Serie

Der 12. Spieltag: 1 x 4 x 1²

01.01.2001, 13:00 Uhr von:  Redaktion

Tatort BundesligaSo könnte aus Sicht eines BVB-Fans die Formel für diesen Spieltag lauten. Zu einem für den BVB mehr oder weniger unerfreulichen Ergebnis, gesellten sich natürlich der überaus positive Heimsieg gegen die Hertha sowie drei Punktverluste von möglichen Konkurrenten. Leider kommt aber schließlich noch ein doppelt schmerzhaftes Ergebnis hinzu.

Jubelnde LöwenDen 6. Tabellenplatz sicherte dem BVB jedenfalls die Punkteteilung zwischen den seit nunmehr 6 Spielen sieglosen Münchner Löwen und den im Aufwind befindlichen Wolfsburgern. Trotz eines verschossenen Elfers vom Ex-Borussen Icke Häßler und einem rekordverdächtig frühen Rückstand konnten die Löwen noch vor der Halbzeit die Partie drehen. Eine Unachtsamkeit kurz vor Schluss, die Tomsilav Maric zum Ausgleich nutzten konnte, brachte die Löwen aber letztendlich noch um den langersehnten Sieg, hält sie jedoch weiterhin in einem sicheren Abstand zum BVB. Wolfsburg dagegen verpasste es wieder am BVB vorbeizuziehen.

Man darf jubelnWährend der VFL Wolfsburg noch einen Punkt mitnehmen konnte, kam der HSV in Köln passend zum Karnevalsbeginn mit 2:4 unter die Räder. Wie konnte es auch anders sein? Entscheidenden Anteil am Sieg zum Karnevalsbeginn hatte mit dem zweifachen Torschützen Dirk Lottner ein "Kölscher Jung"! Aber auch zwei Ex-Borussen konnten sich ebenfalls als Torschützen auszeichnen. Auf Kölner Seite traf Christian Timm, den viele gerne wieder beim BVB sehen würden und auf Hamburger Seite Sergej Barbarez. Dieser konnte mit seinem 9. Saisontreffer, einem schönen und wuchtigen Kopfball, seine alleinige Führung in der Torschützenliste verteidigen. Es half aber nix, denn auch der HSV ist in der Tabelle weiterhin hinter dem BVB zu finden.

Erstmals ohne Punktebeute: 1. FC KaiserslauternErstmalig ohne Punkterfolg in der Bundesliga, aber dennoch vor dem BVB, blieb Andy Brehme mit seinen Mannen vom Betzenberg. Mit 3:1 kassierte man bei der Frankfurter Eintracht die erste Niederlage nach vier siegreichen Spielen. Die Frankfurter jagen dabei scheinbar dem Skibbe-Phänomen nach. Zu Hause blieb man weiterhin ungeschlagen, während man sich die Auswärtsreisen eigentlich gleich sparen kann. Dort war schließlich bisher noch kein Blumentopf zu gewinnen. Ganz ähnlich verhielt es sich auch in der ersten Skibbe-Saison für den BVB...

Bayer gewinnt in FreiburgSchlechter war da schon der Auswärtssieg von Bayer Leverkusen in Freiburg. Da manch einer wie Matthias Sammer Bayer (noch) nicht als Konkurrenten des BVB wissen will, haben wir aber auch ganz schnell andere Rechtfertigungen dafür parat! Natürlich war es vor allem ärgerlich, weil man aus Verbundenheit zum Ex-Borussen But den Breisgauern ganz fest die Daumen drückte. Sehr schade also für ihn, dass er nicht erfolgreich war...

Wenn man sich dann doch wieder etwas weiter aus dem Fenster lehnt, könnte man auch sagen, dass Bayer zwar noch kein Konkurrent für den BVB ist, sich jedoch nach der Verpflichtung von Vogts auf dem besten Wege befindet, zu einem solchen zu werden. Zudem hat sich mit dem alten Ex-Borussen Schumacher ein Deserteur im neuen Bayer-Trainerstab einschleichen können...

Comeback von Effe in GEDoppelten Frust brachte dagegen das Topspiel der Woche auf Schla**e. Neben einem unerfreulichen Ergebnis, traf auch noch einer der Spieler, von denen ich sagen würde, dass sie nicht ganz unbedingt treffen müssen. Das Ergebnis hatte jedenfalls zur Folge, dass der BVB immer noch nicht den Platz in der Tabelle einnimmt, der ihm zusteht. Denn der FC Schla**e ist noch immer über und nicht unter dem BVB zu finden. Die Bayern, bei denen Disco-Effe ein eher mageres Bundesligacomeback gab, konnten ihrem Anspruch die Tabellenführung zu erobern jedenfalls nicht gerecht werden.

Sieg gegen die Hertha: BVBAuch die Hertha aus Berlin wurde dem Anspruch eines Tabellenführers nicht gerecht. Sang und klanglos unterlag man beim BVB und hatte nie eine reelle Chance auf einen Punktgewinn. Der BVB seinerseits rehabilitierte sich für die jüngste Niederlagenserie mit engagiertem und diszipliniertem Spiel. Der Heimkomplex konnte so in zweifacher Hinsicht bekämpft werden. Neben dem sportlichen Bereich, konnten auch die Fans ihren Teil dazu beitragen. Deutlich freundlicher als zuletzt war nämlich die Grundstimmung im Westfalenstadion, was der Mannschaft im diesem wichtigen "Knackspiel" (Jürgen Kohler) ihre Aufgabe erleichtert haben dürfte. Zur Verbesserung der Atmosphäre trug sicherlich, zumindest in Ansätzen, auch die Flugblattaktion von Westline und schwatzgelb.de bei. Es bleibt nur zu hoffen, dass man auch weiterhin so konzentriert zu Werke geht, damit der BVB möglichst schnell wieder dort zu finden ist, wo er hingehört. Und was damit gemeint ist dürfte jeder wissen...

Geschrieben von Sebi, 12.11.2000

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