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Endlich gegen den FC Barcelona

16.09.2019, 18:48 Uhr von:  Vanni
Endlich gegen den FC Barcelona

Ils sont les meilleurs
Sie sind die Besten
These are the champions

Die Meister
Die Besten
Les grandes équipes
The champions

Wenn am Dienstagabend kurz vor 21 Uhr diese wohl bekannten Zeilen durch das Westfalenstadion schallen, wird für viele Fans in schwarzgelb ein kleiner Traum in Erfüllung gehen. Borussia Dortmund empfängt den FC Barcelona, einen der größten europäischen Namen der vergangenen Jahre. Es ist ein sehr klangvoller Name, was nicht nur, aber auch an der Personalie um Superstar Lionel Messi liegt. Und es ist einer der letzten Makel, der am Dienstag ausgemerzt werden wird, weil es lange dauern musste, bis die Katalanen im Ruhrpott gastieren dürfen. Geht man auf die Straße und fragt 100 Passanten, welche Vereinsnamen sie mit der Champions League verbinden, man wird sehr häufig die Antwort „FC Barcelona“ bekommen. Und wenn sich dann die eigene Mannschaft mit einer der besten Mannschaften der Welt messen darf, so ist das immer noch ein besonderes Gefühl, das bei vielen Borussen für eine Menge Vorfreude sorgen dürfte.

Axel Witsel dürfte auch gegen den FC Barcelona beginnen
Axel Witsel dürfte auch gegen den FC Barcelona beginnen

Und ja, da wäre auch die Personalie Lionel Messi. Ich denke, es gibt keine großen Diskussionen darüber, dass der Argentinier einer der besten Spieler der Welt sein dürfte. Die letztlich leidige Diskussion und der Vergleich mit Cristiano Ronaldo dürfen an dieser Stelle ruhig mal ausgespart werden, aber es wird schon seine Gründe haben, dass viele Kinder auch in Deutschland mit einem Barcelona-Trikot mit der Nummer 10 herumlaufen. Und so viel Fanboytum sei mir an dieser Stelle vielleicht auch erlaubt, wenn ich diesen Spieler einfach ganz gerne mal live in Aktion erleben möchte. Und dann auch noch im eigenen Westfalenstadion, gegen den eigenen Herzensverein. Da kann man nun wirklich ein bisschen ins Schwärmen geraten. Dabei ist immer noch unklar, ob Messi überhaupt in der Lage sein wird, anzutreten. Im Sinne des Sports sei ihm und dem FC Barcelona das aber von dieser Stelle aus gewünscht.

Und dann gibt es noch Geschichten wie die von Paco Alcacer, der sich mit seinem ehemaligen Verein messen werden wird. Paco ist zweifellos aktuell in Topform und vielleicht sogar in der besten Verfassung, seitdem er beim BVB spielt und so wie man den Spanier einschätzen darf, wird er hochmotiviert sein, seine alten Kollegen, bei denen er viel zu selten eine Rolle spielte, ein wenig zu ärgern und seine Serie von Pflichtspiel-Treffern für den BVB weiter auszubauen. Auf der anderen Seite tritt Marc-André Ter Stegen in seinem Heimatland an und wird sich ebenso weiter auszeichnen wollen, um den Zweikampf im Tor der Nationalmannschaft mit Manuel Neuer weiter ein wenig offener zu halten. Wäre Mateu Morey nach seiner Schulterverletzung schon wieder eine Option, hätte man sogar noch einen weiteren Spieler, der gegen seine alte Mannschaft antreten wird.

Paco Alcacer hat hoffentlich erneut Grund zum Jubeln
Paco Alcacer hat hoffentlich erneut Grund zum Jubeln

Angesprochen auf die Frage, was er von seiner Mannschaft für das Spiel gegen den FC Barcelona erwarte, antwortete Lucien Favre bei der Pressekonferenz, dass man über 95 Minuten auf den Punkt da sein müsse. Dem kann nur schwerlich widersprochen werden. Mut macht dabei aber vielleicht die Leistung vom vergangenen Wochenende, als die Borussia den Eindruck machte, über die komplette Spielzeit vor allem in der Defensive hochkonzentriert und sorgsam zu arbeiten. Sollte Ähnliches gelingen, wäre dies schon ein wichtiger Schritt, wenn am Ende neben der attraktiven Auseinandersetzung mit den Katalanen auch etwas Zählbares herausspringen soll. Nun haben die Spanier mit Namen wie Griezmann und Suarez natürlich auch noch eine ganz andere Qualität als Bayer Leverkusen, aber fest steht auch, dass der BVB, wenn er in dieser schweren Gruppe mit Inter Mailand und Slavia Prag bestehen und vielleicht sogar in der Champions League überwintern möchte, eben auch punkten muss. Und das geht erfahrungsgemäß in den Heimspielen noch ein wenig „leichter“ als beispielsweise im Camp Nou oder dem Giuseppe Meazza Stadion.

Und auch vom Westfalenstadion darf am Dienstagabend ruhig etwas erwartet werden. In der Vergangenheit waren es häufig diese magischen Champions League-Abende, die positiv in Erinnerung blieben. Gerne erinnern wir uns noch an die Schlachten, die der BVB Real Madrid lieferte und als die Südtribüne und der Rest des Westfalenstadions seinen Teil dazu beitrug, dass der BVB als Außenseiter erfolgreich war. In der letzten Saison reichte es gegen Tottenham nicht fürs Weiterkommen nach 0:3 im Hinspiel, dennoch war das Westfalenstadion bis zum 0:1 in einer Mischung aus Anspannung Ekstase sehr stimmungsstark unterwegs. Und genau das muss morgen auch abgerufen werden, um die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Damit es nicht nur ein schönes Aufeinandertreffen mit einem namhaften Verein werden kann, sondern einer dieser legendären Abende… „Weisse noch damals, als wir den Messi mit dem FC Batzelona aus dem Westfalenstadion geschossen haben? Geile Sache war das!“

Jubel vor der Südtribüne - auch Dienstag wieder?
Jubel vor der Südtribüne - auch Dienstag wieder?

Voraussichtliche Aufstellungen

BVB: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho, Reus, Brandt – Alcácer

Barcelona: ter Stegen – Semedo, Piqué, Lenglet, Jordi Alba – Busquets – de Jong, Roberto –Messi (Perez), Suarez, Griezmann

Schiedsrichter: Hategan (Rumänien)

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