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Warmlaufen - 29.08.2015

Immer weiter, lauter

Jubeln wie gegen GladbachDer BVB tritt morgen mit breiter Brust zum zweiten Bundesliga-Heimspiel der Saison an. Nach nur zwei Spieltagen, vier Europapokal Auftritten und einem DFB-Pokalspiel schwebt ganz Dortmund auf Wolke sieben. Dabei ist es noch nicht mal so sehr die Tatsache, dass man aus sieben Pflichtspielen sieben Siege geholt hat, sondern vielmehr die Art und Weise wie diese Siege größtenteils zustande gekommen sind, die für Gefühle sorgt, wie man sie seit 2012 eigentlich nicht mehr hatte.

Dieser begeisternde Offensivfußball, dieses Tempo, die Leidenschaft! Dazu aber auch eine gewisse Coolness, Routine und Geduld wenn gegen tiefstehende Gegner nicht gleich beim ersten Torschuss ein Tor fiel. Und als ob das nicht schon schön genug wäre, wurde gegen Odds auch noch zweimal ein Rückstand aufgeholt und dabei so ruhig und konsequent weitergespielt, als hätte es keinen Zweifel an einem Sieg gegeben.

Es fällt schwer, keine Vergleiche zu den Meisterjahren zu ziehen und noch schwerer, sich nicht voller Begeisterung von dem Offensivspektakel mitreißen zu lassen. Meisterschaft! UEFA-Cup! Alles kein Problem!

Vorsichtig klopft dann aber doch der innere Nörgler an und meint, dass es erst der zweite Spieltag war, die Qualifikation zur Europaleague (auch wenn die Auslosung für die Gruppenphase nicht viel beängstigendere Gegner gebracht hat) und die erste Runde im DFB-Pokal.

Jubeln wie gegen OddsDas ist zweifelsohne eine nicht zu vernachlässigende Tatsache. Wir stehen erst am Anfang, es kann während einer Saison viel passieren. Wenn sich wichtige Leistungsträger verletzen oder ihre Form verlieren, dann sieht alles vielleicht sehr schnell ganz anders aus. Die Mannschaft und der Trainer werden beweisen müssen, dass sie diese gute Frühform konservieren und daraus eine starke Saison machen können. Wenn das gelingt, dann – und da ist sich wohl jeder sicher, der den BVB in letzter Zeit live gesehen hat – ist alles möglich. Die Skala ist nach oben offen. Für den Moment aber tun wir gut daran, von Spiel zu Spiel zu schauen.

Und das nächste Spiel bringt uns mit Hertha einen Gegner, der ebenfalls ganz passabel in die Saison gestartet ist und dank dem Freitagsspiel letzte Woche sogar einen Tag von der Tabellenspitze grüßen konnte. Die Aufgabe, mit der die Berliner nach Dortmund reisen, ist ganz klar: sie wollen uns die Lust am Fußball spielen nehmen. Mit einer defensiven Haltung und der nötigen Hertha.

Das ist für die Mannschaft zwar keine neue Erfahrung, da die meisten der bisherigen Gegner mit diesem Konzept angetreten sind, dennoch werden sie erneut beweisen müssen, dass sie mit Geduld und einer Menge Spaß am Fußball die Mauer knacken und die Tore erzielen können.

Jubeln wie gegen ChemnitzDenn nichts wäre schöner, als noch eine Weile auf dieser Wolke zu schweben. Es gibt auf der Welt nichts besseres, als elf Jungs in schwarzgelb, die auf dem Platz wirbeln, kombinieren und den Gegner schwindlig spielen.

Wenn dazu dann auch das Westfalenstadion in Feststimmung ist und diese Wechselwirkung zwischen Publikum und Mannschaft beide zu immer größeren Höchstleistungen treibt, dann ist das Fußballfest in schwarzgelb perfekt. Das und nichts anderes sollte unser Ziel für morgen sein.

Los, Jungs, macht es nochmal! Immer weiter! Immer lauter!

So könnten sie spielen

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (Ginter), Sokratis, Hummels, Schmelzer – Weigl – Reus, Gündogan, Kagawa, Mkhitaryan – Aubameyang

Hertha BSC: Kraft – Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Skjelbred, Lustenberger – Beerens, Darida, Stocker – Haraguchi (Kalou)

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Nadja, 29.08.2015


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