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Im Gespräch mit - 27.07.2018

Mit dem Rad zu Neven nach St. Etienne - tolle Spendenaktion von BVB-Fans

Ute und Paul radeln ab heute von Dortmund bis nach St. Etienne, um Spenden für die Neven Subotic Stiftung zu sammeln. Über den Hintergrund ihrer tollen Aktion haben wir mit BVB-Fan Paul gesprochen.

Wie kommt man auf die Schnapsidee mit dem Fahrrad zu Neven nach St. Etienne zu fahren?

Das war eine Inspiration der Beta-Wellen, die das Gehirn beim Übergang von Wachheit zu Schlaf produziert. Wir spenden schon länger regelmäßig an die Neven Subotic Stiftung und sind dort zu einem Besuch im Büro eingeladen worden. Am Vorabend des Besuchs ist mir beim Einschlafen die Idee gekommen, mit dem Fahrrad zu Neven nach St. Etienne zu fahren.

Bei der Stiftung ist die Idee sofort auf Gegenliebe gestoßen und dort hat man uns auch gezeigt, wie man eine Spendenaktion auf der Homepage der Stiftung einrichten kann. Das ist eigentlich total einfach. Man muss nur einen Text und ein Foto liefern und dann läuft der Rest über die Homepage der Stiftung. Auch die Spenden gehen direkt an die Stiftung.

Warum unterstützt ihr die Neven Subotic Stiftung?

Es gibt natürlich viele, viele Spendenorganisationen und die Notwendigkeit zu helfen besteht leider in großen Teilen der Welt. Was uns an der Neven Subotic Stiftung gefällt, ist die Nachhaltigkeit der Projekte und die Art und Weise wie mit lokalen NGOs zusammengearbeitet wird. Dass man sicher sein kann, dass die Spenden auch zu 100% in die Projekte einfließen. Und natürlich der unglaubliche Einsatz von Neven selbst.

Ihr seid natürlich BVB-Fans...

Wir haben unsere Dauerkarten seit Anfang und Mitte der 90er Jahre und stehen immer zusammen auf 14. Da sind wir auch mit einigen Fanclubs befreundet, die in unserer Umgebung stehen. Wir sind so ein bisschen Fußballromantiker. Deshalb finden wir einen Spieler wie Neven Subotic toll, der anscheinend in so einem überdrehten Geschäft noch sehr auf dem Boden geblieben ist und mehr im Kopf hat, als den nächsten Einkaufstrip mit dem Privatjet.

Ihr habt Euch 5.000 € als Spendenziel gesetzt. Das klingt erst einmal sehr ambitioniert. Wie seid Ihr auf die Summe gekommen?

1.000 schien uns zu wenig und 10.000 zu viel, also wollten wir halt mal probieren 5.000 zusammenzukriegen. Außerdem hat man mit 5.000 € ein Drittel eines Brunnens für Äthiopien finanziert und wenn man das schafft, kann man schon froh und ein bisschen stolz sein.

Wie lief die Spendenaktion?

Zunächst sind ordentlich Spenden reingekommen, dann stockte es etwas. Aber als die Aktion von der lokalen Presse aufgenommen wurde, lief es wieder richtig gut. Es ist ein tolles Gefühl, dass auch viele Menschen gespendet haben, die wir persönlich gar nicht kennen. Vielen Dank dafür. Auch mein Fußballverein Grün-Weiß Kley hat sich richtig ins Zeug gelegt, bei einem Jugendturnier bin ich mit der Büchse rumgegangen und meine Alten Herren haben nicht nur aus der Kasse 100 Euro gegeben, sondern auch privat noch gespendet.

Hattet ihr einen Plan, für den Fall, dass die 5.000 € nicht erreicht werden?

Wir haben uns da zunächst gar keine Gedanken gemacht, aber nach einiger Zeit ist uns klar geworden, dass wir auf jeden Fall fahren wollen. Aber inzwischen sieht es ja ganz gut aus, dass wir die 5.000 € packen. Aber ganz unabhängig von dieser Summe hilft natürlich jeder gespendete Euro dabei, das Leben der Menschen in Äthiopien zu verbessern.

Am heutigen Freitag soll es losgehen. Wie sieht die Reiseplanung aus?

Wir haben die Reise nicht generalstabsmäßig durchgeplant, sondern wollen uns auch mal treiben lassen und auf unsere innere Stimme hören, wie weit wir an den einzelnen Tagen fahren wollen.Die ersten Etappen stehen aber fest. Zunächst geht es zu Freunden nach Köln und von dort über die Eifel nach Trier. Von da aus dann die Mosel hoch bis Metz und über Lothringen, Dijon und Lyon nach St. Etienne. Insgesamt haben wir 10-12 Tage eingeplant. Spätestens wollen wir natürlich zum Saisonauftakt von AS St. Etienne am 11. August vor Ort sein, aber eigentlich hoffen wir, schon ein paar Tage früher anzukommen.

Könnt ihr Neven nicht mit zurück bringen?

Wir werden alles geben und haben auch einen unterschriftsreifen Vertrag für Grün-Weiß Kley mit im Gepäck. Ein Spender hat angeboten, seinen Fahrradanhänger zur Verfügung zu stellen, um Neven sofort darin einpacken zu können. Ich glaube und hoffe, seine Verbundenheit mit unserer Stadt wird ihn früher oder später wieder ganz zurückkehren lassen. Nach Beendigung der Profikarriere steht die Tür bei uns bei den Alten Herren natürlich immer offen!

Hier könnt ihr die Aktion von Ute und Paul mit einer Spende unterstützen.

Wenn Ihr Paul und Ute auf Ihrer Reise verfolgen wollt, könnt Ihr das bei Facebook tun.

Weitere Informationen zur Arbeit der Neven Subotic Stiftung gibt es auf deren Homepage.

Web, 27.07.2018


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