Unsa Senf

Die Trötschaft

15.08.2011, 21:08 Uhr von:  Redaktion

Unter die Tribüne mit dem Wägelchen schlich,
Dietmar, ein Beschallungsgeräte dabei,
ihn stellten der Wachposten gar zwei.
„Was willst du mit dem Geräte, sprich?"
„Borussen beschallen", erklärte Sinsheims Herrscherich.
„Nun macht aus den Weg Euch, ihr zwei Flöten,
der Didi, der will jetzt probetröten."

„Ich hab," erklärt dieser, „die Schnauze gar voll
und stelle das Ding auf im Nu,
dann ists mit dem Singen endlich mal Ruh.
Mich beschimpft hier jeder schwatzgelbe Proll,
Mich, den Laureus-Gewinner, ich bin doch so toll.
Doch vorbei gehen an mir wird der Becher,
ich hab schließlich nen tollen Pressesprecher."

Da lachen die Posten und lassen ihn machen.
Der Dietmars wird's schaffen wie immer
und selbst wenn nicht, für sie wird's nicht schlimmer.
Doch Didi weiß es besser, für sie gibt's nichts zu lachen.
Als Bauernopfer auserkoren, hat er die zwei Wachen.
Und hört er die Gesänge mit hochroten Kopf,
dann drückt er geschwind dem Geräte sein' Knopf.

Doch diesmal wars anders, diesmal fiels auf.
Dem Didi Pardon gewähren wir keins,
das läuft nicht genauso wie gegen Frankfurt und Mainz.
„Die Vuvuzela wars", antwortete man darauf.
Doch vom Geräte gibts Fotos und es nimmt seinen Lauf.
Man rudert zurück, man rudert gar weit.
Wers denn jetzt war, man wüsste Bescheid.

„Ein Spaßvogel, ein schelmischer Mann."
Und ein Wachposten ward entlassen im Nu',
vom Didi gabs dafür einen schicken Gucci-Schuh.
Und Dietmar ruft sofort die heimische Hofpresse an:
„Der Fall ist geklärt, die Akte schließen man kann."
Und so endet das Gedicht mit Worten, gar harschen,
„Mensch Dietmar, wen willst du damit verarschen?"

Sascha, 15.08.2011

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