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Spielbericht Profis - 15.07.2015

15 Jahre schwatzgelb.de - Der letzte Tango im Westfalenstadion?

Am Samstag in dieser Woche jährt sich der Tag, an dem schwatzgelb.de gegründet wurde. In den inzwischen fast 15 Jahren Berichterstattung ist viel passiert. Vor zehn Jahren, also 2005, war zweifelsohne der Tiefpunkt erreicht: Der BVB bangte um seine Existenz. Hätte die Molsiris-Versammlung damals gegen die Sanierungspläne gestimmt, dann wäre der BVB zahlungsunfähig gewesen. Erfolge wie die Meisterschaft und der Pokal unter Jürgen Klopp - sie wären niemals passiert. Der Verein, den wir so lieben, der uns so viele schöne Stunden beschert hat, wäre unter Umständen nicht mehr da. Jens, CHS und kha-L beschrieben das letzte Spiel vor dieser Entscheidung und somit das möglicherweise letzte Bundesliga-Spiel im Westfalenstadion überhaupt mit emotionalen Worten, die wir hier erneut veröffentlichen. 

Die Südtribüne vor dem Spiel

Wie schon in der gesamten Woche schwebte heute über der Partie gegen Stuttgart das Damoklesschwert Molsiris. Das sorgte für eine besondere Stimmung, die das Ergebnis vergessen lässt. Es zeigt sich stattdessen, wenn wir von allen verlassen werden, auf uns Fans kann sich der BVB verlassen. 

Auch wenn in letzter Zeit, aus den uns allen wohlbekannten Gründen, mehr über die finanzielle Situation als über die überaus positive sportliche Entwicklung gesprochen wurde, so galt es doch heute (vielleicht zum letzten Mal?) sich wieder auf das sportliche Geschehen zu konzentrieren, denn der VfB Stuttgart mit dem verdienten Coach Sammer an der Spitze war an der Strobelallee zu Gast. 

Und während es für Borussia darum ging, den Mittelfeldplatz weiter abzusichern und den UI-Cup ins Visier zu nehmen, hatte der VfB Stuttgart sich das Ziel gesetzt, den Kontakt mit der Tabellenspitze nicht zu verlieren und sich selber auf den dritten Rang vorzuschieben. Die Möglichkeit war gegeben, denn mit dem VfB besuchte uns heute einer der Angstgegner. Seit vier Spielen gab es keinen Punktgewinn gegen die Schwaben. 

BVB-Coach van Marwijk konnte seine Stammaufstellung mit Koller aufbieten. Bei Dortmund fehlten nur die Verletzten Odonkor, Oliseh, Fernandez, Evanilson und Addo. Sammer musste hingegen auf Streller, Elson und Lahm verzichten. Dafür konnte Hleb mitwirken, bei dem es in den letzten Tagen noch unklar war, ob er würde auflaufen können. 

Der Rasen im Westfalenstadion glich nach wie vor mehr einem besseren Acker als einem Grün, welches für diese Spielklasse angemessen wäre. Auf jeden Fall war das Spiel heute das Abschiedsspiel für den Rasen. Die Frage ist nur: Muss er überhaupt noch erneuert werden? 

Zumindest fast alle Fans hatten begriffen, um was es ging. Es lag eine seltsame Stimmung über dem Westfalenstadion. Die Südtribüne, aber auch die anderen Tribünen begrüßten während der Aufwärmphase jeden Spieler. Von den Stuttgartern hörte man relativ wenig, allerdings war der Block gut anzusehen, da sie ein richtiges Fahnenmeer aufgeboten haben. 

"Ihr für uns und wir für euch!"Zehn Minuten vor Spielbeginn gab es dann das erste Gänsehautgefühl.Es wurde das Vereinslied über die Lautsprecher mit Textunterstützung der Videowände gespielt. Und beim Passus "Aber eins, aber eins, das bleibt bestehen" bekamen nicht nur die Autoren dieses Berichts eine Gänsehaut. 

Auch in Block 82 gab es dann etwas zu sehen, was auf der Südtribüne eigentlich schon ausgestorben war, da irgendjemand meinte, auf der Tribüne Rauch zünden zu müssen. In Block 12 passierte das dann noch ein weiteres Mal. Muss das denn sein? 

Pünktlich zu Spielbeginn begann es dann, wie konnte es auch anders sein, zu schütten, was die Bedingungen auf dem tiefen Rasen noch erschwerte.
Zum Einlaufen der Mannschaften wurde auf der Westtribüne ein Spruchband mit dem Motto ?Ihr für uns und wir für Euch? präsentiert und die Mannschaft antwortete mit einem Spruchband mit dem Text "Mit euch zum Freund fürchten wir keinen Feind!". Gleichzeitig zeigte die Südtribüne einen schon lange nicht mehr da gewesenen Konfettiregen. Übrigens, die ganze Mannschaft hatte am Freitag beim Malen der Spruchbänder ausgiebig geholfen. Die Idee war von der Mannschaft an die Fans herangetragen worden und so fanden sich Freitag Abend im VIP-Bereich der Nordtribüne ein Häuflein "mal-erprobter" Fans von THE UNITY ein, um den Spielern zu zeigen, welche Mühe in diesem Gepinsel steckt. Zwar musste ein Profi schon nach drei Minuten ganz dringend nach Belgien, der Rest nahm sich dann aber größtenteils mehr Zeit. Am Ende stellten Kehl, Metzelder und Ricken als später eintreffende den Rest des Spruchbandes her. Sie sind - ebenso wie Marc André Kruska - bereits für die nächste Blockfahne eingeplant. 

Nach zwei Minuten des Abwartens begann der BVB, die Stuttgarter bereits im Mittelfeld unter Druck zu setzen und kam auch direkt zu einigen guten Situationen, konnte diese aber nicht entschlossen genug vortragen. In der siebten Minute dann die erste wirklich gefährliche Szene für den BVB. Nach einer schönen Ricken-Flanke scheiterte Rosicky an Torwart Hildebrand. 

In der 09. Minute erhob sich dann das Westfalenstadion und stimmte das Vereinslied an, welches dieses Mal, sicherlich auch dank "richtiger" Einblendungen auf den Videowänden wesentlich besser funktionierte als bei der Premiere am vergangen Wochenende. Des Weiteren zeigte sich die Südtribüne viel stimmgewaltiger als in den meisten Spielen und zog ihre laute Anfeuerung die gesamte erste Hälfte durch. 

Zu dieser Zeit hatte Borussia den Gegner dank des konsequenten Pressings gut im Griff, die Stuttgarter konnten sich eigentlich kaum noch befreien. Nach der zweiten Ecke die nächste gute Chance, als Hildebrand einen Ball unterlief, doch leider war kein Borusse zur Stelle, um diese Chance zu verwerten. Silvio Meissner holte sich dann die erste Gelbe Karte ab, nachdem er Jan Koller im Mittelfeld rüde von den Beinen holte. 

Jan Koller als Turm in der SchlachtNach zwanzig Minuten verlor Borussia etwas den Faden und lies den VfB besser ins Spiel kommen und der kam auch sofort zu Chancen und es entwickelte sich ein munteres hin und her. In der 24. Spielminute kam Stuttgart zur ersten Großchance nach einem Hleb-Freistoss von links, doch Stranzl verzog freistehend. 

Ab der fünfundzwanzigsten Minute verflachte die Partie zusehends, beide Mannschaften brachten nicht mehr viel zu Stande und produzierten Fehlpässe im Sekundentakt. Einzig die Stuttgarter fielen durch einige recht heftige Fouls auf. 

Lars Ricken vergab in der 30. Minute eine Großchance, doch ihm fehlten einfach einige Zentimeter Körpergröße nach einer schönen Flanke von der rechten Seite. 
Zum Ende der ersten Halbzeit nahm der VfB das Heft in die Hand und Borussia versuchte sich in Kontern, doch dies scheiterte oft an den zu zahlreichen individuellen Fehlern. In der 43. Minute ging der VfB Stuttgart durch einen Kopfball von Meissner nach einer Flanke von Hinkel mit 1:0 in Führung. Nach dem Treffer zeigte Borussia dann wieder mehr Engagement, doch leider wirkte das alles sehr unkoordiniert und zerfahren. Mit diesem Ergebnis ging es dann in Halbzeit. 

Unverändert gingen beide Mannschaften in die zweite Halbzeit, in der Borussia auf das Tor vor der Südtribüne spielte. Stuttgart auch sofort mit der ersten Chance, doch Brzenska konnte gerade noch vor der Linie klären. Im direkten Gegenzug dann die Konterchance, doch Meira foulte den frei vor dem Tor stehenden Smolarek, so dass Schiedsrichter Meyer keine andere Möglichkeit bleib, als auf Feldverweis für Meira und Strafstoß zu entscheiden. Jan Koller legte sich den Ball in der 49. Minute zurecht, doch Hildebrand hielt den schwach gestoßenen Strafstoß sicher. 

Im Anschluss wechselte der VfB wegen der zahlenmäßigen Unterlegenheit aus. Für den Offensiven Cacau kam der Defensive Zivkovic. Stuttgart zog sich erwartungsgemäß immer mehr zurück und versuchte, mit immer brandgefährlichen Kontern zum Erfolg zu kommen, während Borussia kein Mittel gegen die sattelfeste VfB-Abwehr fand. 

In der 59. Minute zeigten Rosicky und Kringe eine schöne Kombination, aber wieder wehrte die starke Stuttgarter Abwehr diesen Angriff ab. Insgesamt zeigte sich, das bei Borussia viele Dinge, insbesondere die Konter, zu kompliziert liefen und so manche Chance vereitelt wurde. 

In Minute 65. wechselte van Marwijk das erste Mal, für Lars Ricken kam Ewerthon. Mehr Offensive war jetzt als das Motto und Borussia entwickelte jetzt auch ein echtes Power Play. Das Spiel fand faktisch nur in der Hälfte vor der Südtribüne statt, doch noch immer wirkte Borussia nicht wirklich gefährlich. 

Timo Hildebrand hält Koller-ElfmeterIn der 70. Minute dann ein schöner Kopfball von Jan Koller nach Smolarek-Flanke, doch Hildebrand parierte. Allmählich beschlich einen das Gefühl, das Spiel könnte noch drei Tage dauern und Borussia würde immer noch kein Tor gelingen. Nach der siebten Ecke dann endlich mal wieder eine wirklich gefährliche Chance, doch Hildebrand parierte den Brzenska-Schuss in Weltklasse Manier. 
Dann setzte van Marwijk auf volles Risiko. In der 79. schickte er Gambino für Metzelder auf das Feld und ab diesem Moment wurde das Spiel hektisch, da Schiedsrichter Meyer mit seinen stellenweise nur schwer nachzuvollziehenden Entscheidungen Publikum und Spieler gegen sich aufbrachte. Spielfluss gab es zu diesem Zeitpunkt kaum noch zusehen, zu oft musste der Schiri das Spiel unterbrechen. 

In der 90. Minute wieder ein Konter der Stuttgarter ? eigentlich der erste echte. Hleb dringt in den Strafraum an und Wörns kann sich nur mit einem Foul helfen - Elfmeter und Platzverweis. Meissner verwandelte den Strafstoß sicher zum 2-0. Das Spiel wurde gar nicht mehr angepfiffen. 

Stuttgart gewann in der Höhe unverdient, da insbesondere in Halbzeit zwei das Spiel nur vor dem Stuttgarter Tor stattfand, doch unserer Borussenelf fehlten einfach die Mittel und vielleicht auch die Erfahrung, um sich gegen die sehr gut stehenden Stuttgarter entscheidend durchsetzen zu können. 

Ein Hoffnungspunkt waren aber heute die Fans, von denen heute 75.000 das Spiel besuchten (1.500 Stuttgarter). Bis auf kurze Phasen in der zweiten Hälfte gab es heute einen Dauersupport, den man schon lange nicht mehr erlebt hat. Nicht nur die Südtribüne, auch die anderen Tribünen zeigten den Willen. Nach dem Spiel hörte man aller Ortens die Strophe "Aber eins, aber eins, das bleibt bestehen" des Vereinsliedes. 


Matthias Sammer:
 "Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Ich finde, dass wir in den ersten 15 Minuten sehr schlecht gespielt haben. Es gab zu viele Ballverluste auf unserer Seite und so konnten wir das, was wir uns vorgenommen haben, nämlich von Beginn an auch Nadelstiche nach vorn zu setzen, nicht umsetzen. Der Platz war zwar schlecht, aber im Vergleich mit unserem Platz in Stuttgart ist er vor allem am Anfang noch schnell gewesen und damit hatten wir Probleme. Das hat sich dann nach einer Weile gelegt und wir haben versucht, auch nach vorn zu spielen. Beide Mannschaften haben davon profitiert, dass die jeweilige andere Mannschaft leichte Fehler gemacht hat. Das hatte dann zwischenzeitlich etwas von Pingpong. Ich habe mich sehr über unser Tor gefreut. Es war toll herausgespielt. Die ganze Situation gefiel mir. Dann ging es in die zweite Halbzeit. Fußball ist manchmal verrückt. Nachdem wir das zweite Tor hätten erzielen müssen, bekommen wir im Gegenzug nach einem Foul nach Stellungsfehler einen Elfmeter und eine Rote Karte. Timo Hildebrand hat wieder einmal bewiesen, dass er ein Klassetorwart ist. Er hat heute Weltklasse gehalten. Zudem möchte ich Kevin Kuranyi loben, er hat heute toll für das Team gearbeitet. Tore springen dann automatisch wieder dabei heraus. Zu morgen möchte ich dem BVB sagen, dass ich dem Verein die Daumen drücke, dass alles positiv ausgeht, und dass es eine rational und emotional vernünftige Entscheidung pro Borussia Dortmund gibt. Das wäre mein Wunsch." 

Bert van Marwijk: "Ich finde, dass wir das Spiel gut begonnen haben. Wir haben gut gestanden, zwar nicht viele Torchancen gehabt, aber unsere Gegner hatten die auch nicht. Von der 35. Minute bis zur Halbzeit haben wir eine sehr unruhige Phase gehabt, in der wir viel zu viele unnötige Ballverluste hatten. Damit haben wir den Gegner gestärkt und in dieser Phase ist auch das Führungstor für Stuttgart gefallen. Trotzdem hatte ich das Vertrauen, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit noch drehen. Wir spielten auf die Südtribüne, mit Sicherheit ein Vorteil für uns. Dann rettet uns Brzenska vor einem höheren Rückstand. Im Gegenzug bekommen wir den Elfmeter. Wenn Jan den verwandelt hätte, hätten wir mit Sicherheit eine große Chance gehabt, dieses Spiel zu gewinnen. Gegen Zehn scheint es einfacher zu spielen. Wir haben das aber nicht gut genutzt, uns nur wenige Möglichkeiten erspielt. Je länger das Spiel dauerte, um so unruhiger wurden wir. Die Platzverhältnisse waren nicht gut für unser auf Tempo ausgelegtes Spiel, das konnten wir hier nicht praktizieren. Am Ende haben wir verdient verloren, aber alles gegeben. Wenn wir ein wenig schlauer gespielt hätten, hätten wir nicht verloren." 

Die Spieler vor der Süd. Zum letzten Mal?Christian Wörns: "Die Zuordnung stimmte beim Gegentor nicht. Es war natürlich auch eine schöne Flanke von der rechten Seite, gut gemacht. Aber bis dato hatten die Stuttgarter auch nicht viele Chancen. Unser Fehler war es, dass wir solche Spiele nicht länger 0:0 gestalten. In der Schlussszene war ich zu spät. Ich war der letzte Mann. Über Rot kann ich mich absolut nicht beschweren. Aber ich lasse nicht freiwillig einen Gegner vorbei. Dafür ist mein Ehrgeiz zu groß, da versuche ich noch alles zu retten. Die Niederlage ist nach dem Remis von Nürnberg ein Riesenrückschritt. Man muss ehrlich sein, mit den ersten Fünf der Liga haben wir nichts zu tun. Allerdings sind wir ein paar Plätze besser als wir stehen." 

Michael Meier: "Morgen geht es um die Entscheidung der Anleger und ich hoffe und bin mir sicher, dass wir da ein besseres Ergebnis erzielen als am heutigen Tage. Stimmen die Anleger zu, sehe ich auch für das Lizensierungsverfahren absolut keine Probleme. Das haben wir immer betont." 

Christoph Metzelder: "Meine Leistung heute war für mich ein Schritt nach vorne. Klar war ich mit den letzten Woche auch nicht sehr zufrieden, wobei das immer schwierig ist, sich selbst zu vergleichen mit den Leistungen von vor zwei Jahren. Ich versuche mich jedes Spiel an den alten Standard heranzukämpfen. Bei mir ist vieles von der Tagesform abhängig, auch davon wie ich in ein Spiel reinkomme und welches Selbstvertrauen ich mir in den Aktionen hole. Ich denke heute war es in Ordnung."

 

Aufstellung: 

Borussia Dortmund: Weidenfeller [2]- Metzelder [4] (80. Gambino [-]), Brzenska [3], Wörns [4,5], Dede [4] - Kehl [4], Kringe [3,5], Rosicky [4] - Smolarek [4], Koller [4,5], Ricken [5] (65. Ewerthon [-]) 

VfB Stuttgart: Hildebrand, Hinkel, Stranzl, Babbel, Meira, Meißner, Hleb, Tiffert, Cacau (54. Zivkovic), Solda, Kuranyi 

Schiedsrichter: Florian Meyer mit Carsten Kadach und Thorsten Schiffner und als vierter Offizieller Holger Henschel 

Gelbe Karten: Kringe, Brzenska, Dede - Meißner, Soldo, Kuranyi, Stranzl 

Rote Karten: Wörns - Meira 

Besondere Vorkommnisse: Kollers Foulelfmeter hält Hildebrand (49.) 

Zuschauer: 75.000 

Geschrieben von kha/CHS/Jens