Von wegen Krisenstimmung!

Bei der heutigen Pressekonferenz zum anstehenden Heimspiel gegen Bayer Leverkusen stellte sich ein sichtlich aufgeräumter Matthias Sammer nach seiner grippebedingten Trainingspause den Fragen der Journalisten.


Der Trainer stellte gleich klar, dass man natürlich auf die Niederlage in Berlin reagieren will, aber nicht mit Floskeln und klugen Sprüchen sondern mit Taten. Sauer aufgestoßen war Sammer, dass die Medien zum Teil äußerst unsachlich und überzogen über die Niederlage und ihre Folgen berichteten. So bot Sammer einem anwesendem Kollegen des deutschen Meinungsblattes Nr.1 an, ihm eine hohe Geldprämie zu zahlen, wenn er Sammer den Mittelfeldspieler namentlich nennen würde, der sich in dessen Zeitung negativ über angebliche taktische Anweisungen des Trainers zum Berlinspiel ausließ. Sammer wollte damit wohl verdeutlichen, dass es diesen Spieler wohl gar nicht gibt. Der Trainer sagte weiter, dass er, aber auch der Verein und die Spieler sich immer und jederzeit einer sachlichen Kritik stellen. Man sich mit dieser Kritik auch auseinandersetzt, man aber nicht nach einem Spiel alles in Frage stellen könnte. 
Es könne logischer Weise nicht immer bergauf gehen und man würden auch in Zukunft nicht die einzige Mannschaft sein, die verliert. Ärger über eine Niederlage sei immer verständlich und man sollte danach auch kritisch damit umgehen. Aber wenn man nach einer Niederlage versucht, die Mannschaft und den Trainer auseinander zu treiben, dann würde er, Sammer, ungemütlich. Oft wird zuviel verlangt. Man müsse auch die Entwicklung der jungen Spieler sehen, die zum Teil noch etwas grün hinter den Ohren sind. Qualität im Team ist im hohen Maße vorhanden, was er verlangt ist, dass die Mannschaft an Stabilität zu gewinnen. Die Spieler sollen sich nicht am Platz in der Tabelle orientieren sondern an ihren Leistungen. 
Seine Humor hatte Sammer nicht verloren. Auf die Frage von Willi Wittke, was er aus heutiger Sicht anders machen würde in Berlin antwortete er: „Ich hätte Machelinho ausgewechselt und Dardei noch die Gelb-Rote Karte gegeben. Nein im Ernst, ich würde diese Aufstellung immer wieder wählen.“
Zu dem Oliseh Interview im Kicker wollte er sich nicht äußern. Ergänzte nur, dass der Spieler, der sowas von sich gibt überlegen sollte, was er, oder der Verein über ihn in der Vergangenheit gesagt habe.
Am Sonntag erwartet der BVB 3.100 Bayerfans. Es gibt außerdem noch rund 1.000 Karten für das Spiel.

Geschrieben von wade