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Erlebnisse von BVB-Fans in Russland - 25.02.2016

BVB-Fans in Russland - Alexey

BVB-Fan Alexey in seiner Heimatstadt Rostow-am-DonIm April 2015 habe ich irgendwann mitbekommen, dass der FK Krasnodar ziemlich erfolgreich in der russischen Premjer-Liga spielt und dort unter den ersten Drei steht. Schön – dachte ich. Eine Stadt, die nur 300 km von meiner Heimatstadt (Rostow-am-Don, Partnerstadt von Dortmund) entfernt ist, da muss ich bei Gelegenheit doch hin, wenn der BVB mal dort spielt.  Aber es gab zwei Probleme, wobei das größte Problem wohl der BVB selbst war. Borussia war noch gar nicht für die Europa-League qualifiziert. Zum Glück war es dann irgendwann soweit: Für Krasnodar ging es am letzten Spieltag in der russischen Liga noch um Platz 2 und ich habe mir tatsächlich den letzten  Spieltag der Premjer-Liga in der Konferenz angeschaut.

Nur sah es bis zur 90. Minute so aus, dass Krasnodar mit einem Unentschieden gegen Dynamo Moskau auf dem 2. Tabellenplatz landen würde, was bedeutet hätte: Champions League  für Krasnodar. Da spielt der BVB mal nicht in der CL und dann sowas. Gleichzeitig lag ZSKA Moskau, Mitbewerber um Tabellenplatz 2,  1:0 gegen Rostow zurück.  Es sprach also alles dafür, dass nicht Krasnodar, sondern ZSKA in die EL einziehen würde. Super… da sorgt also meine Geburtsstadt Rostow dafür, dass ich keine Möglichkeit habe, nach Krasnodar (und natürlich auch nach Rostow) zu fahren? Zum Glück hat ZSKA es geschafft in der 90. Minute den Ausgleich zu erzielen und sich somit für die CL qualifiziert. Krasnodar wurde also in die EL geschickt.

Nun war klar, der BVB und Krasnodar müssen „nur“ noch zwei Runden überstehen, um dann evtl. gegeneinander zu spielen. Der Rest ist Geschichte: Bei der Auslosung bekam der BVB tatsächlich meinen Traumgegner zugelost – FK Krasnodar. Jetzt war es wichtig, dass das Spiel nicht im Oktober stattfindet (wegen der Arbeit hätte ich in dem Monat wenig bis kaum Zeit). Aber auch da sollte ich Glück, denn das Spiel sollte am 26. November stattfinden. Geil! Für mich war es sofort klar, dass ich dort hin muss. Drei bis vier Tage Rostow-am-Don, dann nach Krasnodar und dann wieder für ein paar Tage zurück in die Heimat. Ich konnte noch zwei weitere BVB-Fans  überzeugen nach dem Spiel mit mir nach Rostow zu fahren, um denen die Stadt und (wenn man dem lupenreinen Demokraten Wladimir P. Glauben schenken darf) die  schönsten Frauen Russlands zu zeigen.

Mit Hilfe einiger BVB-Fans kam ich an weitere Karten für russische BVB Fans, die mich vorher über Twitter angeschrieben hatten. Wenn der BVB schon in Russland spielt und die russischen Dortmund-Fans die Möglichkeit haben die Mannschaft zu sehen, dann bitte auch im Auswärtsblock mit den „eigenen“ Fans.

Dann war es soweit: Donnerstag, 26. November 2015, Spieltag und tagsüber auch noch geiles Wetter (15 Grad und nur zur Info: In Russland ist es nicht überall kalt, auch im Winter nicht). Was will man mehr? Im Gästeblock angekommen habe ich viele Leute russisch reden hören. Schön, dachte ich, noch mehr russische BVB-Fans. Nach dem Spiel ging es dann zusammen mit den Leuten in die Kneipe. Es waren ca. 20-25 Leute, die ich kennen lernen durfte und die mir ein paar spannende Geschichten erzählt haben. Zum Beispiel, wie sie das das Spiel erlebt haben. Oder wie man in Russland überhaupt BVB-Fan wird. Für die meisten war es das erste BVB-Spiel live.

Alexey, 02.02.2016


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