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Spielbericht Amateure - 27.04.2016

BVB-Amas gelingt Revanche

Fahnenchaos in Block H, unterlegt mit BlinkernTag der Rache in der Roten Erde. Nach der demütigenden 1:5-Niederlage im Hinspiel im Wersestadion zu Ahlen – übrigens beim letzten BVB-Spiel von Kevin Großkreutz – war heute Wiedergutmachung für die Mannen um Erfolgstrainer Daniel Farke angesagt. Das beste Aprilwetter mit einer Mischung aus Sonnenschein, Hagel, Regen und Gewitter sorgte jedoch zunächst einmal für eine zehnminütige Verzögerung des Anpfiffs durch Schiedsrichter Alexander Ernst von der TuS Holzen-Sommerberg (schon merkwürdig, dass wie schon beim Heimspiel gegen Viktoria Köln der Schiri bei einem BVB-Spiel erneut aus Dortmund kommen kann...).

Das Spiel begann im Block H mit einer Pyro-Show, während die Ahlener Ultras erst einige Minuten nach Anpfiff die Stehtraversen einnahmen. 09 Besucher im Gäste-Sitzplatzbereich rundeten den Besuch von der Werse ab. Wie erwartet entwickelte sich bei diesen Bedingungen ein kampfbetontes Spiel, in dem sich keine Mannschaft ein deutliches Übergewicht erspielen konnte. Während Backszat und Yildirim kurz hintereinander an Bonmann scheiterten (12.), scheiterte Eberwein auf der Gegenseite nach einer halben Stunde mit einem artistischen Volleyschuss nur knapp an der zu geringen Länge des Tores (vulgo: der Ball ging daneben).

Ducksch knapp daneben

Blick auf den GästeblockErst jetzt kam der BVB etwas besser auf und konnte sich in den Ahlener Strafraum kombinieren. Nach einem herrlichen Dribbling Hobers, der nach den letzten Spielen in der homogenen BVB-Elf noch besonders positiv auffällt, hatte Eberwein nach einem geschickten Tunnel seines Gegenspielers freie Schussbahn von der Strafraumgrenze. Offensichtlich wirkte Duckschs Forderung nach einem Pass aber zu furchteinflößend. Leider schoss der Ex-Paderborner den Ball dann knapp neben das Tor. Kurze Zeit sah es so aus, als ob der Ball sogar drin war und auch diverse Livescoring-Apps zeigten für etwa eine Minute die 1:0-Führung an.

Nach etwas weniger als vierzig Minuten hätte fast wieder „Ossi“ Kefkir, der gegen Wattenscheid am Freitagabend die Wende brachte, die Führung initiiert. Seine scharfe Flanke konnte RWA-Verteidiger nur aufs eigene Tor klären, wo der Berufsschul-Referendar Sören Stauder aus Dorsten aber prächtig parierte. Die anschließende Ecke endete mit einem chucknorrishaften Tor Stankovics, der aber mehrere Meter beim Pass Duckschs im Abseits stand. So blieb es beim torlosen Unentschieden zur Halbzeitpause, die wir uns mit einer Geschichte des heute leider abwesenden schwatzgelb-Kollegen Christian NullNeun versüßten, welche wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Wenn Ausreden so gut sind, dass sie nur wahr sein können...

Muss schon wieder kurzfristig absagen. Oma im Rollator stand so vor den Bustüren, dass die beim
eigentlichen aufgehen nicht aufgingen, daraufhin Defekt gegangen sind, der Bus nicht mehr weiterfahren konnte und ich den Zug verpasst habe

Blöd: Ahlen ging in FührungDie Partie war eine gute Stunde alt, als Ahlen-Stürmer Marzullo aus dem Nichts die Führung für die Gäste erzielte. Die modernen Tücken der Akkus hatten leider zur Folge, dass ich in dieser Szene nach meinem Ladekabel suchte und nur noch mitkriegte, wie der Gegner relativ frei aus knapp zwölf Metern zum Schuss kam. Wie der Angriff abgelaufen ist, kann ich leider nicht rekonstruieren. Und nur sechs Minuten später hätte eben jener Marzullo für die Entscheidung sorgen können, doch scheiterte er nach feiner Drehung am erneut standhaften Bonmann, der sich klug anschießen ließ. Bonmann zeichnet sich die gesamte Saison schon dadurch aus, dass er weniger spektakuläre Paraden liefert, sondern tendenziell eher durch sein intelligentes Stellungsspiel.

Harder mit dem Ausgleich

Während man sich auf den Akteur ganz hinten heuer erneut verlassen konnte, brillierte unsere Offensive erst nach 72 Minuten auch arithmetisch. Ducksch mit dem präzisen Pass von rechts auf Harder, der noch klug einen Gegnerspieler aussteigen ließ und ebenfalls eher aus dem Nichts zum Ausgleich einschlenzen konnte. Nun wogte das Spiel hin und her und beiden Teams war der Wille zum Sieg durchaus anzumerken.

Tammo Harder bejubelt den AusgleichLeider brachte es Stankovic fertig, aus drei Metern nach Ducksch-Pass über das Tor zu schießen. Ducksch war darüber so erbost, dass die Werbebande hinterm Tor daran glauben musste. Von dem Knall dürften sogar noch die bereits Schlafenden am Borsigplatz oder noch weiter nördlich erwacht sein (80.). Besser machte es dann fünf Zeigerumdrehungen später erneut Harder, der in den Strafraum eindrang und von Innenverteidiger Weiler nur per Foul gestoppt werden konnte. Klarer Elfmeter und als Zugabe das einzige Gelb an diesem Abend. Eberwein übernahm etwas überraschend die Verantwortung und blieb erfolgreich, auch wenn Stauder die richtige Ecke erahnen konnte. Nach einigen späten und taktischen Wechseln, die Drozdek, Ozbolt uns Flores noch etwas Auflaufprämie eingebracht haben sollten, pfiff der überzeugende Schiri Ernst ab und die nächsten drei Punkte waren für Schwarzgelb notiert.

Nun haben unsere Amas erst einmal gut anderthalb Wochen Pause, ehe es parallel zum Profi-Spiel in Krankfurt aufs Dorf zum abgeschlagenen Tabellenletzten FC Wegberg-Beeck geht. Wer keine Lust auf die „City of Crime“ hat, dem sei ein Besuch im nach Rehden zweitkleinsten Regionalliga-Standort nahe Mönchengladbach wärmstens empfohlen.

Pressekonferenz

Daten zum Spiel

BVB II (5-2-1-2): Bonmann – Camoglu, Mainka, Zimmermann, Stankovic, Kefkir (90. + 3 Flores) – Karazor, Hober – Eberwein – Harder (90. Drozdek), Jubel um Michael Eberweins SiegtrefferDucksch (90. Ozbolt)

RW Ahlen (4-1-4-1): Stauder – Dahlhoff, Weiler, Bechtold, Heermann (87. Ivancicevic) – Fiore – Yildirim, Backszat, Hönicke, Yilmaz (83. Schaffer) – Marzullo

Tore: 0:1 Marzullo (62., Rechtsschuss), 1:1 Harder (72., Rechtsschuss, Vorarbeit Ducksch), 2:1 Eberwein (85., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Weiler an Harder)

SR: Ernst (TuS Holzen-Sommerberg)

Zuschauer: 888

Gelbe Karte: Weiler (84.)

Chancen: 6:4

Ecken: 11:7

Malte D., 26.03+1.2016


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