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Im Gespräch mit... - 10.08.2017

Stéphane Chapuisat: "Wir hatten damals eine Topmannschaft aufgebaut"

CL SiegerSchwatzgelb.de: Wir würden gerne vor 20 Jahren einsteigen, mit dem Gewinn der Champions League. War das dein Karrierehöhepunkt?

Ja, auf jeden Fall.

Hast du da schon am Anfang der Saison gemerkt, dass da was gehen kann?

Nein, wir haben einfach die Gruppenphase gespielt und gehofft, dass wir überwintern können und dann haben wir von Spiel zu Spiel gesehen. Auf einmal waren wir im Endspiel. Und dann willst du es natürlich auch gewinnen.

Gab es denn einen Knackpunkt in der Saison, der euch Auftrieb gegeben hat?

Eigentlich nicht, am ehesten noch das Manchester-Rückspiel. Da haben wir das nötige Glück gehabt und Jürgens Fußspitze (lacht). Das Rückspiel war schon eine große Nummer, dass wir da gewonnen haben und ins Finale einzogen sind. Da denkt man schon darüber nach, dass das unser Jahr werden könnte. Und wenn du als Außenseiter im Finale stehst… In einem Spiel kannst du jeden schlagen.

Wenn man sich Manchester United und Juventus Turin anguckt, waren das wohl damals die besten Mannschaften der Welt. Wie geht man so ein Spiel gegen Größen wie Zidane oder Giggs, um mal zwei zu nennen, an?

Eigentlich war es eine spezielle Situation. In der Liga waren wir nicht so gut und dann haben wir auch noch einige Verletzte gehabt. Aber irgendwie haben wir es immer geschafft, bei den Spitzenspielen Topleistungen zu bringen und da ist unsere Strategie dann auch aufgegangen. Und das nötige Glück hatten wir dann vor allem bei diesen Spielen auch noch.

Würdest du sagen, dass ihr in der Liga satt wart? Wolltet ihr euch lieber auf die Champions League konzentrieren?

Nein, das wäre zu hart ausgedrückt. Aber wir hatten ein schweres Jahr mit vielen Verletzten und damals hatte man nicht so einen Kader wie heutzutage. Insgesamt waren wir nicht so viele Spieler und das hat man auch in den Leistungen gemerkt. Es hat international viel Kraft gekostet. Dazu kommt dann noch, dass wir zweimal Meister waren und gejagt wurden. Das ist von der Situation her auch nicht so einfach.

Du sagtest, man hätte nicht so den Kader wie heutzutage gehabt. Aber es war ja schon eine Mannschaft gespickt mit Stars. Gab es so etwas wie einen Wortführer oder eine klare Hierarchie?

Ja, klar, wir hatten viele deutsche Nationalspieler und gute Ausländer. Wir hatten allerdings nicht so viele Möglichkeiten zu wechseln. Wir haben ja meistens mit der gleichen Aufstellung gespielt.

Diese klare Hierarchie, dass einer den Ton angibt, gab es da so eine Figur, an der sich alle orientiert haben?

Matthias Sammer natürlich, das war so ein Typ. Der ist dann ja auch Trainer geworden, das ist kein Zufall. Auch Julio Cesar, das war ein anderer Typ, aber auf dem Feld sehr wichtig. Steffen Freund, Paolo Sousa, Stefan Reuter, Andy Möller, die Nationalspieler waren, waren teilweise schon länger da, auch Jürgen Kohler. Die geben dann schon den Ton an.

Ist das heutzutage anders?

Es kommt drauf an. In Deutschland ist das bei Bayern sicher immer noch so. Aber in Dortmund mit den vielen jungen Spielern ist die Hierarchie sicher anders. Wir hatten ja einen viel höheren Altersschnitt. Es ergibt sich automatisch ein anderer Wert für den einzelnen Spieler, wenn du größere Altersunterschiede hast.

Im Finale wurdest du in der 70. Minute ausgewechselt, ein paar Sekunden später trifft Lars Ricken zum Todesstoß gegen Juve. Hast du das Tor überhaupt mitbekommen oder warst du noch auf dem Weg zur Bank?

Ich war gerade auf der Bank angekommen und dann haben wir gesehen, dass Peruzzi so weit vorm Tor steht und auf der Bank haben sie gesagt, dass er das die ganze Zeit schon so macht und Lars den ersten Ball direkt nehmen will. Und dann bekommt er tatsächlich den Ball und lupft ihn über Peruzzi.

Wenn du dir einen Moment aus der Champions League Saison einrahmen könntest. Welcher wäre das?

Fußballerisch sicher die ersten zwei Tore oder die erste Halbzeit gegen Juve. Nachher die Feier in München war auch ein Highlight.

Oder vielleicht deine Fallrückzieher-Vorlage gegen Auxerre?

Ja, das war auch ein sehr schöner Moment. Aber eben auch nur wirklich eine Momentaufnahme. Der Finalsieg ist dann natürlich noch ein größerer Augenblick.

Wer hat dich aus dem damaligen Kader fußballerisch am meisten beeindruckt?

Wir hatten damals eine Topmannschaft aufgebaut. Defensiv mit Jürgen Kohler, Paolo Sousa im Mittelfeld, auch Paul Lambert, der viel gearbeitet hat für die Mannschaft ....

Er ist auch der einzige, der alle CL Spieler gemacht hat in der Saison. Du hast eins verpasst.

Genau, das Spiel gegen Manchester. Da hatte ich Rückenprobleme. Ansonsten im Angriff auf jeden Fall Kalle Riedle, mit seinen zwei Toren im Finale.

Hast du noch Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern?

Sehr selten. Die meisten wohnen nicht mehr in Dortmund. Das ist das Problem: die Distanz und ich bin im Fußball tätig als Scout, also viel unterwegs. Gerade auch immer, wenn Dortmund spielt. Wenn man sich trifft, dann halt meist im Stadion. Das ist für mich sehr schwierig, Freiräume zu schaffen, um nach Dortmund zu kommen. Das ist schade.

Du bist nicht mehr so häufig im Westfalenstadion. Wann denn das nächste Mal?

Schwer zu sagen. Ich muss schauen, wann wir spielen und wann ich durch meinen Beruf reise. Manchmal im Dezember, kommt halt drauf an, ob wir noch Spieler für die Rückrunde suchen. Dann bin ich natürlich viel unterwegs. Momentan sind wir in der Champions League Qualifikation. Wenn wir international dabei sind, spielen wir gleichzeitig, dann kann ich auch nicht nach Dortmund.

Vielleicht landen wir in einer Gruppe?

Fast nicht möglich. Wir haben ein schweres Spiel gegen Kiew [das Interview fand vor dem Rückspiel statt, Anm. d. Red.], danach kommt Sevilla, Neapel, Liverpool. Ok, Deutschlands Vertreter ginge sportlich eventuell.

Hoffenheim wäre auf jeden Fall machbar für euch.

(lacht) Ja, aber die sind leider im gleichen Topf. Als Vertreter aus der Schweiz hat man auch das Problem, dass man zwei Qualifikationsrunden braucht. Da ist die Europa League realistischer. Wenn wir in der Quali rausfliegen, dann spielen wir in der EL Quali gegen einen sogenannten „Kleinen". Wir sind gesetzt und müssen gegen einen ungesetzten, eine Mannschaft, die vielleicht nicht so attraktiv ist und meist auch total unangenehm, aber machbar. Und ich hoffe, wir sind dann auch wieder international dabei.

Wenn wir nochmal auf den BVB in den 90ern zurückkommen. Da war Ottmar Hitzfeld als Trainer natürlich auch wichtiger Teil. Wie war er so als Trainer?

Ich denke, für mich war er sehr wichtig. Er war ja auch Stürmer. Das ist schon ein Vorteil, weil er wusste, dass es für die Stürmer sehr wichtig ist, Tore zu schießen. Unter der Woche haben wir viel vor dem Tor gearbeitet. Das Training war immer sehr gut. Ich habe ihm viel zu verdanken, wir sind zusammen nach Dortmund gekommen und haben eine gute Zeit gehabt. Als Trainer generell? Ich denke er konnte mit allen gut, hat eine gute Nase gehabt. Er wusste, mit wem er härter umgehen musste und wem er ein bisschen mehr Freiraum lassen konnte. Das war sein großes Plus, deswegen hat er auch eine große Karriere gemacht als Trainer.

Wie sah das im Training aus? Gab es da Einheiten auf die du absolut keinen Bock hattest?

Bei Ottmar gab es zum Glück nicht so viele, aber früher sind wir sehr viel ohne Ball gelaufen. Bei ihm eher weniger. In der Vorbereitung gehört das Laufen einfach dazu, man war dann natürlich auch fit für die ganze Saison, aber für einen Fußballer ist es das schönste, wenn man einen Ball am Fuß hat. Heutzutage verschwinden reine Laufeinheiten, es wird fast alles mit Ball gemacht. Das wäre damals natürlich auch schon schön gewesen, aber unsere Zeit war halt so. Zum Glück musste ich nie bei Magath trainieren (lacht).

Du hast es eben schon angesprochen. Ihr seid beide zur gleichen Zeit zum Verein gekommen. Er war schon ein bisschen dein Förderer, oder?

Ja, wir sind beide gleichzeitig gekommen, 1991. Er wollte mich haben und hat mir auch die Chance gegeben. Das Vertrauen wollte ich mit guten Leistungen zurückgeben, was dann ja auch sechs Jahre lang gut funktioniert hat.

Was ich mir damals nach dem Champions-League-Finale, mit meinen zarten 10 ½ Jahren, gedacht habe: Warum musste Hitzfeld gehen?

Er war halt schon sechs Jahre da. Das hat ihn viel Kraft gekostet und ich denke, er hat sich auch selber geschützt und brauchte mal ne Pause. War natürlich schade, weil er nach einem Jahr dann zu Bayern gegangen ist und dort erfolgreich gearbeitet hat. Auch heutzutage, also wenn Trainer x Jahren beim gleichen Verein waren, wie zum Beispiel bei Jürgen Klopp, da braucht man Veränderung. Das ist manchmal gut für beide Seiten.

Also war das eher Hitzfelds Entscheidung. Man munkelt ja, dass Hitzfeld gerne weitergemacht hätte und Änderungen am Kader vornehmen wollte, die sich der Verein gar nicht mehr leisten konnte. Gab es da auch Zoff mit der Vereinsleitung?

Ja, vielleicht. Das sind so Sachen, die man nie wirklich erfahren wird. Ich denke, wenn man so lange zusammenarbeitet, dann möchte man einfach mal wechseln. Vielleicht war es auch der richtige Moment, mit dem Gewinn der Champions League, um aufzuhören.

Die Vereinsführung hat ja damals schon größere Transfers getätigt. War das vielleicht ein zu riskanter Kurs zu der Zeit?

Das ist für mich schwierig zu sagen. Wir waren auf dem Platz und das andere mussten die Verantwortlichen entscheiden. Es gab eine Zeit, wo der Verein viel Geld ausgegeben hat, das ist leider nicht gut gegangen. Aber trotzdem hat man sich retten können.

Wenn wir mal auf die aktuelle Situation kommen. Der BVB hat auch dieses Jahr nach einem Titelgewinn den Trainer gewechselt. Ist die Situation mit damals vergleichbar?

Das sind so Sachen, die intern sind und die man als Spieler nicht mitbekommt. Die sollten einen auch nicht interessieren, weil man soll ja spielen und nicht so viel Politik machen (lacht). Aber sicher, auch für mich als Externen, wenn man selber mal gespielt hat, erkennt man die Mechanismen, aber manchmal ist es schwierig zu verstehen. Es war keine Überraschung für mich, dass Tuchel gehen musste. War ja mehrere Monate ein Thema. Bei Hitzfeld war es überraschender. Nach so einem Gewinn denkst du da nicht dran.

Glaubst du denn, dass die Entscheidung, sich von Tuchel zu trennen, richtig war? So aus deiner externen Sicht?

Schwierig für mich zu sagen. Dafür kenne ich Tuchel auch zu wenig. Ist sicherlich ein guter Abschluss nach einem Titel, aber ob es die richtige Entscheidung war, weiß man immer im Nachhinein. Da muss man die Saison jetzt abwarten und schauen, was dabei rauskommt.

Was tippst du denn für die aktuelle Saison für den BVB?

Tippen ist unglaublich schwierig. Ich denke, dass Bayern wahrscheinlich nicht mehr so dominant sein wird, habe ich zumindest im Gefühl. Es wird diese Saison spannender, aber es braucht auch mehrere Mannschaften, die Bayern angreifen und schlagen können und ich hoffe, dass Dortmund eine davon sein wird. Es braucht noch ein bis zwei andere, damit es noch lange offenbleibt.

Kommen wir mal zu deiner aktuellen Situation. Du hast es eben schon angesprochen, du bist Chefscout bei den Young Boys. Wie sieht da so der Arbeitsalltag aus?

Ich trainiere die Offensiven der Jugend von der U15 bis zur U21 und daneben bin ich verantwortlich für das Scouting der ersten Mannschaft und der Jugend ab U18. Es kommt drauf an, zweimal pro Woche bin ich auf dem Platz trainieren. Ansonsten schaue ich unsere Spiele an oder Spiele, wo wir einen Spieler interessant finden, in allen Altersklassen. Ich bin zu ca. 70% im Scouting und habe noch zwei bis drei weitere Mitarbeiter, die im Scouting arbeiten, also insgesamt ca. zweieinhalb bis drei Vollzeitstellen füllen wir aus. Wir haben wenig Möglichkeiten bei uns, mit dem, was wir zur Verfügung haben. Es ist wichtig, dass wir den Schweizer Markt gut beherrschen. Da wollen wir gut sein, da wollen wir die guten Jugendspieler kennen und in anderen Fällen müssen wir halt mit Beratern arbeiten, die uns Tipps geben. Aber Hauptaugenmerk ist der Schweizer Markt, da bin ich viel unterwegs. Wenn ich ins Ausland fahre, dann weil wir von einem Spieler überzeugt sind und ich fahre dann nicht, um das Sportliche anschauen, sondern um mit dem Spieler zu reden. Was ist das für ein Typ? Passt der zu uns?

Grob geschätzt, wie viele Spiele siehst du im Jahr?

Sicherlich sehr viele, weil ich ja auch noch die Jugend trainiere. Da möchte ich am Wochenende sehen, wie die sich schlagen. Ich versuche, 1-2 Spiele der Jugend zu schauen. Weiterhin dann unsere Profis, dann noch ein paar andere Spiele live und halt viel am Fernseher. Manchmal schaue ich gar nicht mehr Spiele, sondern einzelne Szenen, wo du schneiden kannst. Insgesamt aber sehr viel.

Wie funktioniert das Scouting so bei euch? Wie viel ist persönliche Beobachtung und wie viel konzentriert ihr euch auf Leistungsdaten und Statistiken?

Heutzutage hat man schnell die Möglichkeit, sich von einem Spieler, den man nicht kennt, ein Bild zu machen, z.B. über Videoaufnahmen und Leistungsdaten. Bei einigen Spielern stimmen die Statistiken noch nicht richtig, aber die haben Potenzial. Es braucht von allem ein bisschen. Man hat sehr viele Möglichkeiten, indem man sich bestimmte Werte anguckt. Aber man muss auch aufpassen. Das ist längst nicht alles und ersetzt nicht komplett den Eindruck auf dem Platz. Dort sieht man, ob er richtig spielt, die richtigen Entscheidungen trifft. Bei uns in der Schweiz müssen wir auch schauen, wenn ein Spieler sehr gut ist, dann haben wir keine Chance mehr. Wir müssen eher nach Spielern suchen, wo wir finden, der hat etwas, aber bringt es noch nicht zu 100% auf den Platz. Sobald einer sehr gut ist, keine Chance, dann wird es zu teuer. Da muss man manchmal kreative Ideen haben oder Spieler ansprechen, die zu früh zu einem zu großen Verein gegangen sind und dort nicht die Zeit bekommen haben. Solche Spieler sind interessant.

Würdest du sagen, man kann Spielintelligenz aus Leistungsdaten ablesen oder nur aus persönlicher Beobachtung?

Es ist ein wichtiger Faktor, aber die Beobachtung ist extrem wichtig. Man kann zum Beispiel im körperlichen Bereich noch viel in der Jugend machen. Wenn zum Beispiel jemand intelligent spielt, aber nicht den Körper hat, dann kann man das trainieren, das kommt noch. Aber wenn er nur die Kraft hat und nicht intelligent spielt, dann baut er mit der Zeit immer mehr ab, weil die anderen körperlich aufholen. Wir haben oft schon Spieler gefunden, die leistungstechnisch noch nicht so gut waren, aber bei denen man sehen konnte, dass sie fußballerische Lösungen haben und starten dann durch. Vor zwei Jahren haben wir einen Spieler geholt, Denis Zakaria. Der hat damals kaum gespielt, war noch jung, sehr schlank und groß. Die Koordination war nicht so super. Und jetzt ist er für 12 Millionen zu Gladbach. In der Schweiz brauchen wir, weil wir durchs Fernsehen nicht so viele Einnahmen haben, die Transfereinnahmen. Deswegen müssen wir junge Spieler holen, wo wir viel Potenzial sehen. Wir müssen ihnen eine Perspektive in der ersten Mannschaft geben und sie teurer verkaufen können. Das ist im Budget ein wichtiger Posten: Transferüberschuss.

Auf welche Leistungswerte achtet ihr da besonders, wenn ihr euch Statistiken anguckt?

Das hängt natürlich von der Position ab. Scorerpunkte in der Offensive sind schon ein guter Indikator, Torbeteiligungen sind wichtig. Und defensiv halt Zweikampfwerte und Spielaufbau, also angekommene Pässe.

Hast du viel persönlichen Kontakt zu den potentiellen Neuzugängen? Du sagtest ja schon, dass du da hinfliegst und mit denen sprichst. Auf was kommt es da besonders an?

Ja, mal mit ihm essen gehen. Was ist das für ein Typ? Würde der bei uns passen? Da muss man sich ein bisschen auf sein Gefühl verlassen. Wichtig ist bei uns, dass der Spieler besser werden will. Will er noch trainieren und jeden Tag besser werden? Potenzialsteigerung ist bei uns das Wichtigste und sich nicht nur auf seinem Talent auszuruhen. So geht es auch nur bei den Jungen. Die müssen Biss und Ziele haben. Die wollen vielleicht noch ins Ausland, aber Schritt für Schritt. Diese Mentalität ist wichtig, Geduld zu haben und zu arbeiten.

Wo möchtest du dich noch weiterentwickeln? Was sind deine persönlichen Ziele?

Ein Ziel ist, immer wieder gute Spieler für den Verein holen und als Stürmertrainer immer neue Übungen zu finden, damit die Spieler weiterkommen und so viele wie möglich in die erste Mannschaft vordringen und eine große Karriere machen können. Bei den Offensiven braucht das oft mehr Zeit, weil die Trainer natürlich immer die Scorerpunkte haben wollen und man muss dann schnell gut sein. Da fehlt häufig die Geduld, weil wir vorne mitspielen wollen. Dann brauchst du direkt einen, der Punkte bringt. Mein Ziel ist dann, wenn jemand gut ist, ihm auch zu raten, dass er sich woanders beweisen kann, in einer Leihe, um dort Spielpraxis zu sammeln und stärker zurückzukommen.

Glaubst du denn, dass es für dich bei der Chefscout-Position bleibt?

Das glaube ich schon. Nicht, dass ich nicht ambitioniert bin, aber im Moment gefällt es mir gut und ich habe keine Ambitionen auf einen anderen Posten.

Dann wünschen wir dir viel Erfolg beim Finden und Entwickeln von Talenten und bedanken uns für das Interview.


Larissa und Seb, 10.08.2017


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