Leverkusen hat endlich wieder einen Kokser…

…und wir von Schwatzgelb.de entschuldigen uns direkt im ersten Absatz für diesen dämlichen Kalauer. Der Mann des Spieltages war jedoch ganz eindeutig Fussballgott Jürgen Kohler und das ausnahmsweise gänzlich ohne Blutgrätsche, Tackling oder Klären auf der Linie. Mit Jürgen Kohler auf der Bank als Sportdirektor kam das Glück zurück an den Rhein. Beim 4:1 gegen Hertha BSC gelang der Bayer-Elf ihr höchster Saisonsieg. Diese 3 Punkte bescheren dem Chemieclub nun etwas Luft im Abstiegskampf, der 7 Spieltage vor Schluss, das einzig interessante an einer vom FC Bayern dominierten Liga ist


"Wir haben einen ersten Schritt gemacht und das erste von acht Endspielen gewonnen", sagte der ehemalige Verteidiger des BVB, der einer sichtlich verunsicherten Bayer-Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke zurückgab. Selbst 3 Pfostenschüsse der Berliner in den ersten 30 Minuten, brachten die Leverkusener nicht aus der Spur. Sie haben nicht nur ihr Glück wieder gefunden, sondern auch ihre Form. Allen voran Vizeweltmeister Oliver Neuville, der zwei Treffer zum vierten Heimsieg der Saison besteuerte
Mit dieser Form dürfte sich Bayer Leverkusen sehr schnell aus dem Abstiegskampf wieder verabschieden können. Dort ist inzwischen das Überraschungsteam der Hinserie gelandet. Nach einem 1:1 im heimischen Ruhrstadion gegen den 1. FC Kaiserslauten, scheint sich das Abstiegsgespenst wieder in Nähe Fahrstuhl bewegt zu haben. Dabei häufen sich zuletzt die unglücklichen Begleitumstände bei den Bochumern: Schiedsrichter Albrecht sprach den Gästen aus der Pfalz nach einem Zweikampf zwischen Mandreko und Timm in der Schlussminute einen zweifelhaften Freistoß zu, den Ramzy zum Ausgleich nutzte. "Eine größere Fehlentscheidung gibt es nicht. Wir sind um zwei wichtige Punkte gebracht worden", schimpfte VfL-Coach Peter Neururer.
Ähnlich wie Bayer Leverkusen, wollte auch der FC Schlacke 04 mit einem Trainerwechsel für eine spielerische Wende sorgen. Die auffälligste Figur an diesem Nachmittag im Nürnberger Frankenstadion machte dabei Manager Rudi Aussauer, der unterhalb der Woche die Kellertreppe herunter gestürzt war und mit dicken blaue Flecken im Gesicht das Debüt des einstigen "Kampfschweins" lobte: "Die Premiere von Wilmots ist hundertprozentig gelungen. Ein ganz anderer Zug ist da, es ist wieder Leben in der Bude." Einzig Tore blieben den Königsblauen verwährt. Das 0:0 nutzt wie man so schön sagt, keinem der beiden Mannschaften weiter. Die Knappen, liegen weiterhin knapp hinter einem internationalen Platz und die Franken stecken weiterhin im Abstiegsschlamassel.

Dort, wo die Energie aus Cottbus wohl nicht mehr hinauskommt. Auf eigenem Platz verloren die Lausitzer gegen den VfB Stuttgart mit 3:2, trotz zweimaligen Ausgleich dennoch verdient und dürfen schon für die zweite Liga so langsam planen. Die Schwaben hingegen liegen jetzt auf Platz zwei und damit auf einem Platz, der zur direkten Teilnahme an der Championsleague berechtigt. Abheben will in der Autostadt hingegen keiner: "Wenn man drei, vier Spieltage vor Schluss immer noch so steht, werden wir mit aller Macht die Champions League angreifen", so VfB-Keeper Ernst.
Profitieren konnte der VfB dabei vor allem von einem Patzer des BVB. Sie wollten ihren eigenen Rekord von 25 ungeschlagenen Heimspielen einstellen und verloren gegen das schlechteste Team der Rückrunde. Dank eines Kunstschusses des Bremers Fabian Ernst aus 47 Metern, konnten die Hanseaten 3 Punkte aus dem Westfalenstadion entführen und orientieren sich jetzt wieder nach oben
Dort steht auch der HSV. Mit einem glücklichen 1:0 gegen Arminia Bielefeld verkürzte die Jara-Elf ihren Abstand auf den dritten Borussia Dortmund auf 4 Punkte. Am kommenden Samstag kommt es zum Showdown der beiden Traditionsvereine im Volksparkstadion. "Wenn wir gegen Dortmund gewinnen, setzen wir uns neue Ziele", kündigt HSV-Trainer Kurt Jara bereits an. Dafür muss allerdings HSV-Stürmer Takahara reichlich Zielwasser trinken. Dem Japaner gelang gegen Bielefeld das Kunststück aus weniger als 5 Meter vorm leeren Tor zu vergeben.
Moralisch schon weit von der Liga entfernt, jetzt auch sportlich uneinholbar: Der FC Bayern. Trotz einem 2:0 Rückstand im Niedersachsenstadion zu Hannover, blieb die Hitzfeld-Mannschaft dank der späten Treffer von Sagnol und Pizarro auch im 21. Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage. Das dieses Ergebnis glücklich zustande kam, sei dahingestellt. Die Meisterschaft ist den Bayern nicht mehr zu nehmen.

In einem Fußball-Landesligaspiel auf Sardinien hat ein Linienrichter aus Protest gegen umstrittene Entscheidungen des Haupt-Referees vorzeitig das Feld verlassen. Nach Zeitungsberichten floh der Linienrichter nach rund gut einer halben Stunde entnervt in die Umkleide, nachdem der Hauptschiedsrichter ihn zuvor mehrfach ignoriert hatte, wenn er Fouls oder Abseitsstellungen anzeigte.

Geschrieben von Guido