Spielbericht Jugend

WPF U15 ? BVB-Junioren holen das Double

07.06.2012, 21:55 Uhr von:  Redaktion

Pokalwoche der professionellen Jugendmannschaften in und mit Schwatzgelb(.de). Heute:Teil zwei der Finalspielsaga in drei Episoden u.a. mit Christian Wörns (der Beobachter), Kevin Großkreutz (der Mann mit dem fast schwarzen Schirm), Günther Pohl (als verkleideter Journalist) und dem Publikum (als Meckerköppe). Nach dem glorreichen, weil unerwarteten Pokaltriumph der U19 am letzten Freitag, gierte meine Schreiberfanseele nach noch mehr Titeln. Es ist wie in einem Rausch, man kann nicht aufhören.

Heute gab es nämlich wieder so was glänzendes für die hungrige, schwatzgelbe Meute zu vergeben. Endspielgegner der C-Junioren im Westfalenpokal: der VfL Bochum von 1848. Der 6. der höchsten Spielklasse im Westen, der Regionalliga West, also nur zu Besuch beim Vizemeister aus Dortmund. Fünf Jahre ist der letzte Pokalsieg in dieser Jugendklasse schon her (damals noch mit Mario Götze). Da hieß es schwere Geschütze aufzufahren. Nationaldoublesieger Kevin Großkreutz wurde dazu als Glücksbringer verpflichtet. Pokalsieg mitfeiern, dann in den Urlaub, so der Plan unserer 19. Was aber keiner ahnen konnte: Christian Wörns schaute unerwartet vorbei und das Unheil nahm seinen Lauf. Auf dem Platz tauschten die Spielführer beider Teams die obligatorischen Wimpel und Schiri Björn Martin aus Hagen pfiff kurz darauf das Finale an. Der BVB hatte von Beginn an, so schien es, die Hosen voll. Der VfL den Tiger im Tank. Die Nummer 19 der Herren saß mit auf der Ersatzbank und sah zwar einen ersten Kopfball aufs Tor seiner Gastgeber, aber der flog ungefährlich über den Querbalken. Erste Halbzeit war, um es vorweg zu nehmen, konzeptlose, schwatzgelbe Pöhlerei. Der erste gute Angriff des VfL? Bitteschön: Torwart Reimann mit einem Tim Wiese-Gedächtnis-Ausflug. Stürmer mit Pille am Fuß rauscht vorbei, Tor leer: 0:1.

Der BVB versuchte nun das Spiel zu machen, aber keiner schaffte es unfallfrei den eigenen Mitspieler mit einem Pass zu bedienen. Drei Minuten später notierte der Schiedsrichterbeobachter die erste Fehlentscheidung des Pfeifen-Gespanns, als ein Blauer im Strafraum zu Fall kommt. Glück gehabt. Aber es wurde dadurch nicht besser. Der VfL zielstrebig, mit gutem Kombinationsfußball und einem technisch versierten Wirbelwind im Sturm.Alleine er stellte die BVB-Abwehr bei jedem Ballkontakt vor schier unlösbare Aufgaben. Die für dieses Spiel neuformierte Dortmunder Abwehr hatte vor allem auf den Außenpositionen erhebliche Probleme und vorne dribbelte man sich fest oder wurde von der gut-organisierten und bissigen Abwehr - O-Ton: „Ihr braucht vor denen keine Angst zu haben“- gestellt. Auch die ständigen Hinweise der Übungsleiter um Trainer Hoffmann verpufften wirkungslos. Rufe wie „Die spielen mit einer Viererkette!“ interessierte anscheinend auf dem Platz die wenigsten seiner Jungs. Die quälenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff wurden nur von weiteren Bochumer Einschussmöglichkeiten unterbrochen. In deren 16er passierte so gut wie nix. Dann doch der überraschende Ausgleich. Aber nur ins Trainingstor am Spielfeldrand. Die Gäste trafen auch, aber wiederholt grunzte das Glücksschwein zufrieden. Abseits.

Halbzeit. Fazit ist sinnlos, es spielte Bochum gegen sich selbst. Kevins mitgeführter dunkel-fehlfarbener Schirm („Der ist fast schwarz!“), hatte schon seine teuflische Arbeit verrichtet. Gemeinsam mit Vize-Europameister, Vize-UEFA-Cup-Sieger und Vize-Pokalsieger Christian Wörns. Aber wir wollen es mal positiv sehen: Es regnete nicht, keiner auf Borussen-Seite hatte sich verletzt und Spiele drehen haben nicht nur andere erfunden. Zweiter Durchgang. Der rote Kopf von Trainer Hoffmann deutete auf innere Stimmbandreizung hin und seine Jungs glühten endlich. Kein Wechsel. Matthias Sammer wäre erfreut gewesen.

Die, die Suppe nun auslöffeln sollten, probierten es mit einem ersten Flankenlauf aber der Ball kommt nicht an. Auf der Gegenseite mal wieder ein Bochumer frei vor dem Keeper, trifft aber die Murmel nicht richtig. Dann der erste Wechsel. Ring für Verteidiger Schachtsieck. Der Gegner davon so beeindruckt, dass er drei Minuten später freistehend aus 5m über den Ball senst. 42. Minute: Endlich, endlich die erste Großchance von Stürmer Nebihi, aber die Spitzenflanke von Plechaty verfehlt seinen Kopf um Zentimeter. Beim zweiten Ball fehlte dann der Bumms. Zumindest war mehr Dampf im Spiel, vor allem über die rechte Seite. Aber alles in allem blieb es eine Fummelparty, die der BVB nicht gewinnen konnte und sich gleichzeitig immer wieder super-gefährlichen Kontern ausgesetzt sah. Zumindest wurde es hitziger, vor allem auf den Trainerbänken. Ein „ruhig Sportsfreund“ des Assis an der Außenlinie wurde überhört, so dass der Schiri ein paar mahnende Worte an den Betreuerstab persönlich richtete.

Was aber dann doch zurecht die Gemüter aller Beteiligten plus Publikum erhitzte, war ein sehr hartes Einsteigen eines Bochumer Spielers gegen den bis dato besten Borussen Plechaty. Beide gehen mit Wucht zum Ball und der bedauernswerte Plechaty bekam einen deutlich sichtbaren Stollengruß auf den Unterschenkel verpasst. Absicht kann man auf keinen Fall unterstellen, aber ein Foul war es definitiv. Nur sah das keiner der Spielleiter so. Tumulte auf der Trainerbank des BVB, die Zuschauer sehr ungehalten und auch die Verantwortlichen des VfL nicht gerade Sportsman-like. Für Plechaty ging es nicht weiter, Saric kam und der Schwung war weg. Kurze Zeit später verletzte sich auch noch Kornobis (Aluc kam für ihn). Was trotz Schirm und Wörns nun fehlte war ein mittleres Wunder. Rückpass VfLer auf seinen Keeper in höchster Not und dieser – oh wunder – nahm den Ball mit der Hand auf. Ein Pfiff, ein Kevin-Jubel. Freistoß im 16er. Alle Bochumer auf der Torlinie. Serhat Kot alias Sergio Ramos läuft an...

Vier Minuten später ist dann der Drops gelutscht. Mit der gefühlten 10. (gezählten vierten) Hundertprozentigen, nach einem Konter in der zweiten Halbzeit, haben die C-Junioren das Double vollbracht. Das 0:2 für den Nachbarn markierte den Schlusspunkt in einem sehr unausgeglichenen Spiel, in dem eine Mannschaft Pokalform hatte und die andere so gar nicht. Günther Pohl, der rasende Reporter der Bochumer Yellow-Press gab schon seine berüchtigten Ergebnisdurchsagen an die Redaktion weiter und es wurde Zeit zu gehen. Glückwunsch an den Nachbarn zum Pokalerfolg. Bleibt nur noch das dritte Finale der U17 gegen die hässlichen Blauen. Mit einem 1:1 in der Pokalvergabe der diesjährigen Finaltrilogie gebe ich zurück in die Redaktion.

UPDATE: Die U17 hat es leider vergeigt und verlor 0:3 gegen S 03+1. Damit bleibt es bei einem Pokalsieg aus drei Versuchen. Immerhin ein Pokalsieg mehr als im letzten Jahr.

Doublesieger U15: Dominik Reimann, Justice Agyeman, Arianit Nebihi, Sandro Plechaty (C, 55. Semir Saric), Can Sakar, Alan Kornobis (61. Aram Aluc), Christoph Schachtsieck (38. Robin Ring), Zübeyir Kaya (70. Valentin Henneke), Hayrullah Alic, Serhat Kot

Doubletrainer: Benjamin Hoffmann
Double-Assistenten: Tobias Wolfsheimer, Jan Frey

Tore: 0:1 Pokalsieger (9.), 0:2 Pokalsieger (65.)

Schiedsrichter: Björn Martin (Hagen)

Zuschauer: Unzählige, Fußballpark BVB

walter09, 06.06.2012

WPF U15 – BVB-Junioren holen das Double

Pokalwoche der professionellen Jugendmannschaften in und mit Schwatzgelb(.de). Heute:Teil zwei der Finalspielsaga in drei Episoden u.a. mit Christian Wörns (der Beobachter), Kevin Großkreutz (der Mann mit dem fast schwarzen Schirm), Günther Pohl (als verkleideter Journalist) und dem Publikum (als Meckerköppe).

Nach dem glorreichen, weil unerwarteten Pokaltriumph der U19 am letzten Freitag, gierte meine Schreiberfanseele nach noch mehr Titeln. Es ist wie in einem Rausch, man kann nicht aufhören. Heute gab es nämlich wieder so was glänzendes für die hungrige schwatzgelbe Meute zu vergeben. Endspielgegner der C-Junioren im Westfalenpokal: der VfL Bochum von 1848. Der 6. der höchsten Spielklasse im Westen, der Regionalliga West , also nur zu Besuch beim Vizemeister aus Dortmund. Fünf Jahre ist der letzte Pokalsieg in dieser Jugendklasse schon her (damals noch mit Mario Götze). Da hieß es schwere Geschütze aufzufahren. Nationaldoublesieger Kevin Großkreutz wurde dazu als Glücksbringer verpflichtet. Pokalsieg mitfeiern, dann in den Urlaub, so der Plan unserer 19. Was aber keiner ahnen konnte: Christian Wörns schaute unerwartet vorbei und das Unheil nahm seinen Lauf.

Auf dem Platz tauschten die Spielführer beider Teams die obligatorischen Wimpel und Schiri Björn Martin aus Hagen pfiff kurz darauf das Finale an. Der BVB hatte von Beginn an, so schien es, die Hosen voll. Der VfL den Tiger im Tank. Die Nummer 19 der Herren saß mit auf der Ersatzbank und sah zwar einen ersten Kopfball aufs Tor seiner Gastgeber, aber der flog ungefährlich über den Querbalken. Erste Halbzeit war, um es vorweg zu nehmen, konzeptlose, schwatzgelbe Pöhlerei. Der erste gute Angriff des VfL? Bitteschön: Torwart Reimann mit einem Tim Wiese-Gedächtnis-Ausflug. Stürmer mit Pillle am Fuß rauscht vorbei, Tor leer: 0:1.

Der BVB versuchte nun das Spiel zu machen aber keiner, wirklich keiner, schaffte es unfallfrei den eigenen Mitspieler mit einem Pass zu bedienen. Drei Minuten später notierte der Schiedsrichterbeobachter die erste Fehlentscheidung des Pfeifen-Gespanns, als ein Blauer im Strafraum zu Fall kommt. Glück gehabt. Aber es wurde dadurch nicht besser. Der VfL zielstrebig, mit gutem Kombinationsfußball und einem technisch versierten Wirbelwind im Sturm.Alleine er stellte die BVB-Abwehr bei jedem Ballkontakt vor schier unlösbare Aufgaben. Die für dieses Spiel neuformierte Dortmunder Abwehr hatte vor allem auf den Außenpositionen erhebliche Probleme und vorne dribbelte man sich fest oder wurde von der gut-organisierten und bissigen Abwehr - O-Ton: „Ihr braucht vor denen keine Angst zu haben“- gestellt. Auch die ständigen Hinweise der Übungsleiter um Trainer Hoffmann, verpufften wirkungslos. Rufe wie „Die spielen mit einer Viererkette!“ interessierte anscheinend auf dem Platz die wenigsten seiner Jungs. Die quälenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff wurde nur von weiteren Bochumer Einschussmöglichkeiten unterbrochen. In deren 16er passierte so gut wie nix. Dann doch der überraschende Ausgleich. Aber nur ins Trainingstor am Spielfeldrand. Die Gäste trafen auch, aber wiederholt grunzte das Glücksschwein zufrieden. Abseits.

Halbzeit. Fazit ist sinnlos, es spielte Bochum gegen sich selbst. Kevins mitgeführter dunkel-fehlfarbener, („Der ist fast schwarz!“)“ hatte schon seine teuflische Arbeit verrichtet. Gemeinsam mit Vize-Europameister, Vize-UEFA-Cup-Sieger und Vize-Pokalsieger Christian Wörns. Aber wir wollen es mal positiv sehen: Es regnete nicht, keiner auf Borussen-Seite hatte sich verletzt und Spiele drehen haben nicht nur andere erfunden. Zweiter Durchgang. Der rote Kopf von Trainer Hoffmann deutete auf innere Stimmbandreizung hin und seine Jungs glühten endlich. Kein Wechsel. Matthias Sammer wäre erfreut gewesen.

Die die Suppe nun ausbaden sollten, probierten es mit einem ersten Flankenlauf aber der Ball kommt nicht an. Auf der Gegenseite mal wieder ein Bochumer frei vor dem Keeper aber trifft die Murmel nicht richtig. Dann der erste Wechsel.Ring für Verteidiger Schachtsieck. Der Gegner davon so beeindruckt, dass er drei Minuten später freistehend aus 5m über den Ball senst. 42. Minute: Endlich, endlich die erste Großchance von Stürmer Nebihi, aber die Spitzenflanke von Plechaty verfehlt seinen Kopf um Zentimeter. Beim zweiten Ball fehlte dann der Bumms. Zumindest war mehr Dampf im Spiel, vor allem über die rechte Seite. Aber alles in allem blieb es eine Fummelparty, die der BVB nicht gewinnen konnte und sich gleichzeitig immer wieder super-gefährlichen Kontern ausgesetzt sah. Zumindest wurde es hitziger, vor allem auf den Trainerbänken. Ein „ruhig Sportsfreund“ des Assis an der Außenlinie wurde überhört, so dass der Schiri ein paar mahnende Worte an den Betreuerstab persönlich richtete.

Was aber dann doch zurecht die Gemüter aller Beteiligten plus Publikum erhitzte, war ein sehr hartes Einsteigen eines Bochumer Spielers gegen den bis dato besten Borussen Plechaty. Beide gehen mit Wucht zum Ball und der bedauernswerte Plechaty bekam einen deutlich sichtbaren Stollengruß auf den Unterschenkel verpasst. Absicht kann man auf keinen Fall unterstellen, aber ein Foul war es definitiv. Nur sah das keiner der Spielleiter so. Tumulte auf der Trainerbank des BVB, die Zuschauer sehr ungehalten und auch die Verantwortlichen des VfL nicht gerade Sportsman-like. Für Plechaty ging es nicht weiter, Saric kam und der Schwung war weg. Kurze Zeit später verletzte sich auch noch Kornobis (Aluc kam für ihn) . Was trotz Schirm und Wörns nun fehlte war ein mittleres Wunder. Rückpass VfLer auf seinen Keeper in höchster Not und dieser – oh wunder – nahm den Ball mit der Hand auf. Ein Pfiff, ein Kevin-Jubel. Freistoß im 16er. Alle Bochumer auf der Torlinie. Serhat Kot alias Sergio Ramos läuft an...

Vier Minuten später ist dann der Drops gelutscht. Mit der gefühlten 10. (gezählten vierten) Hundertprozentigen nach einem Konter in der zweiten Halbzeit, haben die C-Junioren das Double vollbracht. Das 0:2 für den Nachbarn markierte des Schlusspunkt in einem sehr unausgeglichenen Spiel, in dem eine Mannschaft Pokalform hatte und die andere so gar nicht. Günther Pohl, der rasende Reporter der Bochumer Yellow-Press gab schon seine berüchtigten Ergebnisdurchsagen an die Redaktion weiter und es wurde Zeit zu gehen. Glückwunsch an den Nachbarn zum Pokalerfolg. Bleibt nur noch das dritte Finale der U17 gegen die hässlichen Blauen. Mit einem 1:1 in der Pokalvergabe der diesjährigen Finaltrilogie gebe ich zurück in die Redaktion.

Doublesieger U15: Dominik Reimann, Justice Agyeman, Arianit Nebihi, Sandro Plechaty (C, 55. Semir Saric), Can Sakar, Alan Kornobis (61. Aram Aluc),Christoph Schachtsieck 38. Robin Ring), Zübeyir Kaya (70. Valentin Henneke), Hayrullah Alic Serhat Kot

Doubletrainer: Benjamin Hoffmann
Double-Assistenten: Tobias Wolfsheimer, Jan Frey

Tore: 0:1 Pokalsieger (9.), 0:2 Pokalsieger (65.)

Schiedsrichter: Björn Martin (Hagen)

Zuschauer: Unzählige, Fußballpark BVB

walter09, 02.06.2012

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