Reedereien, Frauenfußball und (zum letzten Mal?) Erbsensuppe

Nachdem wir bereits über die Jahreshauptversammlung des Borussia Dortmund 09 e.V. berichtet haben, folgt hier der Rückblick auf die Hauptversammlung der börsennotierten Borussia Dortmund 09 GmbH & Co. KGaA.


Ziemlich genau um 11.00 Uhr eröffnete Aufsichtsratvorsitzender Gerd Pieper in der gut gefüllten Westfalenhalle 2 die ordentliche Hauptversammlung der BVB KGaA. Nachdem Herr Pieper die übliche Verfahrensweise und sonstige Hinweise bekannt gemacht hatte, erteilte er der Geschäftsführung das Wort, zunächst in Person von Hans-Joachim Watzke. Dieser hielt im Grunde dieselbe Rede, die er, nur um Nuancen verändert, bereits am Vorabend auf der Versammlung des BVB e.V. gehalten hatte, so das hier nicht weiter darauf eingegangen wird. Während Watzke sprach, traf Trainer Doll mit dem Spielerrat ein, welche großteils freundlich, aber auch mit einigen „Pfui“ Rufen empfangen wurde. Anschließend präsentierte Treß den anwesenden Aktionären den Abschluß der KGaA und daran anschließend auch das Ergebnis des „Konzerns“ BVB. Während dieses Teils der Veranstaltung überkam einen großen Teil der Anwesenden eine innere Unruhe. Diese ließ sie einen Raum weiter laufen, um die dort aufgebotene westfälische Erbsensuppe zu konsumieren. Nachdem Treß mit seinen Ausführungen zu Kennzahlen, Cash-Flow, G+V, Eigenkapital und all den anderen Dingen fertig war , wurde die Generaldebatte eröffnet, zu der sich zunächst 10 Aktionäre gemeldet hatten. Am Ende waren es dann doch insgesamt 13 Diskussionsteilnehmer. Neben vielen Anfragen zum Geschäftsbericht und Appellen an die Mannschaft, gab es noch drei spezielle Highlights in der zum einen die Geschäftsführung aufgefordert wurde, eine Frauenfußballmannschaft aufzumachen und sich zum Anderen über eine Alternative zur Erbsensuppe Gedanken zu machen. Weiteres Highlight war ein Vorschlag, einen Teil des Bilanzgewinns in Aktien der Bad Zwischenahner Firma Reederei Herbert Ekkenga AG zu investieren und diese unter den BVB Aktionären zu verlosen. Auf die Nachfrage was mit den Verlustbringern Sportsandbytes und goool.de passieren sollle, gab es die Information, das man mit der Gesamtsituation bei goool.de unzufrieden sei und es dort demnächst (in einigen Monaten) eine neue Lösung geben soll. Mit Sportsandbytes möchte die Geschäftsführung weiterarbeiten und die Webpräsenz weiter ausbauen. Nach der Generaldebatte wurde dann über die vorliegenden Anträge abgestimmt und alle 5 wurden mit über 99 % der Stimmen angenommen. Nach den Abstimmungen, nach fast 6 Stunden, beendete Pieper dann die Jahreshauptversammlung 2007.

Geschrieben von kha