Spielbericht Profis

Road to Wembley ? ein fast perfekter Spieltag in der Ukraine

15.02.2013, 21:11 Uhr von:  Redaktion

Rund 2000 Borussen hatten die weite Reise in die Ukraine angetreten, um ihr Team zum Champions League Achtelfinale bei Shakhtar Donetsk zu begleiten. Die einheimische Bevölkerung freute sich wie ein Schnitzel über den Besuch und tat ihr Möglichstes, den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Weil Borussia trotz weniger guten Spiels ein 2:2 und damit eine richtig gute Ausgangslage für das Rückspiel erreichte, gab es am Ende nur wenig zu meckern – ein Stimmungs- und Spielbericht von einer fast perfekten Auswärtsfahrt.

Über die verschiedensten Anreisewege hatten sich die vielen Schwatzgelben auf den Weg begeben. Mit Zwischenstopp in Istanbul, Moskau oder Kiev, mit dem Flugzeug, Zug oder Auto, für einen Tag oder gleich einen Kurzurlaub – die Vielfalt kannte nur wenige Grenzen. Wir hatten uns für einen Kurzurlaub mit drei Tagen Kiev und drei Tagen Donetsk entschieden und damit eine richtig gute Wahl getroffen.

KievDie ersten Worte bei der Passkontrolle waren „Welcome to Ukraine“, nur wenig später folgte „Viel Spaß in der Ukraine“ von einer Passantin im Flughafen – freundlicher hätte der Empfang kaum ausfallen können. Noch am ersten Abend kamen wir in Kontakt mit Jugendlichen aus Kiev, die ihre Freude über den ausländischen Besuch kaum verbergen konnten – trotz eher bescheidener englischer Sprachkenntnisse blieben Einladungen zu größeren Mengen edlen Fangetränks nicht aus und wurde bei jeder Gelegenheit Hilfestellung angeboten.

Es war zu spüren, wie gerne die Ukrainer ihr Land von seiner besten Seite zeigen wollten, die Erfahrungen mit den vielen Touristen bei der Europameisterschaft schienen einen gewaltigen Eindruck hinterlassen zu haben. Sauer schienen jedoch Presseberichte und Aussagen deutscher Politiker im Vorfeld des Turniers aufgestoßen zu sein – man solle nicht alles glauben und sich lieber ein eigenes Bild machen. Schließlich sei es nach diesen Berichten aber noch viel höher zu schätzen, dass wir uns nicht von einem Besuch hätten abschrecken lassen.

Auch die große Abneigung gegenüber Shakhtar und der Stadt Donetsk mögen dazu beigetragen haben, dass die Verständigung einfacher fiel. So hielten Dynamofans die Raubeine aus Donetsk für aggressive Hinterwäldler, während die Hauptstädter in Donetsk als verweichlichte West-Zöglinge galten – eine „Spezialbehandlung“ der jeweils gegnerischen Fans sei bei Aufeinandertreffen der beiden Vereine daher stets inklusive. Es wurden also fleißig Daumen gedrückt, gute Wünsche mit auf den Weg gegeben und dazu Geschichten vom letzten Spiel des BVB in Kiev erzählt, das die einheimischen Fans wohl noch in guter Erinnerung hatten.

Nach diesen positiven Erfahrungen im mehr als sehenswerten Kiev ging es mit dem Flugzeug weiter in Richtung Donetsk. Trotz einer nun größeren Reisegruppe eindeutig zu erkennender Fußballfans verlief auch diese Reise mehr als entspannt. Ein älterer Shakhtar-Fan berichtete mit großem Stolz aus der Geschichte des Clubs – ein alter Traditionsverein, der in der Stadt seit jeher der beliebteste gewesen sei und dennoch sehr lange in der Ödnis verharren musste. Er selbst sei schon als kleiner Junge zum Fan geworden und habe seinem Verein immer die Treue gehalten, da Shakhtar mehr eine Entscheidung für einen „Way of Life“ sei, denn ein Hobby. Erst nachdem Rinat Achmetow die Verantwortung übernommen hatte, habe sich ein Weg aus dem Niemandsland aufgetan. Ein wunderschönes Stadion und viele tausend Arbeitsplätze seien entstanden, der Fortschritt habe in der Region Einzug gehalten und die Lebensqualität habe sich um ein Vielfaches erhöht. Die alten Stadien würden von niemandem vermisst oder romantisiert, die modernen Arenen erfreuten sich größter Beliebtheit – sie stünden für den Aufschwung, den sich die Menschen so sehnlich erhofften. Ganz anders als etwa in Deutschland werde das Engagement der Oligarchen daher nicht abgelehnt, sondern sehr begrüßt. So gelte Achmetow heute nicht nur als reichster Mann des Landes, sondern auch als einer der beliebtesten – einen Sitz im Parlament inklusive. Als einzige Schattenseite des Erfolgs sei eine gewisse Langeweile festzustellen – die grundsätzliche Überlegenheit Shakhtars erlaube höchstens bei Spielen gegen Dynamo Kiev, Metalist Charkiw oder im Europapokal eine gewisse Spannung. Mit nur geringen Unterschieden in den Graustufen, hörten wir diese Geschichte von vielen anderen Ukrainern in Kiev und Donetsk.

Das Hotel unserer Wahl, direkt gegenüber vom Stadion gelegen und als Hotel der mitgereisten Dortmunder Medienvertreter sowie UEFA-Mitarbeiter mit höchsten Luxusweihen gesegnet, entpuppte sich als Glücksgriff. Mit zeitgleicher Ansetzung eines Eishockeyspiels gegen ZSKA Moskau und der ohnehin hohen Auslastung rund um den Valentinstag, hatte sich ein anderes Hotel als noch nicht fertiggestellt erwiesen – etwa 15 BVB-Fans fanden sich trotz Buchung ohne Bleibe wieder, später folgte noch eine größere Gruppe mit dem gleichen Problem. Das Shakhtar Plaza, wie viele andere Hotels und Unternehmen der Region von Achmetow mit großem Aufwand saniert, wurde für die länger mitgereisten Fans zum Treffpunkt. Bei größten Mengen allerlei Fangetränks wurde eine der wohl entspanntesten Auswärtsfahrten seit langem eingeläutet. Die Stadt selbst erwies sich zwar als definitiv nicht sehenswert („There are the stadium, the old stadium and Lenin Square, which might be interesting or might be not. That’s it.“), doch die Menschen rissen es einfach raus.

Die Damenwelt entpuppte sich als die wahre Sehenswürdigkeit der Stadt (beste Erinnerungen an Baku und Lviv), schwebte mit länstmöglichen Stilettos durch die nicht ganz europäischen Standards entsprechenden Straßen. Auch die Herren der Schöpfung waren begeistert vom großen Besuch, konnten die Zahl von bis zu 2000 deutschen Fans kaum glauben. Die Stadt und ihre Einwohner hatten sich herausgeputzt und viele Fans waren stolz auf ihre Fotos, die sie mit Dortmunder Besuchern gemacht hatten. Immer wieder hörten wir Sätze wie „Welcome to Ukraine“, „Gute Zeit in Donetsk“, „Viel Glück“ oder „We hope you like our country and come back.“ Wir erfreuten uns drei Tage der tollen Kneipen mit viel Liebe zum Detail, des hervorragenden Essens und der grandiosen Gastfreundschaft.

Internationale Pressevertreter und Mitarbeiter der UEFA betonten im abendlichen Gespräch den großen Einfluss des Fußballs auf das Land. Die EM 2012 habe entgegen zahlreicher Befürchtungen und negativer Presseberichte eine Vielzahl positiver und langfristiger Auswirkungen auf die Ukraine gehabt. Die Stadien gehörten zu den mit Abstand besten Europas, die Städte seien aufgeblüht und hätten sich gegenüber ausländischen Touristen geöffnet – die Menschen fühlten sich endlich in Europa angekommen, Infrastruktur und Lebensbedingungen hätten sich stark verbessert. In diesem Licht seien auch die WM in Russland sowie die Olympischen Spiele in Sotchi zu sehen – es bestehe große Hoffnung, dass die Entwicklungen einen ähnlich positiven Verlauf nehmen könnten. Mit unseren Erfahrungen vor Ort waren wir durchaus geneigt diesem Urteil zuzustimmen, zumal sie den Aussagen der ukrainischen Fans stark ähnelten.

Der Tag des großen Spiels begann mit der Ankunft des Großteils des Gästeanhangs. Ein Infotisch begrüßte die angereisten Borussen und lieferte Tipps rund um die Stadt, die Polizei blieb zu jeder Zeit mit Beamten sichtbar und hielt sich dennoch sehr angenehm zurück. Ähnlich wie in Manchester fungierten die Polizisten tagsüber als Helfer und Anlaufstelle, rund um das Stadion übernahmen sie dann zunehmend die Rolle des Aufpassers. Verteilt auf viele Kneipen und Großraumlokale feierten deutsche mit russischen und ukrainischen Fans – auch wenn es wieder einmal blöd ist, das extra betonen zu müssen, blieb es friedlich und entspannt.

Die Hauptgruppe begab sich mit etwa 1000 Fans auf einen Marsch aus der Innenstadt zum 15 Minuten entfernten Stadion, unter aufmerksamer Beobachtung und großer Begeisterung der örtlichen Kneipengänger. Neben deutschen und ukrainischen Fans fielen auf dem Weg auch eine Vielzahl russischer Zuschauer auf – nach Schätzungen ortskundiger Fans seien rund 10.000 bis 12.000 Zuschauer aus Rostow am Don angereist, die nicht unbedingt Fans von Shakhtar Donetsk seien, wohl aber gerne die Gelegenheit zum hochklassigen Fußball in der Nachbarschaft annahmen.

Zu absolut fairen Eintrittspreisen zwischen 6,60 Euro (Gästekontingent) und 65 Euro ging es vorbei an scharfen Einlasskontrollen in die Donbass-Arena. Objektiv gesehen haben sie sich in Donetsk ein wunderschönes Stadion hingestellt, das keine Wünsche offenlässt und ideale Sicht, Arbeits- und Spielbedingungen bietet – andererseits wäre manch deutschem Fußballromantiker ein Kick in einem traditionsreichen, etwas weniger mondänen Ostblockstadion wohl deutlich lieber gewesen.

Jürgen Klopp hatte die Lehren aus der Pleite gegen den HSV gezogen und Nuri Sahins Champions League Debut bei Borussia Dortmund um mindestens ein Spiel nach hinten verschoben. In der Innenverteidigung durfte trotz zuletzt durchwachsener Leistungen Felipe Santana auflaufen, für ihn auf der Bank blieb Neven Subotic. Sebastian Kehl und Sven Bender übernahmen die Arbeit im defensiven Mittelfeld.

Und auch die Stimmung vor Spielbeginn weckte Hoffnungen auf ein tolles Erlebnis. Borussia war mit schnellen Anfeuerungsrufen sehr deutlich zu hören, Shakhtar bot ein gellendes Pfeifkonzert über alle Tribünenbereiche hinweg, dazu gab es ein nett anzusehendes Fahnenmeer der Ukrainer und eine Luftballon-Aktion im Gästeblock – besser hätte der Auftakt nicht sein können. Aus unerklärlichem Grund ebbte die Lautstärke des Dortmunder Anhangs jedoch rapide ab – Shakhtar blieb sehr stark mit kurzen, schnellen Anfeuerungsrufen, die teilweise als Wechselgesang über alle vier Tribünen überzeugten, während der Dortmunder Support mit einem nur mühsam zu hörenden Dauergesang nach nur wenigen Spielminuten nahezu komplett verschwand.

Auf dem Spielfeld benötigte Borussia einige Augenblicke des Abtastens. Die Heimkulisse der Ukrainer hinterließ Eindruck und auch das schnelle und überfallartige Angriffsspiel der Hausherren sorgte für Unordnung im Dortmunder Spiel. Hektisch wurde es nach acht Minuten – nach gutem Konter verzog Kuba aus etwa 15 Metern, im Gegenzug ermöglichte Santana mit mehreren Stockfehlern und Problemen einen gefährlichen Torschuss. Wieder im Gegenzug spielte Mario Götze einen hohen Ball in den Strafraum, den Lewandowski per Kopf jedoch nicht verwerten konnte. Vier Minuten später rempelte Yaroslav Rakitskiy Marco Reus rüde von der Seite um, ohne jede Chance auf einen Ballgewinn gehabt zu haben – 30 Meter vor dem Tor hätte sich eine gute Chance entwickelt, doch die Verwarnung durch Kartenmuffel Howard Webb blieb aus. Noch immer in der Anfangsviertelstunde blieb ein weiterer Bock Santanas ebenso ungestraft wie ein Foul Shakhtars Taison, der Marcel Schmelzer einfach mal mit beiden Armen zu Boden gedrückt hatte.

Der BVB fand nach zögerlichem Beginn besser in die Partie, leistete sich aber viele Stockfehler und Fehlpässe in den entscheidenden Momenten. Die erste gute Chance folgte daher kaum überraschend nach einem Standard, doch Mats Hummels konnte Reus Ecke nur zu einem Lattentreffer nutzen. Das heimische Publikum hatte diesen Spielverlauf nicht erwartet und wurde nun ebenfalls merklich leiser, die zuvor beeindruckenden Wechselgesänge wollten nun zumindest nicht mehr richtig funktionieren.

Borussia lernte in dieser Spielphase, die sich durch die laxe Spielleitung bietenden Chancen zu nutzen – wenn der Gegner ungestraft foulen durfte, musste dieses Mittel auch für den BVB ein legitimes sein. In der 30. Minute rempelte Sebastian Kehl, der trotz einiger schlimmer Fehlpässe im Spielaufbau zu den besseren Akteuren gehörte, seinen Gegenspieler um, nur Augenblicke später fällte Santana etwas unbeholfen den seinen. Darijo Srna trat aus etwa 24 Metern zum Freistoß an und brachte ihn direkt im Tor unter. Roman Weidenfeller stand weit im Torwarteck und konnte den recht mittig platzierten Schuss nicht halten. Srna erklärte am Folgetag an der Hotelbar, dass er Weidenfellers Position für einen Fehler gehalten und deshalb einfach fest in die Mitte geschossen habe – ob er mit seiner Einschätzung eines klaren Torwartfehlers nun richtig lag, mögen die Gelehrten an anderer Stelle entscheiden.

Nach kurzer Irritation, Schmelzer klärte in der 33. Minute nach einem durch haarsträubende Fehler eingeleiteten Konter in höchster Not vor Alex Teixeira zur Ecke, fand Borussia wieder zur gewohnten Überlegenheit zurück. Immer wieder entstanden gute Situationen, in denen sich Reus, Kuba und Kehl einbrachten. Nach einem Spitzenpass Kehls in der 37. Minute nahm Mario Götze, dem zuvor nicht viel gelingen wollte und dessen hohes Passspiel oft an Einfallslosigkeit erinnerte, dankbar die Einladung zu einem Freistoß an – Schmelzer brachte ihn scharf herein, nach einer Ecke schoss Kuba abermals knapp links am Tor vorbei.

Vier Minuten später durfte der Gästeblock dann endlich jubeln – Reus hatte Götze schön angespielt, dessen Hereingabe wurde direkt wieder in seine Richtung geklärt. Im zweiten Versuch erreichte Götze Robert Lewandowski, der sich etwa fünf Meter vor dem Tor gegen zwei Ukrainer durchsetzen musste und dennoch die Kraft fand, vor seinem Torerfolg einen Übersteiger einzubauen. So hatte man das noch nicht gesehen, da spielte es dann fast auch keine Rolle mehr, ob die Showeinlage gewollt war oder nicht. Dass es mit dem Stand von 1:1 in die Pause ging, war dennoch einigem Glück zu verdanken – Lukasz Piszczeks Bock ermöglichte eine Torschussflanke Taisons, die Weidenfeller nur unzureichend abwehren konnte und Schmelzer auf der Torlinie eine echte Heldentat bewirken ließen.

Nach dem Seitenwechsel klingelte es dann beinahe wieder im Kasten der Ukrainer. Srna hatte einen Ball nahe vor dem Tor unglücklich in Richtung des eigenen Kastens geköpft, Pyatov sah etwas verdutzt drein und ließ den Ball fast ins Tor kullern. Wenig später leistete sich Hummels den nächsten Schnitzer gegen Luiz Adriano, der frei durch kam und Henrikh Mkhitaryan in hervorragende Schussposition brachte – diesmal war es Santana, der sich in den Weg schmiss und den Torversuch blockte.

Das Spiel verflachte nun, Dortmund stand sicher und ließ die Ukrainer kommen, denen jedoch die Kreativität und nötige Durchschlagskraft fehlte. Auf der anderen Seite schien der BVB nicht unglücklich über das Ergebnis, ließ es jedoch auch an guten Ideen für das Offensivspiel mangeln. Neuen Pepp brachte erst ein individueller Fehler auf Seite des BVB ins Spiel – abermals hatte sich Hummels verschätzt, der nur wenige Minuten zuvor für den starken Taison eingewechselte Douglas Costa ließ Weidenfeller keine Chance und erzielte das 2:1.

Borussia musste nun wieder kommen, spielte bis zur Strafraumgrenze meist auch gefällig mit und wirkte optisch überlegen – Shakthar stand alles andere als sicher, doch schlampige Pässe und leichtsinnige Ballverluste verhinderten ein ums andere Mal eine gute Chance. Wie einfach es hätte gehen können, zeigte dabei einer der wenigen konzentriert zu Ende gespielten Angriffe: Götze überrannte seinen schlafenden Gegner im Strafraum, lupfte in die Mitte und Lewandowski hatte die Riesenchance zum Ausgleichstreffer auf dem Fuß.

Nach eigentlich gutem Spiel sah es nun so aus, als ob in Donetsk nicht mehr viel für Borussia gehen sollte. Es fehlten der Esprit und die kreativen Ideen im Mittelfeld, Bender und Kehl wirkten zu destruktiv. Doch gerade dann schlug die Stunde des größten Unglücksraben des Tages – Hummels, der bei fast jedem Ballkontakt verunsichert wirkte und sich reihenweise herbe Fehler geleistet hatte, war plötzlich nach einer Ecke Schmelzers zur Stelle. Das 2:2 kurz vor Schluss lieferte den gerechten Endstand in einem von vielen Fehlern geprägten Spiel und zugleich eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel in drei Wochen. Es wäre bei einem normal guten Spiel deutlich mehr drin gewesen – das wussten auch die Spieler, die mit hängenden Köpfen das Stadion verließen –, doch lässt dieser Fakt aus sportlicher Sicht einige Hoffnung für das Rückspiel bestehen.

Ein annähernd perfekter Spieltag hätte an dieser Stelle seinem würdigen Ende entgegen gehen können. Leider aber machten jedoch sehr bald nach Spielende Gerüchte die Runde, die sich später als traurige Wahrheit herausstellen sollten: Thilo Danielsmeyer, Mitarbeiter und gute Seele des Dortmunder Fanprojekts, wurde kurz nach Spielbeginn auf der Stadiontoilette tätlich angegriffen – feige von hinten, alleine von zwei rechtspolitisch motivierten Angreifern. Gottseidank kam rechtzeitig Hilfe und wurden die Täter vertrieben, bevor sie ihrem Opfer schlimmere Verletzungen zufügen konnten. Mittlerweile wurden entsprechende Strafanzeigen erstattet und Stadionverbote erlassen, von Fanseite wurde den Angreifern wohl ebenfalls eine klare Ansage verpasst. Schade, dass es für die Ausländerfeinde darüber hinaus nicht zu einem verlängerten Aufenthalt in einer ukrainischen Haftanstalt gereicht hat. In Dortmund sind und bleiben Nazis unerwünscht – ohne jede Ausnahme.

SSC, 15.02.2013

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