Warmlaufen

Hallo Derbysieger

21.09.2010, 19:09 Uhr von:  Redaktion

Fahne des DerbysiegersHeute darf der 1. FC Kaiserslautern als Erster zu Gast bei den frischgebackenen Derbysiegern aus dem wunderschönen Dortmund sein. Nach vier Jahren im Unterhaus der ersten Liga reisen die Teufel nun wieder durch Deutschlands Eliteklasse. Dabei ist man recht ordentlich gestartet, gegen den Intim-Feind aus Köln um Podolski (Leihspieler aus der Nationalmannschaft) gab es zum Auftakt gleich einen 1:3-Auswärtssieg. Die vorläufige Sternstunde erlebte der Betzenberg sicherlich beim folgenden Heimsieg gegen die Bayern, es freut sich halt der eine Bauer diebisch, wenn er dem anderen Bauern eins auswischen kann. Danach gab es allerdings im komischen Derby eine Niederlage gegen die Knuddelmainzer und gegen das Spielzeug von Herrn Hopp konnte ein Punkt geholt werden. Umso beeindruckender sind die Ergebnisse, wenn man sich vor Augen führt, dass der 1. FCK an sich mit einer Leihmannschaft aufgestiegen ist und somit die Elf in der Sommerpause ordentlich durchgewürftelt wurde. Zu diesem Auftakt der Aufsteiger kann man nur sagen: Chapeau, Kaiserslautern!

Lauterer zu letzt im WSGenerell kann man von den Pfälzern halten, was man will, aber irgendwie gehören sie genauso in die 1. Bundesliga wie die Bayern oder die Stuttgarter. Ihre Fans waren rein zahlenmäßig schon in der zweiten Liga erstklassig. Die Lauterer erreichten auf einen Montagabend Zahlen in den Gästeblöcken der Republik, die man sich kaum von Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim an einem Samstagnachmittag vorstellen kann. Am Mittwoch wird von Seiten des BVB mit rund 3000 Anhängern der Teufel gerechnet. Freuen wir uns also auf einen vollen und bunten Gästeblock.

Trotzdem gilt es natürlich für einen Derbysieger, die Pfälzer mit 0 Punkten zurück zu schicken, die Punkte für den Klassenerhalt können sie sich 30 km westlich holen. Mittlerweile hat man ja auch wieder deutlich mehr Übung mit Flutlichtspielen unter der Woche und der BVB rechnet mit ca. 70000 Zuschauern. Folglich sind die Rahmenbedingungen für ein unterhaltsames und stimmungsvolles Spiel im Westfalenstadion gesetzt.

Kaiserslautern

Die von Marco Kurz trainierten Pfälzer sind sehr flexibel und haben keine feste Grundordnung, allerdings spielten sie erst einmal in dem sonst sehr verbreiteten 4-2-3-1. Je nach Gegner stellt Kurz seine Truppe offensiver oder defensiver auf. Gesetzt ist die komplette Hintermannschaft. Mit Tobias Sippel hat die Gerry-Ehrmann-Schule neben Florian Fromlowitz (Hannover 96), Roman Weidenfeller (Derbysieger) und Tim Wiese (Werder Bremen) ein Sahinweiteres Kraftpaket zwischen den Pfosten hervorgebracht, das mittlerweile Stammtorhüter in der ersten Liga ist. Davor hält mit Martin Amedick als Kapitän ein ehemaliger Borusse die Viererkette zusammen. Schön zu sehen, dass der sympathische Junge sich nun durchgesetzt hat. Neben ihm verteidigt Rodnei in der Mitte, die Außen werden von Florian Dick und Leon Jessen bearbeitet.

Vor der Abwehr ist als Abräumer Jiri Bilek gesetzt. Sollten die Pfälzer eher defensiv spielen, wird er durch Christian Tiffert verstärkt und bildet dann eine Doppelsechs. Tiffert wurde diese Saison aber auch schon im rechten Mittelfeld, hinter den Spitzen oder verkappt im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Zuletzt hat sich allerdings Oliver Kirch auf der rechten Seite eingerichtet. Auf der linken Seite spielt Ivo Ilicevic, und im Sturm ist mit Lakic und dem Doppeltorschützen Hoffer (eine Leihgabe vom SSC Neapel) zu rechnen.

Die Derbysieger

Der Trainer der Derbysieger wird bei den Derbysiegern nicht viele Änderungen vornehmen. Im Tor wird Roman Weidenfeller stehen. Davor verteidigt die gewohnte Innenverteidigung aus Hummels und Subotic, die Außen sollen von Schmelzer und der „besten Abwehr der Welt“ Owomoyela zugemacht Sebastian Kehlwerden. Nach der wiedermaligen Verletzung von Sebastian Kehl agieren Bender und Sahin als Doppelsechs. In der Mitte wirbelt Derbyheld Kagawa, links ist der Dortmunder Junge Großkreutz gesetzt. Rechts wird wohl Mario Götze beginnen, allerdings spielte auch Blaszczykowski überzeugend nach seinen Einwechslungen. Da wird wohl die Tagesform entscheiden. Im Sturm ist Lucas Barrios gesetzt.

Seit dieser Saison ist die Bank auch wieder stärker besetzt. Als Torwart nimmt dort das australische Talent Langerak platz. Mit Piszczek, Feulner, Da Silva, Santana, Lewandowski und Kuba nehmen weitere gestandene Spieler dort Platz. Vor allem Blaszczykowski und Lewandowski drängen auf ihre Einsatzzeiten. Insgesamt eine sehr komfortable Situation für Jürgen Klopp. Verletzt fallen Kehl, Dede, Zidan, Kringe und Hajnal aus.

Fakten zum Spiel


Mögliche Aufstellungen:

Derbysieger: Weidenfeller, Owomoyela, Hummels, Subotic, Schmelzer, Sahin, Bender, Kagawa, Großkreutz, Götze, Barrios

Kaiserslautern: Sippel, Amedick, Rodnei, Dick, Jessen, Bilek, Tiffert, Kirch, Ilicevic, Lakic, Hoffer

Schiedsrichter: Marco Fritz (pfiff schon in Burghausen), Volker Wezel, Guido Kleve, Norbert Grudzinsk

Zuschauer: Der BVB rechnet mit rund 70000 Zuschauern, die Tageskassen öffnen um 16 Uhr. Aus der Pfalz wird mit rund 3000 Schlachtenbummlern gerechnet.

Wetter: Es wird wieder wärmer, für den Abend sind 18 Grad angesagt.

mrg, 21.09.2010

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