Unsa Senf

Wie Michael Meier mein Leben veränderte

09.04.2009, 18:51 Uhr von:  Redaktion

SelbsthilfegruppeZugegeben, der Abgang von Michael Meier beim BVB war etwas unrühmlich und manch böses Wort ist gefallen. Aber jetzt, da etwas Zeit ins Land gegangen ist, finden wir von Schwatzgelb.de, dass das Kriegsbeil so langsam begraben werden sollte und haben aus diesem Grund bekannte Persönlichkeiten gebeten, uns zu erzählen wie Michael Meier ihr Leben und Arbeiten beeinflusst hat.

Rick Wagoner, Ex-Chef von General Motors: Well, Michael ist für mich das, was wir Amerikaner einen „good fellow" nennen. Ich habe ihn damals getroffen in Bochum, wo ich habe besucht das Werk von Opel und anschließend das Soccer-Match gegen Borussia Dortmund. Er plauderte ein bisschen aus die, wie sagt ihr Deutschen... Nähkästchen und das war wirklich crazy was der so alles angestellt hat. Zwei Jahre später, als der „Big Bang" bei GM kurz bevor stand, habe ich ihn nochmal angerufen und gefragt „Michael, what the fuck war das nochmal mit diese Verpfändung?" Er hat mir dann noch einmal erklärt, wie man das macht und niemand bekommt etwas mit. Drei Wochen später unsere Bilanz war wieder top und Opel gehörte zur Hälfte McDonalds und zur anderen Hälfte den bin Ladens. Ich habe Michael wirklich viel zu verdanken. Great guy.

Franjo Pooth, bekannt aus der Bunten und der Sparkassen Hauspostille: Leider habe ich Herrn Meier noch nie persönlich getroffen, aber von ihm habe ich gelernt, niemals aufzugeben. Das war damals 2003 als ich mit der Firma „Maxfield" kurz vor der Pleite stand und die Wahl treffen musste, Insolvenz anzumelden oder einfach weiter zu machen. Da habe ich dann seinen Satz gelesen, dass seine Mutter ihm gesagt habe „Wo andere schon aufgeben, da fangen wir Meiers erst an zu kämpfen". Das hat mich tief bewegt und zum Weitermachen angespornt. Ok, ich heiße zwar nicht Meier sondern Pooth und die Worte meiner Mutter waren: „Von mir kriegst du keinen Cent, wozu hast du schließlich diese reiche Dumpfbacke geheiratet", aber seine Worte haben mir die Kraft gegeben, dagegen an zu kämpfen. Ich glaube schon, dass wir verwandte Seelen sind und letztendlich ist es für uns beide ja auch gut ausgegangen. Er hat jetzt seinen Geißbock und ich meine Verona. Vielleicht können wir ja mal tauschen.

Florian Homm, bewirbt sich gerade um die Rolle des Dr. Kimble im Re-Remake von „Auf der Flucht": Man, der Michael, das ist eine Granate. Bis ich beim BVB ein paar Aktien gekauft habe, dachte ich immer, ich wäre eine große Nummer was undurchsichtige Geschäfte angeht. Aber als ich mich da mal in der Geschäftsstelle durch die Kellerarchive gelesen habe, wusste ich, dass ich da einem absoluten Meister gegenüberstehe. Ich muss zugeben, dass ich da selbst nicht alles so ganz verstanden habe. Hat er nun die Markenrechte auf die Stadionbetreibergesellschaft überschrieben und dann anschließend die Gesellschaft an Sahle verpfändet, um mit dem Geld Hochglanzprospekte für den Molsiris-Fonds zu drucken, oder dem e.V. überteuerte Aktien aufgedrückt, um mit dem Erlös die Markenrechte an Evanilson aus Parma zurück zu leasen? Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mit ihm verbracht und mehr von ihm lernen können. Vielleicht wäre dann mein Leben später anders verl.... Oh, ich muss weg. Das klingt da draußen nach mehreren Harleys.

Gordon Brown, Premierminister Großbritannien: Oh, indeed, richtig amused war ich nicht, als ich hörte, dass mein Freund Michael in Dortmund so unbeliebt ist. Believe me, ich weiß, wie das ist. Unsere persönliche Beziehung hat das nie belastet, im Gegenteil. Von Michael hab ich die wichtigste Exit-Strategie meines Lebens gelernt. Als ich noch britischer Finanzminister war und mir das mit den Zahlen über den Kopf gewachsen ist, bin ich einfach abgehauen. Seitdem hab ich diesen anderen Job, den ich eigentlich noch besser finde als den alten. Ich glaub, Michael geht es genauso.

Peter Bond, Ex-Glücksrad-Moderator: Ich kenn den Michael ja noch aus Jugendzeiten, als wir auf der Klosterschule immer heimlich im Unterricht Kartenhäuser gebaut haben. Die vom Michi sind meistens in sich zusammengef.., ähm, was ich eigentlich erzählen wollte: Unsere Freundschaft ist geblieben, obwohl wir uns beruflich auseinander entwickelt haben. Er hat ja schon früh mit Geld zu tun gehabt, da hab ich noch Schmuddelfilmchen gedreht. Das, was ich dabei verdient habe - und das war nicht schlecht für son bisschen rein und raus, das kann ich euch sagen - hat der Michi für mich in Fonds angelegt. Gute Ideen hatte der! Als ich ihn dann neulich angerufen habe, um ein bisschen Geld daraus für ein neues Auto lockerzumachen - Abwrackprämie, ihr wisst schon - hat er mich auf dem Handy immer weggedrückt. Zum Glück rief ne Stunde später son Typ von RTL an und fragte, ob ich ins Dschungelcamp gehen würde. Hab ich gemacht. Jetzt fahr ich nen neuen Daihatsu Cuore.

Felix/Sascha, 07.04.2009

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