Spieler im Fokus

Jahreshauptversammlung der Fanabteilung

26.02.2013, 20:05 Uhr von:  Redaktion

Um ziemlich genau 19.09 Uhr eröffnete Abteilungsleiter Marco Blumberg am 25.02. die Jahreshauptversammlung der BVB-Fanabteilung. Verstärkung bekam er dabei von BVB-Schatzmeister Dr. Lunow, der sich mit sehr eindringlichen Worten ein breiteres Engagement der Abteilungsmitglieder wünschte. Dabei hat die Fanabteilung mit mittlerweile 10.700 Mitgliedern eine breite Basis, die Anzahl derer, die sich aktiv in die Abteilungsarbeit einbringen, ist allerdings weiterhin überschaubar.

Unterstrichen wurden diese Worte von der nicht gerade üppigen Teilnehmerzahl von 74 stimmberechtigten Mitgliedern. Auch wenn das Ganze dadurch relativiert wurde, dass viele Themengebiete bereits auf der Jahreshauptversammlung des e.V. bekannt gegeben wurden und keine Wahlen anstanden, könnten sich auch unter der Woche doch ein paar Leute mehr versammeln, um dem Vorstand ihr Votum zu geben. Einen unbestrittenen Vorteil hatte die zeitliche Nähe zur BVB-JHV jedoch zweifelsohne: das bei Versammlungen meist recht dröge Pflichtprogramm konnte zur allgemeinen Freude im schnellen Tempo abgearbeitet werden.

Der Kassenbericht weist Einnahmen in Höhe von 259.256 € und Ausgaben von 251.926 € aus. Macht unter dem Strich einen Gewinn von 7.330 €. Größter Posten auf beiden Seiten sind Zahlungen und Zahlungseingänge für Zug- und Busfahrten und die Fanflieger. Schon ganz ordentliche Summen, die dort ehrenamtlich verwaltet werden.

Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes wies Marco darauf hin, dass bei der großen Mitgliederzahl zwangsläufig nicht alle Abteilungsmitglieder mit den Entscheidungen einverstanden sein können. Was ja auch natürlich ist, bei einer Gesamtvertretung für Fans verschiedenster Ausprägung. Am Ende stand dann die Entlastung mit 72 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen.

Den größten Teil der Zeit nahmen die Berichte aus den Abteilungen in Anspruch. Hier eröffnete Christina Gassner die Runde mit der erfreulichen Mitteilung, dass die AG-Fanpolitik wieder auflebt. Wichtig, da sich gerade die Fans des BVB sehr aktiv in vielen Bereichen der Fanpolitik einbringen. Als Schwerpunktthemen nannte Christina die Themengebiete „50+1", Financial Fairplay, Ticketing, Fanhaus und allgemein die Mitarbeit in fanpolitischen Netzwerken. Natürlich bringe man sich auch in aktuell aufkommende Themen wie zuletzt 12Doppelpunkt12, oder Gesprächsrunden mit Politikern zum Thema Stadionsicherheit ein. Geplant sind zukünftig regelmäßige Treffen, die ungefähr alle 4 bis 6 Wochen stattfinden sollen. Gerade in der Diskussion um das Sicherheitspapier habe man beim BVB positiv überrascht reagiert, welche Erfahrungen die Fans aus ihrer Sicht in die Diskussion einbringen können und wolle diese Expertise gerne nutzen.

Es folgte der Hinweis, dass die Fanabteilung zum Auswärtsderby wieder Shuttlebusse nach GE anbietet. Die Tickets können für 5 € pro Person an den Infoständen bis einschließlich dem CL-Spiel gegen Donezk erworben werden.Weitergehend die Info, dass mindestens gegen Hannover und Freiburg, eventuell auch bei den Spielen gegen Mainz und Bayern ein zusätzlicher Infostand am Südeingang im Bereich des Marathontors an der Roten Erde getestet wird.

Im Anschluss stellte ein Mitglied die Frage, warum in der Neufassung der Stadionordnung unter §6a von „links- und/oder rechtsradikalen Parteien" die Rede sei. Dortmund hat schließlich kein Problem mit den Linken, sondern mit Nazis im Stadtgebiet und auf der Tribüne. Auch die Reihenfolge der Nennung suggeriere eine falsche Wertigkeit. Abteilungsleiter Marco entgegnete, dass diese Formulierung einem BGH-Urteil entnommen habe, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Es soll keinesfalls heißen, dass man „links" gefährlicher als „rechts halte. Grundsätzlich unterstrich der Vorstand, dass sich die Fanabteilung gegen jegliche Art von Radikalismus wende.

Passend zu diesem Thema wurde auf die Gedenkstunde für Julius Hirsch am 03. März hingewiesen. An diesem Tag gab es das letzte Lebenszeichen des von den Nazis ermordeten jüdischen Nationalspielers. Ebenfalls wurde um rege Teilnahme am Heinrich-Czerkus-Lauf am Karfreitag gebeten. Die Fanabteilung wird sich auch mit Redebeiträge bei der Abschlusskundgebung in der Bittermark beteiligen.

Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag eines Infoflyers zum Thema rechts nach Vorbild von Fortuna Düsseldorf und dem VfL Osnabrück. Die Fanabteilung wird das aufgreifen.

Zum Abschluss bat der Vorstand um ein Meinungsbild bezüglich der Schaffung einer bezahlten Vollzeitstelle. Da es sich hierbei um eine unterstützende Kraft ohne eigene Position im Vorstand handeln soll, die auch voll vom Hauptverein über die Mitgliedsbeiträge zur FA finanziert werden kann, gab es dazu keinen Widerspruch. Wenn man sich die Fluktuation in den Gremien der letzten Jahre aufgrund der hohen, zeitlichen Belastung neben einer normalen Arbeitstätigkeit anschaut, mit Sicherheit ein sinnvoller Schritt. Wobei es hier erst einmal um das grundsätzliche Votum ging und nicht um konkrete Pläne.

Um 20.40 Uhr beendete Marco dann auch die recht kurze und harmonische Jahreshauptversammlung.

Sascha, 26.02.2013

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