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Spielbericht Amateure - 22.04.2018

Der Auswärtssieg wird Ihnen präsentiert von: Amos Pieper


Ausgangslage:Wie immer auch offensiv mit dabei: Patrick Mainka

Bei dem Spiel, das ungewöhnlicherweise statt um 14 Uhr um 16 Uhr angepfiffen wird, treffen der 4. und der 6. der Regionalliga West aufeinander. Dortmund hat Rückenwind von den Siegen gegen Wiedenbrück und Gladbach II, Wuppertal hat die letzten 3 Spiele mit 3:1 gewonnen.
Aufgrund der Parallelansetzung ist mit wenigen BVB Fans zu rechnen. Auch im Pressebereich ist es relativ leer, schwatzgelb ist der einzige Vertreter für die zweite Mannschaft des BVB.

Erste Halbzeit:
Dortmund wirkt in den ersten Minuten schon dominant, große Chancen gibt es aber in den ersten Minuten auf beiden Seiten noch nicht. Der Ball lief meistens um die Mittellinie herum, in Strafraumnähe kamen die beiden Mannschaften nur durch Standards.

Die erste dicke Chance dann in der 8. Minute durch Dieckmann, der aber aus 18 Metern frei stehend das Tor verfehlte.
Fünf Minuten später holte Rizzo eine Ecke raus. Bouali trat die Ecke auf Pieper, der den Ball verlängerte. Unser Man of the Match mit der Vorlage auf Chato, der sicher einnickt. 1:0 nach 13 Minuten!
Pieper und Bouali zeigten in den nächsten Minuten noch einige schöne Kombinationen. Da machte das Zuschauen stellenweise richtig Spaß.
Auch wenn Wuppertal zu Chancen kam, schien Pieper alles zu gelingen, was er wollte, er spielte effektiv und bedrängte die Angreifer immer genau richtig, sodass Wuppertal kaum aufs Tor schoss.

Es gab Chancen auf beiden Seiten und auf beiden Seiten wurde gut verteidigt. Auch Patrick Mainka durfte sich zwischendurch auf die Schulter klopfen, als er einen Wuppertaler Freistoß abwehrte.

Nach einer guten halben Stunde gab es bereits den ersten Wechsel: Philipp Hanke kam für Pavlidis. Auf Nachfrage bei der Pressekonferenz sagte Jan Siewert: „Pavlidis hatte vor längerer Zeit schon Probleme mit seinem Rücken, auch in Bochum schon, das wusste ich, und das zog dann wieder Richtung Bein und deshalb wollte ich da Vorsicht walten lassen. Wir sind aktuell glaube ich in der fünften englischen Woche, zwei kommen noch und da brauche ich ihn dann.“

Bis zur Halbzeit beliefen sich die Highlights auf einen Zweikampf zwischen Chato und Pieper und auf eine Knaller-Chance vom WSV, die Reimann mit einem super Reflex und seiner Faust zur Ecke klärte.

Philipp Hanke kam früh für PavlidisZweite Halbzeit
Nach unseren Recherchen in der Halbzeitpause, aus denen hervorging, dass Herbert Bockhorn verletzt fehlte, ging es auf dem Platz weiter.
Dortmund ging das Spiel etwas gemütlicher an, was bei uns schon für Angst sorgte. Es wäre nicht das erste Mal, dass man ein Spiel, in dem man klar den Takt angibt, aus der Hand gibt und schließlich Punkte verschenkt.

In den ersten fünf Minuten gab es vermehrte Chancen für Wuppertal, aber die Abwehr ließ nichts anbrennen.

Die zweite Halbzeit ist acht Minuten alt, als Bouali die nächste Ecke schoss. Die Ecke kam auf den besten Mann des Spiels und Amos Pieper machte sein erstes Saisontor. 2:0 nach 53 Minuten, als wir gerade Angst bekamen, dass wir das Spiel irgendwie noch verlieren.

Nicht einmal fünf Minuten später stand dann Enzo Wirtz vor dem Dortmunder Tor und netzte zum vollkommen überflüssigen 1:2 ein.

Dortmund direkt wieder mit einer Chance, sie wollten sich nicht klein kriegen lassen. Es sah sehr gut aus, zwei Spieler standen zum Einschieben bereit und das einzige, was schief lief, war das Zuspiel von Dieckmann. Weiterhin 1:2 aus Wuppertaler Sicht.

Nach einer Stunde präsentierte Wuppertal die Zuschauerzahl. 2143 Zuschauer sahen das Spiel, selbst gezählte 25 davon im Dortmunder Block.

In der letzten halben Stunde lebten wir in Panik. Erfahrung hatte uns gelehrt, dass eine Führung nicht gleich Sicherheit war. Und Wuppertal kam zu mehreren und besseren Chancen, wohl motiviert durch das Tor.

Auch die Schiedsrichter trugen ihren Teil dazu bei, dass das Spiel zum Ende hin relativ hitzig war. Gefühlt konnte man die richtigen Entscheidungen der Linienrichter an einer Hand abzählen. Sowohl Dortmunder als auch Wuppertaler Ecken wurden nicht gegeben.
Circa 10 Minuten vor Schluss ging das Maskottchen Pröppi über die Tribüne. Über den Anblick von Dortmundern war er nicht begeistert.
Kurz nach dem Besuch des kopfschüttelnden Maskottchens wurde Dominik Reimann im Strafraum ordentlich angegangen. Gelb für den Angreifer wäre die richtige Konsequenz gewesen, das machte Reimann auch deutlich und sah schließlich gelb fürs Meckern.
Auch in den letzten Minuten gab es noch Chancen für beide Mannschaften.
In der letzten Minute dann noch eine riesige Chance, vorbereitet von Hanke, die sich gerächt hätte, wenn es nicht die letzte Aktion gewesen wäre.
Ich bin nur nicht mehr sauer über das nicht gemachte Tor, weil Jan Siewert auf der Pressekonferenz Abdelmajid Bouali mitsamt Akzent zitierte:
„Trainer, ich bin 60 Meter gesprintet und danach war ich einfach nur tot“ (Bitte mit einem holländischen Akzent lesen).

FazitVerdient inmitten des Jubels: Amos Pieper wird immer besser

Amos Pieper rettet dem BVB II drei Punkte. Vorne und hinten gelang ihm (fast) alles und am Ende hat er nicht nur unzählige Angriffe unterbunden, sondern auch ein Tor und eine Vorlage beigesteuert.
Dortmund steht wieder auf Rang 3, bei 5 verbleibenden Spielen und 9 Punkten Rückstand auf Platz 1 ist dieser aber nur noch auf dem Papier möglich.
Bei gutem Fußballwetter und überwiegend guter Leistung nimmt Dortmund verdient 3 Punkte mit nach Hause und noch wichtiger: Seb und Larissa haben die 6 Punkte, die sie sich mit ihrem Doppler vorgenommen haben bekommen. Wir hören/sehen/lesen uns am Mittwoch im Nachholspiel gegen Viktoria Köln um 19 Uhr in der Roten Erde.

Statistik

Wuppertaler SV
Wickl – Heidemann, Pytlik, Uphoff, Schünemann (46. Windmüller) – Saric, Pagano (62. Topal), Cirillo, Wirtz, Mandt – Kramer

Borussia Dortmund II
Reimann – Dieckmann, Mainka, Pieper, Sauerland – Chato, Ornatelli (90. Pjetrovic) – Bouali, Rizzo (71. Bajner), Boadu – Pavlidis (33. Hanke)

Gelbe Karten

Pagano (22.)-Reimann (81.)

Tore
0:1 Chato (13.), 0:2 Pieper (53.) ; 1:2 Wirtz (56.)


Nici, 22.04.2018


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