Warmlaufen

Das finale Ende?!

11.12.2013, 04:45 Uhr von:  Redaktion

Sollte der BVB heute im Finale gegen Marseille verlieren, ist das Ende einer großen Ära wohl endgültig eingeläutet. Die Angst vor dem Versagen ist bei den Spielern, als auch bei allen Fans bereits ins Unermessliche gestiegen. Spieler erfinden immer neue Gebrechen, um nur nicht an diesem entscheidenden Spiel teilnehmen zu müssen. Die Fans, die noch vor einem halben Jahr als Reisefreudig galten, trauen sich inzwischen nicht mehr die Stadtgrenzen Dortmunds zu überschreiten. So muss es sich bei den 2.500 „Fans“ aus Dortmund um Aussätzige handeln, die in manchen Kreisen auch als „Ultras“ bezeichnet werden.

Gegensätzlicher könnten die Voraussetzungen beider Mannschaften für dieses Spiel heute nicht sein. Baut man in Marseille gerade etwas ganz Großes auf, restauriert den Fußballtempel Velodrome und setzt auf Kontinuität auf dem Trainerposten, debattiert man in Dortmund über fehlende Eingänge und offenbart seine Hilflosigkeit, wenn es um die taktische Aufstellung geht. Statt zu trainieren übt man Experimente aus, spielt mit den Positionen der einzelnen Spieler, als seien es Schachfiguren. Spielte Großkreutz jemals als Innenverteidiger?

„Wir werden nichts riskieren“ (J. Klopp)

SahinIm Geheimen munkelt man schon, dass Jürgen Klopp längst nicht mehr die Mannschaft erreicht. Insider sprechen von einen mysteriösen Dr. Markus Braun, der die Aufstellung der Dortmunder Mannschaft inzwischen kontrolliert. Eine ausgiebige Recherche bei Google ergab indes folgendes Ergebnis: Bei diesem Herrn Dr. Braun handelt es sich entweder um einen Unternehmensberater, oder aber um einen Orthopäden und Unfallchirurgen. Welche Rolle er jetzt genaue inne hat ist allerdings nur schwer zu sagen. Fakt ist, dass er es geschafft hat, dass alle Welt über Nuri Sahin spricht, was zumindest für die Theorie spricht, dass er ein Profi in Sachen Marketing ist. Ganz Dortmund, oder zumindest all diejenigen die sich für den BVB interessieren, haben das Schicksal des BVB mit der Gesundheit von Nuri Sahin verknüpft. Vielleicht sollten sich die Spieler Gündogan, Schmelzer, Bender, Subotic, Hummels und all die anderen nicht genannten einmal ernsthafte Gedanken um ihre Vermarktung bzw. über ihr Verhältnis zu Herrn Dr. Markus Braun machen.

„Spielpraxis haben sie jetzt“ (J. Klopp)

Nachdem der Kinderriegel Subotic /Hummels das Haltbarkeitsdatum anscheinend überschritten hat, könnte es gegebenenfalls zu einer „Neuauflage“ dieses Erfolgsproduktes kommen. Mit den jungen Sarr und Günter stehen Jürgen Klopp zwei frische Abwehrtalente zu Verfügung, von denen zumindest einer eine Alternative zu Großkreutz an der Seite von Sokratis sein könnte.

„Sie werden Kämpfen“ (J. Klopp)

Ganz anders kommen die frischen Franzosen von der wunderschönen Cote D Azur daher. Nachdem man für sich am letzten Wochenende beschlossen hat, dass Trainer vollkommen überbewertet werden und der Posten auch durch den Manager ausgeübt werden kann, wandeln sich die negativen Schwingungen nach neun Niederlagen in dreizehn Spielen in positive Energie um. Ausfälle wie die der gesperrten Defensivspezialisten Nkoulou und Romaro oder das Fehlen der „Superstars“ Valbuena und Andre Ayew werden kaum etwas ändern können, dass Marseille alles daran setzen wird, nicht punktlos aus der Champions-League auszuscheiden.

„Derby in der Euro-League“

Auch wenn die Euro-League auch sicher ihre Reize hat, Turin als Endspielort sicherlich eine preisgünstigere Variante zu Lissabon ist, das Eis in Italien einfach besser schmeckt, sollte Dortmund alles daran setzen, aus eigener Kraft in die nächste Runde einzuziehen. Ein Derby in der Euro-League würde vermutlich aus Sicherheitsgründen um 13 Uhr angepfiffen werden und dies lässt sich bei den meisten einfach nicht mit der Mittagspause vereinbaren. Viel schlimmer allerdings wäre, dass unsere geliebten Nachbarn in blau und weiß dann auf jeden Fall im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden würden.

So könnten sie spielen:

Marseille: Mandanda - Fanni, Lucas Mendes, Diawara, Morel - Lemina, Imbula, Cheyrou - Thauvin, Gignac, Khelifa


BVB: Weidenfeller - Piszczek, Großkreutz, Sokratis, Durm - Sahin, Kehl - Aubameyang, Mkhitaryan, Reus - Lewandowski

Christoph, 11.12.13

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