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Im Gespräch mit ... - 14.10.2018

Amos Pieper: "Ich hatte einfach das Glück, immer gute Trainer zu haben"

Drei Mal gewann Amos Pieper die deutsche Jugendmeisterschaft, im letzten A-Jugend-Jahr erzielte er dabei das entscheidende Tor im Elfmeterschießen. In der U23 ist der 20-jährige Stammspieler in der Innenverteidigung und empfahl sich mit guten Leistungen sogar für die USA-Reise der Profis. Sein Name weckt allerdings zunächst eine andere Assoziation:

schwatzgelb.de: Wie oft bist du bei internationalen Spielen schon zur Ordnerzentrale unter der Nord oder zum Borusseum gegangen, weil dein Name ausgerufen wurde?

Amos Pieper: Ganz ehrlich: Noch nie. Beim allerersten Mal, da war ich noch kleiner und mit meinen Eltern im Stadion, habe ich mich schon gefragt, warum das jetzt durchgesagt wird, aber es wurde mir dann sofort erklärt, dass es mit der Parfümerie zusammenhängt und ich mir keinen Kopf machen muss. Ich bin noch nie hingelaufen, wurde aber von anderen schon öfters mal aufgefordert, weil sie meinen Namen gehört haben. Die haben dann gefragt, ob ich nicht los muss (lacht).


Gehst du auch mal ins Stadion oder bleibt dafür kaum Zeit?

Es ist schon weniger geworden, weil wir oft mit der U23 parallel zu den Profis spielen, aber seitdem ich hier spiele, ist es schon so, dass ich häufiger im Stadion bin.


Wie sehr bist du selbst eigentlich Fußballfan? Geht das als Spieler überhaupt?

Klar, ich komme aus der Umgebung von Dortmund und mein Vater und mein großer Bruder waren immer schon große Dortmund-Fans. Ich fand dann eben auch, dass das ein super Verein ist. Zwar habe ich es damals nicht so oft ins Stadion geschafft, aber seitdem ich hier spiele, hat sich das deutlich verstärkt.
Ich schaue auch tatsächlich sehr gerne sehr viel Fußball, auch gerne hochklassigen Fußball. Wenn man noch vom Fansein sprechen kann, spiele ich auf jeden Fall beim richtigen Verein.

Du hast deine ersten fußballerischen Schritte beim FC Nordkirchen gemacht. Wolltest du immer nur Fußball spielen oder kamen auch andere Sportarten in Betracht?

Nein, es war von Anfang an immer der Fußball. Mein Vater hat selber Fußball gespielt, mein großer Bruder hat auch angefangen, der ist aber später in Richtung Leichtathletik gegangen. Bei mir passte es immer, wenn ich einen Ball am Fuß hatte.

Ich hatte viele Kumpels, mit denen ich, bis es dunkel wurde, auf der Straße, im Garten oder auf Bolzplätzen gespielt habe, und es hat mich lange nichts Anderes interessiert. So bin ich beim Fußball geblieben.

Von Nordkirchen bist du dann zum Derbyrivalen nach Lüdinghausen gewechselt. Wie kam es dazu?

Als Kind war mir das mit den Derbyrivalen noch nicht so bewusst. Es war damals der erste Sprung aufs Großfeld in der D-Jugend, und da kamen die Gespräche auf, ob ich mir das vorstellen könnte. Es war auch nicht so weit von Nordkirchen entfernt. Ich bin in Lüdinghausen aufs Gymnasium „Canisianum" zur Schule gegangen und so passte dann alles ganz gut zusammen. Union Lüdinghausen hat damals in der Bezirksliga gespielt, was für die D-Jugend eine recht hohe Spielklasse ist.

Dieser Wechsel war im Hinblick darauf, irgendwann den nächsten Schritt machen zu wollen, für meine fußballerische Entwicklung recht sinnvoll. Meine Eltern haben das mitentschieden. Ich kannte da schon ein paar Jungs vom Team und konnte mir vorstellen, dass es eine gute Sache wird.

Dann kam der Wechsel zum BVB, wo du drei Mal deutscher Meister geworden bist. Welcher dieser Titel ist für dich der Besonderste?

Das coole an diesen drei deutschen Meisterschaftstiteln ist, dass jeder einzelne ein richtig geiles Erlebnis war. Ich kann mich noch bei meinem ersten Meistertitel mit Hannes Wolf erinnern, wo wir 4:0 gegen Stuttgart gewonnen haben: „Wehe, einer freut sich jetzt weniger, nur weil wir schon 4:0 führen und es für einige der zweite B-Jugend Titel hintereinander ist!" Aber eigentlich hätte er nichts sagen müssen. Klar, man könnte sagen, beim zweiten A-Jugendtitel habe ich den entscheidenden Elfer geschossen, und es war für uns alle das erste Finale Zuhause. Das war als Moment schon ein emotionaleres Erlebnis vor der Rekordkulisse von 33.500 Zuschauern im Signal Iduna Park, aber an sich war jede deutsche Meisterschaft gleichbedeutend und einfach jedes Mal das gleiche, geile Erlebnis.

Zu deinen Kollegen in der Jugend gehörten u.a. Christian Pulisic, Jacob Bruun-Larsen und Felix Passlack. Merkte man, dass da ein außergewöhnlicher Jahrgang heranwuchs?

Was ich jeden Fall sagen kann, ist, dass es ein sehr hohes Niveau war, wenn wir zusammen trainiert haben. Ich glaube, wir haben uns gegenseitig auf diesem sehr hohen Niveau gehalten, auch die Spieler, die anschließend nicht gespielt haben. Wir als 98-iger Jahrgang waren eine durchweg qualitativ sehr hoch besetzte Truppe. Bei Christian, Jacob und Felix hat man das jetzt in der Bundesliga oft gesehen, dass sie ganz gut zocken können. Aber damals gehörten alle aus der Mannschaft dazu, weil du dir das Meiste eben über das Training holst.

In der A-Jugend hast du in der Bundesliga 24 von 26 Spielen gespielt, in 5 davon hast du die Kapitänsbinde getragen. Dann kamst du in die Regionalliga und deine Konkurrenten für einen Platz in der Innenverteidigung hießen nicht mehr Fritsch, Sechelmann, Kilian oder Lippert, sondern Patrick Mainka, Oliver Steurer und Armin Pjetrovic. Du kamst bis zur Winterpause nur zu 4 Einsätzen, 3 davon waren Kurzeinsätze. Wie fühlt man sich da als A-Jugend Meister? Motiviert es zu mehr Einsatz im Training oder raubt es einem jungen Spieler erstmal die Motivation, nur von der Bank aus zusehen zu dürfen?

Motivationsprobleme hatte ich bisher noch nie. Aber es ist natürlich schon eine neue Situation, wenn man über Jahre Stammspieler war und dann quasi gar nicht spielt. Im Nachhinein war es prägend, und für meine Entwicklung vielleicht sogar gut, weil ich gemerkt habe, dass mir nichts geschenkt wird. Ich hatte keinen Bonus.
Es ist ja oft so, dass der Sprung in den Seniorenfußball nicht ganz reibungslos verläuft. Das habe ich auch gemerkt. Ich war fußballerisch sehr gut ausgebildet, aber mir fehlte noch die körperliche Härte und die Erfahrung. In der Phase habe ich ab und zu mal gedacht, dass ich mal spielen müsste, und saß dann letztendlich wieder auf der Bank. Das deprimiert dann schon etwas. Aber im Team wurde es immer gut aufgenommen und auch gut aufgefangen, wenn ich vom Kopf her mal einen nicht so guten Tag hatte.

Wenn man weiß, dass man noch mehr arbeiten muss, um ins Spiel zu kommen, dann motiviert das eher zusätzlich. Auch das Reflektieren, dass man selber gute Leistungen bringt, aber dass die anderen es auch gut machen, und es deshalb schwieriger ist, reinzukommen, ist eine Erfahrung, die ich kenne und mitnehmen muss.

Wie haben dir deine Mitspieler geholfen, dich an die Liga zu gewöhnen?

Ich habe direkt im Training gemerkt, dass es jetzt Männerfußball ist. Nicht selten ist es so, dass man aus der Jugend kommt und das ein oder andere Problem hat. Dann gab es Mitspieler wie Patrick Mainka, die mir viel erzählt und erklärt haben. Natürlich bringt man aus der Jugend schon eine gute Grundlage mit und weiß, wie Fußball gespielt wird, aber es sind kleine Details, die sich verändern.

Unser Kapitän Massimo Ornatelli lebt das so ein bisschen vor, und sagt Dinge, bei denen man erst denkt „Das ist so simpel, das gibt es doch nicht", und wenn man darüber nachdenkt, merkt man, dass er einfach Recht hat.

Zum Beispiel?

Dass es gerade für einen Innenverteidiger wichtig ist, die Fehler auf ein Minimum zu reduzieren, weil das für ein solides Spiel sehr wichtig ist. Ansonsten fällt mir aus dem Stegreif natürlich grad kein Beispiel ein (lacht). Wie gesagt, sind es oft Kleinigkeiten, die aber enorm weiterhelfen. Mir wurde auf jeden Fall von allen sehr geholfen.

Dieses Jahr haben Luca Kilian und Tim Sechelmann auf der gleichen Position den gleichen Schritt gemacht, kannst du ihnen mit deinen Erfahrungen vom letzten Jahr helfen?

Ich kenne die beiden schon länger und gerade zu Luca habe ich einen ganz guten Draht, weil wir in der A-Jugend eine ganze Zeit lang zusammengespielt haben. Auch Tim kenne ich schon sehr lange. Ich gehe jetzt nicht täglich auf die beiden zu, aber wenn sie etwas haben, können sie immer zu mir kommen, so wie jeder Spieler in der Mannschaft. Ich denke, dass ich ihnen hier und da etwas mitgeben kann, auch wenn sie es manchmal eher spaßig und locker sehen. Wenn ich mal was sage, wissen die beiden auch, wie sie es aufzunehmen haben.

Du weißt, wie es sich anfühlt, wenn über 30.000 Leute im Stadion sind. Wie ist es dann, wenn Spiele so angesetzt werden, dass möglichst wenige Fans zum Spiel kommen?

Ich müsste lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass es nicht cool ist, vor vielen Zuschauern zu spielen. In der Regionalliga passiert das leider viel zu selten, weil die Spiele bzw. gerade unsere oft parallel angesetzt werden. Das ist natürlich schade. Wir haben uns aber als Mannschaft vorgenommen, dass wir, egal wie viele Leute da sind, und egal auf welchem Platz wir spielen, immer unser Ding durchziehen. Äußere Umstände versuchen wir dann auszublenden, und ich denke, das ist auch ein Schlüssel, um erfolgreich zu sein. Das garantiert uns keinen Sieg, aber wenn wir unser Ding durchziehen und uns nicht beeinflussen lassen, machen wir auf jeden Fall ein gutes Spiel. Das ist der Punkt, um den es uns geht. Während des Spiels müssen wir dieses Ärgernis in Sachen Zuschauerzahl ausblenden.

Im Sommer warst du mit den Profis auf USA-Reise. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Es ist schwierig, da eine Sache herauszupicken. Es war insgesamt eine super Erfahrung, dort Zeit mit der ersten Mannschaft zu verbringen, auf und neben dem Platz. Dann kamen zusätzlich noch die USA „als Land", die Gegner und die Stadien dazu. Es ist der Wahnsinn, wie privilegiert man ist, mit der ersten Mannschaft im Kader zu reisen und zu sehen, was Borussia Dortmund für eine Strahlkraft auch außerhalb Europas hat. Die Fans und die gefüllten Stadien waren beeindruckend.
Auch, was alles für uns getan wurde, damit wir die bestmögliche Leistung auf dem Platz bringen können, selbst von Leuten, die uns gar nicht kannten: Auch die Planung, die Flüge, das Training und alles andere war einfach faszinierend.

Wie läuft ein Tag bei so einer Reise überhaupt ab?

Es wird gefrühstückt, und wenn Spieltag ist, dann gibt es noch eine kurze Videoanalyse, oder eine generelle Besprechung. Es folgt eine kurze Trainingseinheit, Mittagessen und dann war abends das Spiel. Je nach Uhrzeit gibt es davor oder danach noch einen kleinen Snack. Wenn es nur ein Trainingstag ist, gibt es morgens und nachmittags eine normale Trainingseinheit, wir waren ja mitten in der Vorbereitung. Die Zeit, die man dann neben den Mahlzeiten frei hatte, wurde auch mit Medienterminen vollgepackt, an denen wir Jugendspieler aber meist nicht teilnehmen mussten. Die freie Zeit musste ich auch teilweise dazu nutzen, um zu schlafen und zu regenerieren.

Ihr habt gegen Manchester City, Liverpool FC und Benfica Lissabon gespielt. Was konntest du als Spieler aus den Duellen mitnehmen?

Es war gut, aktiv zu spüren, wie europäischer Spitzenfußball aussieht. Man sieht diesen zwar oft im Fernsehen, aber es ist Wahnsinn, das mal live und davon je eine volle Halbzeit als Innenverteidiger mitzuerleben. Gerade Liverpool ist mit einer guten Truppe angereist, das war wirklich Top-Niveau, bei dem ich wusste: Das ist die Messlatte, viel besser wird es nicht mehr. Da muss man hinkommen, um im europäischen Fußball mithalten zu können. Das habe ich insgesamt mitgenommen und auch ein paar lehrreiche Szenen aus den Spielen.

Worin unterscheidet sich der Gegenspieler eines Champions League Teams gegenüber einem Regionalliga-Team?

Vorab: Die Regionalliga wird oft unterschätzt. Bei jedem Gegner, gegen den wir spielen, können die Leute kicken und haben alle ihre Qualitäten. Es ist oft so, dass meine Gegenspieler im Sturm etwas größer und bulliger sind. Der Unterschied zur Champions League ist dann ganz klar, dass das Tempo auf jeder Position höher ist, und dass die Spieler eine technische Perfektion vorweisen können, wo uns und anderen Regionalligamannschaften noch Fehler unterlaufen. Du hast bei solchen Gegnern wie in der Champions League keine Sekunde Zeit, um mal abzuschalten. Das Regionalliganiveau ist sehr hoch, aber es gibt zu allen Abläufen große Tempounterschiede und du hast nie Pause.

In deiner Fußballkarriere hast du ja schon ein paar Trainer kennengelernt. Wenn wir mal Hannes Wolf, Jan Siewert und Lucien Favre nehmen: Alle drei sind Fußballfachmänner, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Wenn du von jedem Trainer eine positive Eigenschaft herausheben könntest, die dich besonders beeindruckt hat, welche wäre das?

Fangen wir bei Hannes Wolf an: Man hört es oft, wenn über ihn gesprochen wird: Die menschliche Komponente in allem, was er tut, ist eine enorme Qualität. Als Jugendlicher konnte ich immer zu ihm kommen, wenn ich Probleme hatte. Er hat immer allen Spielern eine Chance gegeben. Trotz der menschlichen Komponente hat er nie den Fußball vernachlässigt und hat uns immer auf Top-Niveau gepusht - ein großartiger Trainer.

Das Gleiche kann ich über Jan Siewert sagen. Das erste halbe Jahr war keine einfache Zeit für mich, aber er hat immer wieder mit mir persönlich das Gespräch gesucht und hat mir mit David Solga zusammen gesagt, was vielleicht noch fehlt und woran ich noch arbeiten soll. Ich sollte immer Vollgas geben, um mir das Tempo und die Härte zu holen. Das hat er mir sehr gut vermittelt.

Mit Lucien Favre habe ich ja noch nicht so lange zusammengearbeitet. Ich finde ihn sehr faszinierend. Ich kam zu Beginn nur für kurze Zeit hoch, und selbst Spieler wie mich hat er dann zur Seite genommen und hat mir Tipps gegeben über Kleinigkeiten wie meine Leichtfüßigkeit. Weil ich ein körperlich großer Spieler bin, ist es für mich das Wichtigste, auf dem Vorderfuß zu stehen. Dafür hat er mir dann persönlich Übungen an die Hand gegeben, obwohl ich da noch gar nicht so lange mit ihm zusammengearbeitet habe. Ich wusste, dass ich in der Hierarchie im Profikader erstmal weiter unten gesetzt bin. Trotzdem ist er auf mich zugekommen und zeigt mir bei fast jedem Training zusätzlich Elemente neben dem, was ich sowieso mitnehme.

Ich möchte aber auch noch andere Trainer wie Andree Krüßmann, den ich in der U14/U15 in Kombination mit Volker Pröpper und Peter Wazinski hatte, erwähnen. Die haben uns in dem Alter technisch unglaublich viel beigebracht. Wir haben auch in dem Alter schon gute Erfolge gefeiert. Ich hatte einfach das Glück, immer gute Trainer zu haben, das ist ausnahmslos so gewesen.

Last but not least muss ich natürlich auch noch Benni Hoffmann erwähnen, der fast ein Jahr mein Trainer war. Wir verstehen uns auch jetzt immer noch richtig gut und tauschen uns regelmäßig aus, wie es bei dem anderen so läuft. Gerade er hat mir im Spiel mit dem Ball enorm viel beigebracht. Er hat mir das Spiel als Innenverteidiger über die 6 und das Kombinationsspiel, das uns später auch zum Erfolg gebracht hat, besonders eingeschärft. Auch er hatte einen großen Einfluss auf meinen persönlichen Werdegang.

Wie ist das denn in der Trainingsarbeit mit Jan Siewert? Gibt es für jeden Spieler einen Plan, den er an die Hand bekommt, wo er sich noch verbessern muss oder wird das eher situativ geklärt?

Ich glaube, wir haben in unserer Mannschaft Spieler, die sehr genau wissen, wo sie sich noch verbessern müssen. Jan Siewert gibt jedem einzelnen viel mit, ist dabei aber auch sehr auf den Teamgedanken fixiert. Er stellt das Kollektiv über jeden einzelnen und jeder, der sich dann einbringt, wird automatisch besser. Das zeichnet ihn aus. Taktisch gibt er uns darüber hinaus immer einen sehr guten Plan an die Hand. Den müssen wir natürlich noch umsetzten. Er tut sehr viel dafür, dass wir uns einzeln und im Team verbessern und auf den jeweiligen Gegner sehr gut vorbereitet sind.

Wo siehst du deine größten Stärken?

Das lasse ich gerne andere beurteilen. Das hat auch nichts damit zu tun, dass Eigenlob stinkt, aber prinzipiell denke ich, dass ich in allen Bereichen Entwicklungspotential habe. Im Luftduell, im Spielaufbau und im Eins gegen Eins habe ich meine Stärken, aber ich habe aktuell Top Niveau aktiv als Spieler miterlebt und weiß, dass es da noch sehr viel zu verbessern gibt. Deshalb möchte ich nicht gerne über meine Stärken reden, sondern schauen, dass ich mich noch verbessere.

Hast du spezielle Bereiche, auf die du dich in deiner Weiterentwicklung zuerst konzentrieren willst, oder versuchst du, so viel wie möglich auf einmal abzudecken?

Lucien Favre und Jan Siewert geben mir immer wieder einzelne Punkte an die Hand, in denen ich mich verbessern muss. Ich merke selber, dass ich gerade an meiner Leichtfüßigkeit weiter arbeiten muss, um im Eins gegen Eins gegen schnelle, wendige Spieler mehr Konstanz reinzubekommen, um möglichst wenige Zweikämpfe zu verlieren, damit ich in naher Zukunft gegen Top Gegner bestehen kann. Mein Ziel ist es im Moment, noch spritziger und noch leichtfüßiger zu werden. Ich schaue aber und achte darauf, dass ich immer alles gleichermaßen trainiere.


Was sind deine Ziele für die Zukunft? Du könntest ja noch ein paar Jahre für die U23 spielen, dein Vertrag läuft aber im Sommer aus.

Es hört sich wie die zweite Floskel an, wenn ich sage, dass ich mich auf das Hier und Jetzt konzentriere, aber damit fahre ich bisher ganz gut. Dieses Jahr wollen wir als Mannschaft alle voll reinhauen und den maximalen Erfolg erreichen. Ich bin sehr glücklich in Dortmund und was kommt, wird man sehen. Ich kann nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin beim BVB.

Vielen Dank für das Interview.


Larissa, Nici, Nicky und Seb, 12.10.2018


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