Im Gespräch mit...

Video: Football's coming home - BVB-Fans from UK

27.04.2009, 17:06 Uhr von:  Redaktion

südtribüne dortmund vor dem spielNeil, Robert, Matthew und Justin kommen aus England, genauer aus Dover, respektive Broadstairs in der schönen Grafschaft Kent, unweit des Channel Tunnels. Vor vier Jahren, England hatte sich irgendwie doch noch für die WM qualifiziert, war es der Zufall, der die 4 Briten erstmals nach Dortmund verschlug. In der großen Karten-Lotterie zogen sie mit Kaiserslautern einen Trostpreis und mit dem Spiel Brasilien gegen Japan den Hauptpreis. So kamen sie vor knapp 3 Jahren erstmals ins Westfalenstadion und wohnten hoch oben auf der Osttribüne dem Spiel Brasilien gegen Japan bei. Das Stadion beeindruckte sie, und noch viel mehr beeindruckte sie die offenherzige Art der Menschen hier im Pott. Sie wollten unbedingt noch einmal wiederkommen, den Verein, der in diesem Stadion spielt, sehen und dieses Stadion im Ligaalltag erleben.

Lange Zeit verfolgten sie die Entwicklung der Schwatzgelben im Internet oder, wenn mal ein Spiel der Borussia übertragen wurde, auch auf Setanta, dem kleinen Sky-Sports-Konkurrenten, der im UK die Bundesliga-Rechte hält. Und immer wieder war da dieser Gedanke, wir müssen unbedingt einmal zum Spiel ins Westfalentadion. Am 7.3.2008 war es dann soweit. An einem Freitagabend machten sie sich auf den Weg unter dem Kanal hindurch, über Frankreich, Belgien und Holland in Richtung Westfalenstadion.

Alle Wege führen nach Dortmund! Das fiel ihnen schon auf der Fahrt auf. An einer Autobahnraststätte in Belgien traf die Reisegruppe auf die ersten Borussen. Ein Bild, das sich einbrannte. Wie kann ein Verein so eine Anziehungskraft haben? Das, was sie anschließend von unserer Borussia zu sehen bekamen, hätte sie eigentlich abschrecken müssen. Während der Doll-Depression hatte sich die Hertha aus Berlin angesagt. Es war, wie der Spielbericht auf schwatzgelb.de in Erinnerung ruft, ein „insgesamt dann doch sehr langweiliges Friday Night Match“. Für Neil, Robert, Matthew und Justin ging es am nächsten Tag noch nach Duisburg. In der Hellmich-Arena sahen sie ein weiteres 1-1, diesmal im tristen Absteigerduell zwischen den hiesigen Zebras und der leckgeschlagenen Kogge aus Rostock.

Doch an diesem Wochenende verloren sie ihr Herz endgültig. Nicht Liverpool, nicht Arsenal, nicht die Spurs und auch nicht Chelsea sind spätestens seit diesem grauen Märzabend der Club ihrer Wahl. Bereits auf der Heimreise planten sie ihren nächsten Trip in die Westfalenmetropole. Auf ebay ersteigerten sie alte Trikots, aus dem Netz holten sie sich die Fanlieder. „Eine Stunde vor Dortmund legt Robert die CD auf und wir singen alle mit“. In dieser Saison bereits fünf Mal. Morgens geht es um 4 Uhr in der Früh los, zurück sind sie gegen 22 Uhr am Abend. Dazwischen liegen knappe zehn Stunden Fahrt, ein paar Bratwürste, Gespräche mit Heim- und Auswärtsfans, gutes Dortmund-Beer und 90 min voller Leidenschaft.

Schwatzgelb.com traf die 4 vor dem Spiel gegen den HSV im Strobels. Von dort ging es zur Haltestelle Westfalenstadion. Ein kühles Flaschenbier später sprachen wir mit ihnen über die Unterschiede zwischen dem englischen und deutschen Fußball, über ihre Leidenschaft zu Borussia Dortmund und über den ewigen Zweiten aus der häßlichsten Stadt der Welt.

Der zweite Teil des Interviews folgt in Kürze hier.

Steph, Peter 27.04.2009

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