Im Gespräch mit...

"Es ist Heimat geworden, ein Stück Familie."

09.06.2014, 22:18 Uhr von:  Redaktion

Westtribüne WestfalenstadionMit der Preiserhöhung für die Südtribüne hat Borussia Dortmund für eine Überraschung gesorgt. Gleichzeitig wurden rund 200 Dauerkarteninhabern auf der Westtribüne ihre Plätze gekündigt. Das dort langjährige Fanfreundschaften auseinander gerissen werden, vermuteten die Meisten. Wir haben uns mit einer Gemeinschaft von Borussia Fans zusammen gesetzt und etwas über die aktuelle unsichere Lage gequatscht. Da es sich um einen laufenden Vorgang handelt, werden im Interview die Spitznamen der Fans verwendet.

sg.de: Hallo Jungs, könnt ihr euch mal kurz vorstellen. Wie sieht eure Fankarriere aus, was habt ihr mit Borussia erlebt und wie lange sitzt ihr schon zusammen auf der West?

Chicago: Ich bin seit den 70ern dabei. Meine Freunde und ich haben die zusammenhängenden Dauerkarten seit ca. 15 Jahren. Im Laufe der Zeit haben wir uns mit den umliegenden Fans - auch den jetzt nicht Betroffenen in den Reihen vor uns - angefreundet. Gemeinsame Einstimmung und Ausklang der Spiele ist fester Bestandteil bei den Heimspielen. Vorher hatten wir auch schon Dauerkarten, saßen aber leider nicht zusammen. Seit 1997 bin ich Vereinsmitglied; Aktien zum Neuemmissionswert habe ich auch gekauft - der Verein brauchte ja unsere Unterstützung; genau wie bei Auswärtsspielen, die ich in unregelmäßigen Abständen besuche. Und natürlich war ich bei den CL-Finals 97 und 13 dabei.

S.S.: Als ich 10 Jahre alt war, haben mich meine Brüder 1974 zum ersten Mal mit ins Westfalenstadion genommen. Seitdem bin ich vom „schwarz-gelben Virus“ infiziert und nunmehr 40 Jahre Fan. 1986 siedelte ich von Dortmund nach Süddeutschland um und lebe in der Nähe von Stuttgart. Auch diese Entfernung konnte die Liebe zum BvB nicht beeinträchtigen. Meine erste eigene Dauerkarte hielt ich 1995 stolz in Händen, habe sie seither auch nicht mehr hergegeben und auch in weniger erfreulichen Zeiten stets dem Verein die Treue gehalten. Sowohl die Meisterschaften, als auch CL-Finale 1997 und weitere Highlights (La Coruna) habe ich live miterlebt.

Kalle: Ich saß schon 1963, beim legendären 5:0 gegen Benfica, um bessere Sicht zu haben, in einem Baum in der "Roten Erde"; was macht man nicht als Fan alles, um dabei zu sein. Nach Auslandsaufenthalt, beruflicher und familiärer Beanspruchung mit gelegentlichen Spielbesuchen dann endlich wieder seit 1996 als stolzer Dauerkartenbesitzer auf der West.

CNW: Ich bin 16 Jahre alt und mein Vater hat mich schon immer mit in den Tempel genommen. Ich kann mich noch genau an meine erste Meisterschaft 2002 erinnern, auch wenn ich erst 4 war. Die Ecken waren noch offen und das Trikot von Rosicky war mir noch viel zu groß. Ich weiß noch genau, als Ewerthon den Ball den Ball irgendwie ins Tor geschlenzt hat und das ganze Stadion ausgeflippt ist. Jeden 2. Samstag Westfalenstadion gehört einfach zu meinem Leben. Die meisten, die um mich rum sitzen, kennen mich noch als kleinen Jungen im BVB-Strampelanzug. Seit 2 Jahren ist mein Sitz auf der West auch mit meinem Namen verziert.

RelegationTheo: Ich gehe - abgesehen von wenigen Unterbrechungen - seit über 40 Jahren regelmäßig zum BVB und habe ihn - auch als es sportlich und finanziell schlecht um den Verein stand - immer unterstützt. Auf der West sitze ich seit 2 Jahren, nachdem man mir meinen jahrelangen Platz auf der Ost im Zuge der Erweiterung des Presseraums wegrationalisiert hatte.

Blacky: Infiziert durch den BVB-Virus wurde ich schon als 10- jähriger, als mein Vater mich mit in die ehrwürdige Rote Erde mitnahm und wir das tolle 5:0 gegen Benfica Lissabon erleben konnten. Von da an war der BVB meine Leidenschaft. Ich fuhr Samstag für Samstag mit dem Fahrrad zum Stadion, sah dort Emma, Siggi Held und Hans Tilkowski kicken, war 1669 beim Derby-„Hundebiss“ an Friedel Rausch dabei. Dann 1974 der Umzug ins Westfalenstadion, die 1. Dauerkarte wurde gekauft, die bitteren 4 Jahre in der 2. Liga miterlebt, endlich der ersehnte Aufstieg `76 gegen Nürnberg. Meine beiden Brüder und ich saßen heulend vor Glück auf der Tribüne… Es gibt eigentlich noch so viel zu erzählen... Besonders erwähnenswert noch die legendären Spiele gegen Fortuna Köln 1986 mit dem Last-Minute-Tor von „Kobra“ Wegmann zum 3:1 und das Spiel gegen La Coruna 1994, als Lars Ricken mit seinem Tor zum 3:1 in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer schoss – und natürlich die Meisterschaften, die ich alle persönlich im „Tempel“ miterleben durfte: Emotionen pur!

Neven: Auch ich war wie Blacky mit meinem Vater schon in der Roten Erde. Mein Sohn ist seit Geburt Vereinsmitglied wie ich, auf unseren beiden Dauerkartenplätzen sitzen wir, seit er sitzen kann. Erlebt habe ich alles – die Relegation in der Roten Erde, alle Titel und Triumphe, aber auch alle unschönen Spiele der Doll-Ära und die Existenzbedrohung bei der Fastinsolvenz. Wir sind halt immer Borussen und stehen zu unseren Mannschaften, auch wenn es schlecht läuft. In solchen, den nicht so guten Zeiten sind die VIP-Bereiche eher dünn besucht - wir im Block standen in den letzten 16 Jahren immer zusammen – auf der West und mit unserem Verein. Zusammen gejubelt, zusammen geweint, uns aufgemuntert und getröstet, wenn es nötig war.

sg.de: Ihr seid also eine echte Gemeinschaft die eventuell auseinander gerissen wird. Vielleicht könnt ihr den Lesern etwas schildern, was es ausmacht, dort zusammen zu sitzen? Ansonsten kennt man solche Geschichten ja eher von der Südtribüne.

Theo: Wir sprechen eine gemeinsame “Sprache“. Aus der Stadiongemeinschaft sind viele Freundschaften entstanden.

CNW: Viele meiner Freunde haben eine Dauerkarte auf der Süd. Was da abgeht, kann man sicher mit der West nicht vergleichen. Aber da und dort sitzen/stehen Dortmunder Jungs, die mit voller Leidenschaft die Mannschaft unterstützen, mit echter Liebe zum Verein wie auch zu den Block-Nachbarn. Es tut gut, die ersten 10 Minuten im Stadion mit Abklatschen und Kumpels begrüßen verbringt. Wie wir in unserem Blockbereich zusammen gelacht, gejubelt aber auch geweint und gelitten haben kann es auf der Süd nicht intensiver sein: Wie wir beim 4:4 gegen Stuttgart erst komplett ausgeflippt sind, bevor wir uns dann alle kopfschüttelnd angesehen haben oder wie wir beim Malaga-Spiel die Enttäuschungstränen zurückhalten mussten, als es vorbei zu sein schien und dann Felipe das Ding über die Linie schiebt und wir uns alle in den Armen liegen. Das tut weh, wenn diese tolle Gemeinschaft so plötzlich auseinander gerissen zu werden droht. Und wofür?

UnbekanntChicago: Es hat sich seit vielen Jahren eine Fangruppe von bestimmt 40 Leuten entwickelt, die in drei Reihen hintereinander sitzen und die Mannschaft, den Verein Spiel für Spiel miteinander unterstützen. Es ist so, wie Theo sagt: Wir sind Freunde geworden und treffen uns auch außerhalb der Spiele zu Geburtstagen, Radtouren, etc.

Blacky: Eine Zeit lang hatten wir Dauerkarten auf der Westtribüne Nähe Süd; der Rest der Truppe saß am anderen Ende der West Nähe Nord. Schon lange haben wir uns intensiv darum bemüht, endlich gemeinsam unserer Leidenschaft nachkommen zu können. Seit einigen Jahren war es dann endlich soweit und wir bekamen 15 zusammenhängende Sitzplätze, die wir bis heute inne haben, bzw. hatten!

S.S.: Meine erste DK war auf der ehemaligen Haupttribüne (heutige Westtribüne – anm. der Redaktion) – Nähe Süd. Nach mehreren Anläufen war es uns endlich gelungen, mit anderen Borussen-Freunden, die bis dahin verteilt saßen, 15 zusammenhängende Sitzplätze zu bekommen. Diese Gemeinschaft ist zu einem wichtigen Bestandteil eines jeden Heimspiels geworden und geht über den Fußball hinaus.

Kalle: Die Faszination des gemeinsamen Erlebens brachte alle Gleichgesinnten im Umfeld des eigenen Sitzplatzes zusammen. So trifft man sich zur "Manöverbesprechung" vor und nach den Spielen im Strobels. Dabei geht das gegenseitige Interesse unserer großen Fangruppe über die reine Spielbeobachtung hinaus; es geht auch um Beruf, Familie, Hobbies und Urlaubserlebnisse.

Neven: Wie die Jungs sagen: Es ist Heimat geworden, ein Stück Familie. Nicht anonym, sondern sehr persönlich. Das gelingt nicht nur, wenn man steht…

sg.de: Könnt ihr kurz den Vorgang der Kündigung schildern? Wie hat der Verein den Kontakt zu euch gesucht und wie habt ihr darauf reagiert?

Blacky: Ich war richtig happy, als ich kurz vor dem Pokalendspiel ein Einschreiben vom BVB bekam: Endlich mal Glück gehabt: Ich habe in der Verlosung eine Karte erhalten! Gefühlssturz nach Brieföffnung: Kündigung meines Sitzplatzes. Einige Tage später bekam ich von einer Mitarbeiterin des BVB einen Anruf mit der AB-Nachricht, dass sie sich in der kommenden Woche noch einmal melden würde. Leider warte ich darauf bis heute.

Kalle: Bei mir war es vom Ablauf und vom Gefühl exakt so wie bei Blacky: Das Einschreiben des Vereins erhielt ich einen Tag vor dem Pokalfinale. Ein Einschreiben vom BVB hatte ich bis dahin noch nie erhalten. Mein erster Gedanke: Jetzt habe ich doch noch Karten für Berlin erhalten! Ein Trugschluss mit anschließender Enttäuschung. Drei Tage später hat die Geschäftsstelle während meiner Abwesenheit versucht, mich telefonisch zu erreichen. Danach erfolgte keine weitere Kontaktaufnahme.

CNW: Ich bin an einem eigentlich schönen, sonnigen Tag von der Schule nach Hause gekommen, als mein Vater mir den Kündigungsbrief zeigte. Ich brauchte in bisschen, um diese Nachricht zu verarbeiten bis mir dann das ganze Ausmaß meines Verlustes klar wurde. Ich hab mit meinem Vater besprochen, dass wir deutlich aber ruhig dem Verein mitteilen, dass wir auf der West zusammenbleiben wollen. Doch bis jetzt kam noch nichts zurück; wir hoffen aber weiterhin auf einen positiven Ausgang.

Theo: Am 15.05.2014 wurde ich per Einschreiben informiert, dass mein Dauerkartenvertrag gekündigt wird. Eine Mitarbeiterin des BVB versuchte ein Mal, mich telefonisch zu erreichen; ich war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Weitere telefonische Versuche zur Kontaktaufnahme blieben aus. Herr Treß wurde am 16.05.2014 von uns angeschrieben. Antwort bis heute: Fehlanzeige. Toto: Als ich das Einschreiben öffnete, war das wie ein Schlag in die Magengegend für mich - einfach „Enttäuschung Pur“ - ich konnte es gar nicht glauben!

S.S.: Per Einschreiben habe ich die Kündigung übermittelt bekommen. Seitdem hat sich niemand bei mir gemeldet oder versucht, mich telefonisch zu erreichen, obwohl dies in dem Schreiben erwähnt wird: "Kollegen aus unserem Haus werden Sie in den nächsten Tagen kontaktieren"

Chicago: Die Kündigung wurde per Einschreiben zugestellt, unternehmerisch nüchtern wurde auf die AGB verwiesen, womit die Kündigung zum 30.06.14 wirksam würde. Im telefonischen Kontakt solle ein individuelles Alternativangebot unterbreitet werden. Ich war stinksauer und habe unsere Fussballoper vor meinem inneren Auge nur noch mit VIP-Sesseln im ganzen Unterrang gesehen, Verhältnisse wie bei den Bayern halt. Beim Nachhören, was denn die Gründe für die „Umstrukturierungen“ seien, kam mir u.a. zu Ohren, dass es einen Raucherbalkon für die VIP-Loge geben solle. Auch nicht schlecht, wenn man sich in anderen Erste Liga-Clubs für rauchfreie Stadien wie in England oder Spanien stark macht.

Neven: Genauso war es bei mir: Das Kündigungsschreiben, ein Telefonat. Schön wäre gewesen, das Ganze mit etwas Vorlauf anzukündigen und Wertschätzung zu erfahren durch leibhaftige Kommunikation. Ein Telefongespräch bringt das nicht – mit der Aussicht, eine Platzalternative zugewiesen und mitgeteilt zu bekommen, die man annehmen oder ablehnen kann; nach der Saison, alles sehr kurzfristig – das ist nicht sehr sensibel und hoffentlich nicht extra so getimet.

sg.de: Der BVB hat sich also bis dato nur sehr vage geäußert und sich auch persönlich nicht wirklich gemeldet. Wie empfindet man die aktuelle Situation?

Borussia AktuellBlacky: Als echter BVB-Fan – „Unser ganzes Leben…“ „Nur der BVB!“ – bin ich, sind wir total enttäuscht vom Verhalten des Vereines: Räumung der Plätze wegen Ausbreitung des VIP-Bereichs – das ist Kommerz auf Kosten des wirklichen Vereinsvermögens: Der treuen Fans. Wenn da mal nicht der Schuss nach hinten los geht – Fehler der Vergangenheit sollten eigentlich lieber nicht wiederholt werden…

Toto: Trotz Ankündigung hat sich bis heute niemand vom BVB mit mir in Verbindung gesetzt. Das ist schon ziemlich krass! WIR sind die richtigen Fans, die diesen Verein lieben und leben. Unser Leben ist sozusagen auf diesen Verein abgestimmt, sicherlich auch oft zum Leidwesen unserer Frauen/Partnerinnen. WIR sind keine „Schicki-Micki-Fans“, die nur zum BVB gehen, weil es gerade angesagt ist. Ich möchte gerne mal sehen, wo diese Fans bleiben, wenn es mal nicht mehr so gut läuft, was wir natürlich alle nicht hoffen wollen. Theo: Ich habe den Eindruck, dass die Echte Liebe hier nur von uns Fans gegeben wird.

Chicago: Da weitestgehend unsere ganze Fangruppe betroffen ist, haben wir in einen Brief an die Geschäftsführung den Wunsch geäußert, vergleichbare, zusammenhängende Plätze im Unterrang auf der West oder Ost zu bekommen. Außerdem haben wir angeboten, in einem persönlichen Gespräch unbürokratisch und schnell an einer Lösung mitzuwirken. Eine Antwort steht noch aus. Vielleicht zählt ja allein die kühle Rechnung, dass 200 Dauerkarten à ca. 600 € ca. 120.000 € (zzgl. DFB+CL-Spiele) bringen, 150 VIP-Plätze à ca. 7.000 € jedoch über eine Million. Wir unterstützen unseren Verein über Jahrzehnte, helfen unverbrüchlich in den schlimmsten Zeiten - und wenn alles wieder gut ist, zählt das nicht mehr.

Neven: Auf unsere sehr schnelle gemeinsame, ausgesprochen höfliche und respektvolle Antwort haben wir leider gar keine Rückmeldung bekommen bisher. Vielleicht kommt es ja noch zu einem gemeinsamen Gespräch; wenn man so in der Luft hängt, das Damoklesschwert der Verweisung über einem und ohne das kleinste Signal der Beachtung unserer Betroffenheit – das fühlt sich nicht schön an.

Kalle: Niemand liebt es, im Stadium der Ungewissheit zu leben, insbesondere, wenn nach der Ankündigung es klar ist, dass das vertraute Umfeld aufgegeben werden muss, ohne zu wissen, wie es nun weitergeht.

S.S.: Wir haben in einer Gemeinschaftsaktion einen Brief an den Unterzeichner der Kündigung, Herrn Treß, verfasst. Die aktuelle Situation ist natürlich total enttäuschend und unbefriedigend, da uns bislang noch kein Angebot oder eine Alternative aufgezeigt wurde. Über Jahrzehnte unterstütze ich den Verein und nehme nicht unerhebliche Strapazen auf mich, verfahre tausende von Kilometern – aber scheinbar zählt das nichts und ist manchen Entscheidungsträgern egal. Wenn ich dann im Mitgliedermagazin lese „Der Stammplatz für 2014/2015 ist sicher“, drängt sich mir das Gefühl auf, für dumm verkauft zu werden!

sg.de: Welches Verhalten hättet ihr euch vom BVB gewünscht? Was habt ihr vermisst?

Chicago: Einfach mal vorher reden. Mehr "Wir sind das Volk" und weniger "Friss oder stirb".

Kalle: Eine klare Begründung, warum unsere Sitzplätze aufgegeben werden müssen, hätte ich schon erwartet. Wir sind nicht nur mündige Bürger, darüber hinaus auch treue und leidenschaftliche schwarzgelbe Fans. Eindeutige Aussagen an Stelle unverbindlicher Formulierungen - wie "geplante Umstrukturierungen" - wären in der Sache angebracht gewesen. Man sollte uns schon zutrauen, auch für den Fan schmerzhafte Entscheidungen des eigenen Vereins verstehen und letzten Endes auch mittragen zu können.

Blacky: Die Pläne zum Um- bzw. Ausbau der Tribüne liegen doch nicht erst seit 2 Wochen vor! Eine persönliche Information seitens des BVB im Vornhinein wäre wünschenswert und fair gewesen. Und auf unser Schreiben haben wir bislang keine Antwort erhalten. Ignoranz ist ein schlechter Berater.

S.S.: Ich hätte mir eine offene Kommunikation gewünscht, dass sich jemand vorher mit uns in Verbindung setzt, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Und nicht so wie jetzt, einfach vor vollendete Tatsachen gesetzt zu werden.

Theo: Schön wäre eine schnelle und interessiert-zugewandte Antwort auf unser Schreiben vom 16.05.2014 (gewesen). So vermisse ich ein Gesprächsangebot, wo Alternativen, die unsere Wünsche achtsam würdigen, gemeinsam erwogen werden könnten.

Neven: Vermisst habe ich ein Zeichen des Willens, mit uns gemeinsam was zu finden, was passt. Aber es ist ja noch Zeit. Ich möchte nicht die Hoffnung aufgeben, die Kommunikationskultur in unserem Verein loben zu können – weil wir der BVB sind.

sg.de: Was würdet ihr euch jetzt wünschen, wie es weitergeht?

Blacky: Nach Möglichkeit eine annehmbare Alternative. Unsere Truppe möchte weiterhin gemeinsam mit dem BVB Freud und Leid teilen, nicht zersprengt auf irgendwelchen übrig gebliebenen Oberrang- oder Nordtribünenplätzen.

S.S.: Ein adäquates Angebot, das in erster Linie unsere Interessen und unsere langjährigen „Verdienste“ berücksichtigt, wir möchten möglichst weiterhin zusammenliegende Plätze behalten. Oberrang oder Nordtribüne wäre allerdings nicht wünschenswert.

Kalle: Als Anhänger und Aktionär des BVB von Anfang an hoffe ich auf ein faires Umgehen des Vereins mit unserem Anliegen, gemeinsam auf vergleichbare Plätze "versetzt" und wenn möglich, bei der Entscheidung hierüber mit eingebunden zu werden.

CNW: Ich hoffe auf einen fairen Ausgang, mit dem wir als treue und langjährige BVB-Fans zufrieden sein können.

Theo: Zu einer Echten Liebe gehören zwei. Ich wünsche mir, dass auch der BVB zu dieser Echten Liebe steht und dass es zu einer für alle Seiten tragbaren Lösung kommt.

Chicago: Die einvernehmliche zeitnahe Klärung der Angelegenheit, damit Verein und Fans zufrieden und im Konsens in die nächste Saison starten können.

sg.de: Vielen Dank für das Gespräch

mrg, 09.06.2014

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