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Im Fokus - 18.08.2016

Danke, Jens

In jeder Fanszene gibt es Leute, die jeden kennen und die jeder kennt, der regelmäßig dabei ist. Bei Borussia Dortmund ist Jens Volke mit Sicherheit einer dieser Menschen. Sprecher von TU, Gründer dieses mittlerweile gar nicht mehr so kleinen Fanzines und zusammen mit Sebastian Walleit maßgeblich am Aufbau der Fanbetreuung des BVB wie wir sie heute kennen, beteiligt.

Im Jahr 2007 kündigte er seinen Job als Versicherungsvertreter und wechselte zu seinem Herzensverein. Wie groß dieser Einschnitt für sein Leben war, wird er selber am besten beurteilen können. Wer Jens und seine Art, Kritik offen und direkt vorzutragen, kennt, weiß, dass die Stellung zwischen den alten Freunden von der Tribüne und seinem Arbeitgeber für ihn mit Sicherheit keine leichte war. Trotzdem hat er in Dortmund auch für die Fans etwas sehr wichtiges mit aufgebaut. Dass ihm später mit Daniel Lörcher jemand mit ähnlicher Fanvita folgte, darf er mit Sicherheit auch als Zeichen verstanden wissen, dass man beim BVB dieses Wagnis nicht bereut hat.

Nicht zuletzt ist es auch ihm zu verdanken, dass man sich bei Borussia Dortmund aktiv gegen rechtes Gedankengut einsetzt und Extremismus bekämpft. Ein Einsatz, der auch auf sein Privatleben Auswirkungen hatte. Der Angriff auf ihn und Thilo Danielsmeyer vom Fanprojekt in Donezk war eine deutlich sichtbare Folge, ebenso wie persönliche Angriffe und Beschimpfungen auf rechten Internetseiten.

Nachdem er bereits im letzten Jahr seine Aufgabe als Fanbeauftragter hat ruhen lassen, hört Jens jetzt ganz auf und wird in Zukunft die U-Mannschaften des BVB begleiten und neuen Spielern und zugezogenen Mitarbeitern die Stadt Dortmund und die besondere Verbindung zum BVB näher bringen. Wenn es einer schafft, den Neuen die Bedeutung des Derbys einzuimpfen, dann mit Sicherheit Jens.

Wir sagen an dieser Stelle einfach mal Danke für deine Arbeit, deinen Einsatz und alles was du erreicht hast. Viel Spaß in deinem neuen Aufgabengebiet, Jens!


Redaktion, 18.08.2016


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