Wintertrainingslager 2007, Teil 5 (letzter Teil)

Ein erneuter Negativ-Besucherrekord beim morgendlichen Training. Der gestrige sechste Geburtstag einer Dortmunder Fangruppe wurde von einem Teil doch recht ausgiebig gefeiert. Natürlich standesgemäß im Nobel-Yacht-Hafen Porto Banos. Ehrlich gesagt, haben wir uns da nicht sonderlich wohl gefühlt. Der ganze Hafen stank geradezu nach Geld und ein Teil der dort versammelten Menschen ließ einen auch spüren, wieviel Kohle man so mit sich herumträgt.

Das Training bestand zum Großteil aus auslaufen und kleineren Fitnessübungen. So hatten wir etwas Zeit, mit ein paar Journalisten oder anderen Fans zu sprechen. So sind auch wieder die beiden „Ostborussen“ - wie in jedem Trainingslager – vor Ort und auch die japanische Studentin reist dem BVB mal wieder hinterher. Norbert aus Geseke läßt ebenfalls grüßen genau wie die „Beerfighter“ aus Werl. Die Fans, die in den letzten Jahren öfter im Trainingslager waren, fiel generell auf, dass die Mannschaft wieder etwas mehr zusammen gerückt ist. Ob dies nur ein oberflächlicher Eindruck ist oder das ganze auch Auswirkungen auf die Spiele der näheren Zukunft hat, wird eben diese zeigen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit ausruhen, in der Sonne liegen und am Strand zu wandern. Eine kleine Gruppe reiste nach Sevilla, um dort die Stadt zu besichtigen und abends noch das Pokalspiel zwischen dem FC Sevilla und Rayo Vallecano zu besuchen. Um 17 Uhr stand das letzte Training auf spanischem Boden an, zum Großteil Torschußtraining. Immer wieder erstaunlich, wie gut die Jungs schießen können. Warum tun sie das nie auf dem Platz? Ersatztorwart Pirson geht sichtlich auf dem Zahnfleisch und wird von Torwart-Trainer Teddy wieder und wieder angestachelt und motiviert, noch weiter zu gehen. Weidenfeller und einige andere Profis hatten Trainingsfrei. Am Abend hatten wir das „Deutsche Eck“ direkt an der Strandpromenade für uns gebucht und ließen so die Woche locker ausklingen. Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Klima und die Gegend hier ihresgleichen suchen und das – aus persönlicher Sicht – das bisher schönste Trainingslager war. Auch das Hotel war super, vielen Dank auch an dieser Stelle an unseren Organisator „PLETTE“, der wieder einmal alles im Griff hatte. Ob das Trainingslager wirklich Fortschritte im sportlichen als auch zwischenmenschlichen Bereich innerhalb der Mannschaft gebracht hat, wird sich schon bald zeigen müssen. Auffällig immerhin – wie bereits erwähnt – das häufige Training im Bereich Standardsituationen. Im Vergleich mit Hertha BSC hat die Mannschaft und gerade die jungen Spieler einige Defizite. So liegt die junge Mannschaft der Hertha im athletischen Bereich deutlich vor der unsrigen, auch das Direktspiel machte im Training einen besseren und schnelleren Eindruck. Nach dem letzten Training entschloss sich ein mitgereister Fan aus Hagen, im Mittelkreis "blank zu ziehen". Ihm war eine große Geldsammlung dafür angeboten worden. Zu diesem Zeitpunkt wußte er nicht, dass ganze 20 Cent zusammen gekommen waren. Trainer Röber und sein Co Bernd Storck hatten jedenfalls auch so ihren Spaß an der kleinen Darbietung.           

Weitere Impressionen aus Marbella:


Geschrieben von Jens