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Topspiele in schwatzgelb - 09.10.2008

Weltpokalfinale 1997 in Tokio

Weltpokal Tokio Durch den Wahnsinnserfolg 1997 in München über Juventus Turin qualifizierte sich der BVB für das Weltpokalfinale in Tokio gegen Cruzeiro Belo Horizonte. Nur ein deutscher Verein hatte diesen Titel bislang erreichen können: Bayern München im Jahr 1976. Gegen den südamerikanischen Vertreter hatten die meisten deutschen Vereine keine Chance.

Vor dem Champions League Finale wurde sich geschworen: wenn wir das Ding holen, fliegen wir auch nach Japan! Damals war ich beim "INFERNO HAMM", wohl eine der ersten Viel-/Allesfahrervereinigungen! Also Turin wiedererwartend weggeblasen - und schwupps stand man bei den anderen im Wort! Es wurde viel geredet (damals in der realen Welt, da noch kein www und Handy) und Anfang November stand fest, dass wir das Ding auf jeden Fall durchzuziehen. Zwei Angebote wurden aufgetan: einmal „privat“ über einen Fanclub 1 Woche Japan für 2100,- DM und ein EuroLloyd-Angebot 4 tage für 2000,- DM. Aufgrund Urlaubsmangel buchte ich zusammen mit einem anderen Dortmunder, Markus E. und dem „Roten“ (HSV-Fan, der den Länderpunkt brauchte und damals in der BVB-Szene bekannt war) über EuroLloyd.

Weltpokal Tokio Sonntags ging es mit Korean Air via Seoul nach Tokio. Montags Ankunft, total im Arsch, direkt ins Hotel. Die dortige Bar bestand aus einem Bierdosenautomat, den wir erst einmal trocken legten, bzw. soffen. Im Zimmer entdeckten wir noch Kimonos, die auf den betten lagen. Natürlich fix angekleidet und damit wie blöd durchs Hotel gerannt. Dienstag früh raus: Stadtrundfahrt zum Kaiserpalast und diverse religiöse Schreine. Das war echt interessant, eine ganze andere Welt. Unterwegs trafen wir dann auch auf die ersten Cruizeros, die locker 20-mal soviel Leute in Tokio hatten. Alles ging total freundschaftlich mit Fotos, Bier etc. ab, wie fast immer international. Vor dem Stadion dann auf andere bekannte Dortmunder getroffen. Auch damals gab es schon eine kleine, aber feine Allesfahrerszene. Dann zum Spiel in den Beton-Toyota-Ground. Wir saßen auf der VIP-Tribüne bei Borussias VIPs und Altinternationalen. Das Spiel wurde überraschend gewonnen, also noch etwas in Tokios sauteures Nachtleben eingetaucht - aber viel war nicht los! Später zurück ins Hotel und morgens zurück via Paris nach Frankfurt. Zumindest war das der Plan, aber in Paris wurde gestreikt. Der Flughafen sah aus wie eine Müllhalde und in Frankfurt hatte es geschneit. Unser Flug war von da also noch nicht mal in Richtung Paris gestartet. Also wurden wir auf einen Bussiness-Flug nach Düsseldorf umgebucht - voll mit Geschäftsleuten, wir mit Fanschal und Bier in der Hand.

Weltpokal Tokio Gute Stunde Flug neben einer rattenscharfen Geschäftsfrau, die sogar während des Fluges mit mir sprach. Ankunft dann abends in Düsseldorf, von da aus per Zug nach Hagen. Da gepennt, Donnerstag nach Hause ins Sauerland – total im Arsch und um 2.500,- DM ärmer. Aber es war jeden Pfennig wert. Meine Tasche kam dann Freitagabend mit dem Taxi von Dortmund nach Hause. Die war die ja in Tokio nach Frankfurt eingecheckt worden.

Unvergessliche Tour!

Gastautor PLETTE, 09.10.2008

Gastautorenbeiträge stimmen nicht immer mit der Meinung der Redaktion überein.


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