Warmlaufen

Mit einem Hexenkessel gegen Arsenal Richtung Achtelfinale

05.11.2013, 17:01 Uhr von:  Redaktion

Arsene Wenger zeigte sich optimistischUnd wieder der Arsenal Football Club - nach dem berauschenden 6:1-Heimtriumph gegen den VfB Stuttgart wartet nun auf alle Borussen ein Déjà-vu-Erlebnis. Vor knapp zwei Jahren waren die Gunners zuletzt im Westfalenstadion zu Gast - und trotz eines überragenden Spiels schaffte der BVB seinerzeit im September 2011 nur mit viel Glück noch ein 1:1: Ivan Perisic egalisierte mit seinem Kunstschuss zwei Minuten vor dem Schlusspfiff die Londoner Führung durch Robin van Persie.

Und was ist seither nicht alles passiert? Nicht nur, dass beide Torschützen mittlerweile andere Trikots tragen - auch beide Mannschaften nahmen eine unglaubliche Entwicklung.

Für den BVB war jene Partie gegen Arsenal das erste Champions-League-Spiel seit gefühlten Ewigkeiten, seither marschierte man 2012 durch die nationalen Wettbewerbe, sicherte sich das Double und zog ein Jahr später sogar ins Champions-League-Finale ein. Arsenal hingegen mutiert gerade in dieser Saison nach langer Zeit einmal wieder zu einem ernsthaften Meisterschaftskandidaten und reist als Tabellenführer mit einer nationalen Liga-Bilanz von acht Siegen aus zehn Spielen an die Strobelallee. Zudem dürfte die Mannschaft von Trainer Arsene Wenger auch eine gehörige Portion Wut mitbringen: Das 1:2 im heimischen Stadion gegen den BVB liegt erst zwei Wochen zurück. Den Gunners wird der Sinn sicherlich nach Revanche stehen.

Klopp zeigte sich wie immer gut gelauntEin Sieg ist für beide Mannschaften fast schon zwingend notwendig, wenn man die nächste Runde erreichen will. Gerade angesichts der Konstellation mit drei Mannschaften, die zur Halbzeit der Vorrunde jeweils sechs Punkte erspielt haben, sind Siege gegen die unmittelbare Konkurrenz besonders wichtig. Die Borussia ist dabei in der komfortablen Situation, nun zunächst Arsenal und am 26. November gegen Neapel die direkten Konkurrenten im Kampf ums Achtelfinale vor der Gelben Wand begrüßen zu dürfen. Mit zwei Siegen wäre die nächste Runde zum Greifen nahe.

Beim BVB dürfte Trainer Jürgen Klopp seine Mannschaft im Vergleich zum Ligaspiel gegen Stuttgart vermutlich nur auf einer Position verändern: Für Sokratis wird wahrscheinlich Subotic wieder in die Vierer-Abwehrkette rücken. Eine Option, insbesondere für schnelle Gegenangriffe, könnte Aubameyang für Mkhitaryan sein, sodass Reus in die Zentrale rutscht und die Sprinter Kuba und „Auba“ über die Außenbahnen kommen - wie zuletzt von Beginn an gegen Braunschweig (2:1) praktiziert. Letztlich ist eine Änderung in der offensiven Dreierreihe aus Blaszczykowski, Mkhitaryan und Reus jedoch wohl eher unwahrscheinlich. Die Doppelsechs aus Sahin und Bender stellt sich mangels Alternativen quasi von selbst auf und Lewandowski ist in der Sturmspitze ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Das WS muss zum Hexenkessel werdenArsenal dürfte ebenfalls im eingeübten 4-2-3-1 an den Start gehen. Vor Torhüter Szczesny werden wohl Sagna, Mertesacker, Koscielny und Gibbs die Viererkette bilden. Ramsey und Arteta spielen davor auf der Doppelsechs und wollen insbesondere die Dreierreihe davor in Szene setzen. Fraglich, ob Jack Wilshere hierbei nach seinen Knöchelproblemen rechtzeitig fit wird. Ansonsten dürfte Tomas Rosicky wohl eine abermalige Rückkehr ins Westfalenstadion erleben und neben dem Fixpunkt Özil sowie Santi Cazorla und der Spitze Giroud am und im Dortmunder Strafraum für Gefahr sorgen.

Eine wichtige Rolle wird dem schwarzgelben Anhang am Mittwoch zukommen. Die Aufbereitung des Derbys muss dann, wie bereits am Freitag, für 90 Minuten ruhen, alle rund 60.000 Schwarzgelben müssen wie ein Mann hinter der Borussia stehen und den schwarzgelben Fußballtempel in einen Hexenkessel verwandeln. Ein Sieg gegen Arsenal wäre ein Meilenstein auf dem Weg in die K.O.-Runde - und mit der Gelben Wand im Rücken stehen die Voraussetzungen sehr gut.

Daniel, 05.11.2013

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