in schwatzgelb steht. Ein Sieg wäre kein Befreiungsschlag, aber ganz sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie sagte der unter der Woche verstorbene Alois Scheffler: „Einmal Borusse, immer Borusse!“

So könnte sie spielen

Dortmund: Weidenfeller, Piszcek, Subotic, Hummels, Schmelzer, Kehl,Bender, Mkhitaryan, Kagawa, Grokreutz, Aubameyang

Auf der Bank: Langerak, Durm, Ginter, Kuba, Gündogan, Jojic, Kirch, Immobile, Ramos

Hoffenheim: Baumann, Beck, Süle, Bicakcic, Kim, Schwegler, Polanski, Volland, Firmino, Elyounoussi, Modeste

Auf der Bank: Grahl, Abraham, Tolija, Vestergaard, Amiti, Hamad, Herdling, Rudy, Salihovic, Strobl, Zuber, Haberer, Schipplock

Schiedsrichter: Zwayer aus Berlin

Christoph 4.12.2014

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