Warmlaufen

Traum von Amsterdam

20.11.2012, 22:20 Uhr von:  Redaktion

Ajax Amsterdam und der BVBDer Traum von dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions-League könnte sich bereits in Amsterdam erfüllen. Es wäre der absolute Wahnsinn, sollte sich Borussia bereits am vorletzten Spieltag der Gruppenphase in der sogenannten Todesgruppe durchsetzen. Holt man lediglich einen Punkt, so wäre man sicher eine Runde weiter. Wurde man in der letzten Saison für das frühe Ausscheiden noch im besten Fall müde belächelt, so hat man bisher schon ein gewaltiges Ausrufezeichen auf internationaler Ebene setzen können.

„Traum von Amsterdam…“

Zuversichtlich, aber mit einer gehörigen Portion Respekt, reist der BVB mit dem Flieger nach Amsterdam. Der 1:0 Sieg im Hinspiel war eher glücklich als hochverdient. Der niederländische Rekordmeister wirkte im Westfalenstadion sehr ballsicher, praktizierte ein sehr kompaktes Spiel gegen den Ball und ließ den Dortmundern kaum Freiräume. Doch die Karten sind im Rückspiel neu gemischt. Amsterdam muss auf Sieg spielen, will man in der Champions-League überwintern. Beim letzten Ligaspiel gewannen sie ohne große Anstrengung gegen den Tabellenvorletzten aus Venlo mit 2:0. Ähnlich wie die Dortmunder gegen Fürth versuchte man kräfteschonend zu agieren. In der Liga steht Ajax „nur“ auf dem vierten Tabellenplatz und bereits schon neun Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Eindhoven. Der Punkteabstand kommt einem irgendwie bekannt vor….

Aus Amsterdamer Sicht beruft man sich besser auf die Statistik. Denn was man dort zu lesen findet, macht aus Dortmunder Sicht weniger Freude. Beispiel gefällig: Amsterdam hat bisher nur eins von 13 Heimspielen gegen deutsche Mannschaften verloren. Dennoch würde es irgendwie zu dieser jungen Dortmunder-Truppe passen, jene Statistik zu widerlegen.

Kuba, Großkreutz oder Perisic

Jürgen Klopp hat die Qual der Wahl. Wer hätte mit dem Einsatz von Perisic gegen Fürth gerechnet? Wer hätte gedacht, dass Kuba nach seiner Verletzung ein so gelungenes Comeback auf den Rasen legt? Gespannt darf man sein, für wen Klopp sich gegen Ajax entscheidet. Ziemlich sicher ist, dass Götze, Reus und Lewandowski in der Startelf stehen werden und es nur einen Platz für die drei genannten Spieler in der Startelf geben wird. Eine weitere offene Frage ist, ob Jürgen Klopp die erfolgreiche „Doppelsechs“ mit Bender und Gündogan auf den Platz schickt, oder doch den erfahrenen „Maskenmann“ Sebastian Kehl vor der Abwehr walten und verwalten lässt.

Fischer für Babel

Die Gastgeber hingegen müssen ihren Stürmer verletzungsbedingt ersetzen. Der Ex-Hoffenheimer Babel hat sich die Schulter ausgekugelt und kann gegen den BVB nicht auflaufen. Sehr wahrscheinlich wird für ihn der 18jährige Däne Victor Fischer sein Champions-League-Debüt geben. Ansonsten kann Trainer de Boer aus den Vollen schöpfen. Mit Christian Poulsen trifft man auf einen alten Bekannten aus der Bundesliga, der zu den international erfahrenen Spielern von Ajax zählt. Dass Ajax ein Weiterkommen in der Champions-League zu recht noch nicht aufgegeben hat, zeigen die Ergebnisse gegen Manchester City. Zuhause jagte man die Engländer mit einem 3:1 aus der Halle und holte im Rückspiel ein 1:1 auf der Insel, bei dem durchaus auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Lediglich gegen Madrid wirkte Ajax bei der 1:4 Niederlage Zuhause etwas überfordert. OK, wer ist schon Real Madrid…

(K)ein Feiertag für Fußballfans?!

Rund 6000 Anhänger werden den BVB in die AmsterdamArena begleiten. Viele von ihnen haben sich über "andere" Wege Karten ergattert und werden den BVB in seinem letzten Gruppen-Auswärtsspiel begleiten. Die beiden bisherigen Auswärtstouren wurden förmlich zu richtigen Fußballfesten. Doch Amsterdam ist nicht Manchester geschweige denn Madrid. DIe Polizei warnt die BVB-Fans vor dem agressiven Amsterdameranahng und bittet möglichst direkt an- und abzureisen. Hinzukommt, dass in der Öffentlichkeit kein Alkohol konsumiert werden darf. Wer in Holland schon mal falsch geparkt hat weiß, dass niederländische Ordnungsamt kennt keinen Spaß und verhängt teure Strafen.

So könnten sie spielen:

Ajax Amsterdam: Vermeer – van Rhijn, Alderweireld, Moisander, Blind – S. de Jong, Poulsen, Schöne – Boerrigter, Eriksen, Fischer

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Gündogan – Reus, Götze, Großkreutz – Lewandowski

Christoph, 20.11.2012

Der Traum von dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions-League könnte sich bereits in Amsterdam erfüllen. Es wäre der absolute Wahnsinn, sollte sich Borussia bereits am vorletzten Spieltag der Gruppenphase in der sogenannten Todesgruppe durchsetzen. Holt man lediglich einen Punkt, so wäre man sicher eine Runde weiter. Wurde man in der letzten Saison für das frühe Ausscheiden noch im besten Fall müde belächelt, so hat man bisher schon ein gewaltiges Ausrufezeichen auf internationaler Ebene setzen können.
„Traum von Amsterdam…“
Zuversichtlich, aber mit einer gehörigen Portion Respekt, reist der BVB mit dem Flieger nach Amsterdam. Der 1:0 Sieg im Hinspiel war eher glücklich als hochverdient. Der niederländische Rekordmeister wirkte im Westfalenstadion sehr ballsicher, praktizierte ein sehr kompaktes Spiel gegen den Ball und ließ den Dortmundern kaum Freiräume. Doch die Karten sind im Rückspiel neu gemischt. Amsterdam muss auf Sieg spielen, will man in der Champions-League überwintern. Beim letzten Ligaspiel gewannen sie ohne große Anstrengung gegen den Tabellenvorletzten aus Venlo mit 2:0. Ähnlich wie die Dortmunder gegen Fürth versuchte man kräfteschonend zu agieren. In der Liga steht Ajax „nur“ auf dem vierten Tabellenplatz und bereits schon neun Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Eindhoven. Der Punkteabstand kommt einem irgendwie bekannt vor….
Aus Amsterdamer Sicht beruft man sich besser auf die Statistik. Denn was man dort zu lesen findet, macht aus Dortmunder Sicht weniger Freude. Beispiel gefällig: Amsterdam hat bisher nur eins von 13 Heimspielen gegen deutsche Mannschaften verloren. Dennoch würde es irgendwie zu dieser jungen Dortmunder-Truppe passen, jene Statistik zu widerlegen.
Kuba, Großkreutz oder Perisic
Jürgen Klopp hat die Qual der Wahl. Wer hätte mit dem Einsatz von Perisic gegen Fürth gerechnet? Wer hätte gedacht, dass Kuba nach seiner Verletzung ein so gelungenes Comeback auf den Rasen legt? Gespannt darf man sein, für wen Klopp sich gegen Ajax entscheidet. Ziemlich sicher ist, dass Götze, Reus und Lewandowski in der Startelf stehen werden und es nur einen Platz für die drei genannten Spieler in der Startelf geben wird. Eine weitere offene Frage ist, ob Jürgen Klopp die erfolgreiche „Doppelsechs“ mit Bender und Gündogan auf den Platz schickt, oder doch den erfahrenen „Maskenmann“ Sebastian Kehl vor der Abwehr walten und verwalten lässt.
Fischer für Babel
Die Gastgeber hingegen müssen ihren Stürmer verletzungsbedingt ersetzen. Der Ex-Hoffenheimer Babel hat sich die Schulter ausgekugelt und kann gegen den BVB nicht auflaufen. Sehr wahrscheinlich wird für ihn der 18jährige Däne Victor Fischer sein Champions-League-Debüt geben. Ansonsten kann Trainer de Boer aus den Vollen schöpfen. Mit Christian Poulsen trifft man auf einen alten Bekannten aus der Bundesliga, der zu den international erfahrenen Spielern von Ajax zählt. Dass Ajax ein Weiterkommen in der Champions-League zu recht noch nicht aufgegeben hat, zeigen die Ergebnisse gegen Manchester City. Zuhause jagte man die Engländer mit einem 3:1 aus der Halle und holte im Rückspiel ein 1:1 auf der Insel, bei dem durchaus auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Lediglich gegen Madrid wirkte Ajax bei der 1:4 Niederlage Zuhause etwas überfordert. OK, wer ist schon Real Madrid…
So könnten sie spielen:
Ajax Amsterdam: Vermeer – van Rhijn, Alderweireld, Moisander, Blind – S. de Jong, Poulsen, Schöne – Boerrigter, Eriksen, Fischer
Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Gündogan – Reus, Götze, Großkreutz – Lewandowski

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