Seht ihr Profis, so wird das gemacht!

In einem in allen Belangen denkwürdigem Spiel setzten sich die Amateure des BVB dank eines überragenden Guy Demel (spielt übrigens Reuters bzw. Heinrichs Position) souverän und hochverdient mit 6:1 gegen den Dresdner SC durch.

Im Vergleich zum schwachen 0:0 gegen Holstein Kiel spielten Bugri für Seggewiß und Leandro für Gambino. Nur auf der Bank saß nach seiner Gelb-Rot Sperre weiterhin Amos Sasy, der erneut durch Benjamin Knoche vertreten wurde. Auf Dresdner Seite spielten viele Ex-Cottbusser mit, was natürlich einiges aussagt, wenn es noch nicht mal für Cottbuss reicht...

BVB-Mitglieder hatten heute übrigens freien Eintritt, was sich jedoch nicht auf die Zuschauerzahl auswirkte. Kein Wunder! Die, dieses Angebot annahmen, wären eh gekommen. Auch ca. 20 mitgereiste Dresdner waren zugegen, auf die wir im Kommentar "Nebensache Fußball" näher eingehen.
Zum Spiel: Nachdem in der ersten Minute Seifert einen Warnschuss abgab, gelang Demel im Gegenzug nach einer hohen Flanke aus dem Gewühl das 1:0. Seine ganze Klasse zeigte Krontiris in der 13.Minute als er einen Kopfballlupfer aus 16 Metern ansetzte, den Keeper Keller jedoch mit letzter Kraft über die Latte lenken konnte. Fünf Minuten später erzielte nach einem von Odonkor durch hohes Bein verursachten Freistoss Kubis den Ausgleich, wobei sich keiner für ihn zuständig fühlte.

In der 26.Minute war wieder Guy Demel zur Stelle und jagte einen Schuss von der Strafraumgrenze ins Netz. Enrico Keller im Tor der Gäste war chancenlos. Zwischendurch zeigte Odonkor immer wieder seine ungeheure Sprintkraft. Es ist einfach ein Genuss wie er trotz Rückstands seinen Gegner immer wieder überläuft. Wenn jetzt noch die Flanken präziser kämen, hätte man einen super Flügelspieler.  
Zu einem psychologischen..., ach, lassen wir das! In der 44.Minute erhöhte "Emu" Krontiris auf 3:1, nachdem er im Strafraum den Ball in Ruhe annehmen und locker versenken konnte. In der 54. Minute wurde es dann das erste und einzige Mal hektisch - auf dem Platz. Jörg Schwanke musste nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz, im anschließenden Trubel betrat Gästetrainer Vogel das Spielfeld und wurde auf die Tribüne verwiesen.

Dann wurde deutlich, dass Trainer Horst Köppel unter der Woche wohl Ecken trainieren ließ, denn erst köpfte Bastian Pinske ein und acht Minuten später nach zu erst abgewehrtem Kopfball Demel per Fuß. Dann passierte 20 Minuten nichts mehr, weil die Spieler sich aufgrund der Geschehnisse außerhalb des Rasens wohl nicht mehr auf das eigentliche Spiel konzentrieren konnten.  
Nachdem Krontiris zwei Chancen vergab, sorgte Mehmet Sirin in der Schlussminute für den 6:1-Endstand. Bei der Borussia verdienten sich vor allem die Torschützen Demel und Krontiris die Bestnoten, während vor allem Bugri wieder einmal enttäuschte.

Am Dienstag geht es im Rahmen des Westfalenpokals zum VfB Hüls (19.00Uhr). Nächste Woche findet ein Auswärtsspiel beim aufstrebenden Nachwuchs des 1.FC Köln statt und in zwei Wochen kommt es in der Roten Erde zum Spitzenspiel gegen Erzgebirge Aue.

Stimmen zum Spiel

Eberhard Vogel: Die Niederlage ist verdient, daran gibt es keinen Zweifel. Dortmund war spielerisch einfach besser und auch schneller. Am Anfang lief es noch ganz gut und hätten wir das 2:1 gehalten, dann wäre in der zweiten Hälfte vielleicht noch etwas möglich gewesen. Aber wir haben es leider nicht geschafft, dieses Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wir haben die Tore alle selbst verursacht, indem wir viele individuelle Fehler gemacht haben. Insgesamt ist es Schade, denn wir haben gut gekämpft. Die gelb-rote Karte halte ich für einen Witz. Danach waren wir nicht mehr in der Lage dagegenzuhalten.

Die Analyse von Horst Köppel im MP3-Format

Daten zum Spiel

BVB: Ratajczak - Sahin, Knoche (62.Sasy), Thorwart, Pinske - Odonkor (72.Gambino), Demel, Achenbach (68.Sirin), Leandro - Krontiris, Bugri

Tore: 1:0 Demel (2.), 1:1 Kubis (18.), 2:1 Demel (26.), 3:1 Krontiris (44.), 4:1 Pinske (58.) 5:1 Demel (66.) 6:1 Sirin (89.)

Bes. Vorkommnis: Schwanke sieht gelb-rot (54.)

Zuschauer: 334

Schiedsrichter: Thorsten "Ronaldos WM-Frisur" Schriever (Ottendorf), gelb-rot war zu hart, sonst war er aber ganz souverän, allerdings in einem leicht zu leitenden Spiel 

Geschrieben von Malte