Unsa Senf

Kevins Kolumne - Mein Spiel gegen Cristiano Ronaldo und eine schwere Woche

27.08.2009, 18:50 Uhr von:  Redaktion

Kevins KolumneEine schwere Woche liegt hinter Kevin Großkreutz und der BVB-Mannschaft. Vier Gegentore gab es gegen den HSV, fünf gegen Real Madrid. Direkt danach wartete der Champions League-Teilnehmer VfB Stuttgart auf die Schwatzgelben. Kevin Großkreutz erzählt im zweiten Teil seiner Kolumne von seinem Spiel gegen Cristiano Ronaldo und wie die Südtribüne ihm sagte, was er auf dem Platz machen solle. Kevins Kolumne - hier schreibt der Profi.

"Hallo, Leser von schwatzgelb.de,

Nun bin ich seit einigen Wochen beim BVB. Es ist ganz anders als in Ahlen. Alles ist viel größer. Das Umfeld und natürlich vor allem die Kulisse. Auch beim Training schauen viel mehr Fans zu. Ich finde es toll. Nicht ganz so toll war das Spiel in Hamburg. Nach dem Spiel saßen wir alle ziemlich enttäuscht in der Kabine. Unser Trainer hat uns per Videoanlayse die Fehler aufgezeigt, die wir gemacht haben. Wir haben den Hamburgern vor allem viel zu viele Räume gelassen.

Das wollten wir gegen Real Madrid vier Tage später besser machen. Ich stand ja von Anfang an auf dem Platz. Mein Gegenspieler war Cristiano Ronaldo, der 94 Millionen-Spieler. Das hat mich auf dem Platz aber herzlich wenig interessiert, gegen wen ich da gespielt habe. Da war es ja egal, wem man den Ball abnehmen wollte, waren ja eh alles Weltstars. Ich finde, wir haben in der ersten Halbzeit ganz gut gespielt. In der 61. Minute wurde ich dann ausgewechselt. Ronaldo hat man ehrlich gesagt nicht so angemerkt, dass er 94 Millionen Euro wert ist. Da hat Kaka viel stärker gespielt.

Gegen Stuttgart wollten wir dann die Neun-Gegentore-Woche vergessen machen. Die Stimmung in der Kabine direkt vor dem Spiel war ziemlich angespannt. Alle wollten ordentlich Gas geben. Das ist uns auch, denke ich, ganz ordentlich gelungen. Eine Viertelstunde vor Schluss hat Jürgen Klopp mir dann gesagt, dass ich reinkomme. Da stand es 1:1. Irgendwann habe ich den Ball in der Stuttgarter Hälfte bekommen. Und plötzlich habe ich eine Lücke in der Stuttgarter Hintermannschaft gesehen. Ich bin einfach mit dem Ball in die Lücke gestürmt. Dann habe ich nur noch die Südtribüne rufen hören: Schieß! Mir schien, als habe es die ganze gelbe Wand gerufen. Ich habe dann geschossen. Naja, schade, dass der Ball nicht rein ging.

Wäre geil gewesen, vor der Süd mein erstes Tor für meinen, für unseren BVB zu schießen. Ich glaube, wenn mir das gelingen würde, dann könnte mich keiner aufhalten, so sehr würde ich dann abgehen.“

Schwatzgelbe Grüße,

Kevin

Aufgezeichnet von DvB, 27.08.2009

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