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Spielbericht Profis - 20.01.2018

Unentschieden im Berliner Olympiastadion

Wurfrollenaktion zum Anpfiff in der Ostkurve

Im Vorfeld des Spiels wurde viel geredet - nur nicht über das Spiel selbst. Überschattet wurde die Vorberichterstattung größtenteils von der Personalie Aubameyang. Darüber hinaus hätte es auch durchaus andere interessante Themen gegeben, die das Freitagabendspiel zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund im Vorfeld zu liefern hatte. Beispielsweise die Tatsache, dass ein Spiel mit einer Entfernung von über 400 Kilometern auf einen Werktag fällt. Oder, dass die Berliner Hertha ihre Spielstätte nicht füllen kann - trotz eines Ticketverkaufs über ein Rabattportal und stellenweisen Ermäßigungen von 20 bis zu 50 Prozent. So sahen letzten Endes knapp 65.000 Zuschauer das zweite Dortmunder Remis 2018.

Das Spiel begann für einige Fans leider verspätet. Aufgrund teils exzessiver Einlasskontrollen entwickelte sich noch vor dem Eingang ins Stadion ein ziemlicher Rückstau, sodass einige Zuschauer es bedingt durch die Organisation nicht rechtzeitig in ihren Block geschafft haben. Die Einlasssituation am Olympiastadion wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher.

Mario Götze gegen Kalou

Verpasst haben werden sie aber nicht viel: Im ersten Spielabschnitt lieferten sich die alte Dame und Borussia einen unterdurchschnittlichen Bundesliga-Kick. Dortmund hatte mehr Ballbesitz, wusste mit diesem aufgrund fehlender Kreativität aber nicht viel anzufangen. Letzten Endes ging es torlos in die Kabinen - absolut leistungsgerecht.

Pyro-Show zum Wiederanpfiff

Die zweite Hälfte begann farbenfroh: Zum 15. jährigen Jubiläum der Sconvolts Dortmund leuchte der Unterrang am Marathontor in den dementsprechenden Farben rot, gelb und grün. Nur wenige Zeigerumdrehungen nach dem aufleuchten der ersten Fackel fiel der Führungstreffer der Hausherren. Davie Selke war zur Stelle (46.).

Nach dem Gegentreffer schalteten die Dortmunder einen Gang hoch und erarbeiten sich in Person durch Pulisic und Kagawa die ersten nennenswerten Chancen (56., 59.). Um Haaresbreite entging die Truppe von Peter Stöger dem 0:2 - aber der Schiedsrichterassistent hob die Fahne

Recht farbenfroh wurde die zweite Halbzeit eingeläutet

(62.). Abseits. Durchatmen. Weiter machen.

Kagawa bringt die Erlösung

Zehn Minuten später waren es dann die Borussen, die das runde Leder im eckigen Gehäuse unterbringen konnten: Nach einer Flanke von Sancho bugsierte Kagawa den Ball per Kopf über die Linie (71.). Borussia hatte noch nicht genug und drückte weiter aufs Gaspedal, aber weder Sancho (82.), noch Toljan (85.) sollten Thomas Kraft überwinden können. Isak fand nach einem Volley in der Querlatte seinen Meister (86). In der 94. Minute hätte Schiedsrichter Dingert nach einem Klammergriff gegen den eingewechselten Yarmolenko noch auf Elfmeter entscheiden können - aber die Pfeife blieb stumm.

Am Ende trennten sich Hertha BSC und Borussia Dortmund, am Ende etwas unglücklich, mit 1:1. Somit konnte der BVB seine Negativserie in der Hauptstadt nicht beendet. Seit nunmehr vier Auswärtsspielen bei der alten Dame wartet Borussia auf einen Sieg.

Die Fotostrecke zur Punkteteilung gibt es wie gewohnt auf unserer BVB-Fotoseite unter diesem Link.

20.01.2018, Kevin


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