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In Kürze - 08.08.2015

Bündnis Südtribüne Dortmund mit Blog und Stellungnahme

Das Fanbündnis Südtribüne Dortmund ist seit Freitag dem 07.08.2015 auch im Internet zu finden. Eine Selbstvorstellung mitsamt eines Gremiums findet ihr hier. Das Bündnis hat sich auch gleich mit einem offenen Brief zu der DFB Strafe geäußert:

"OFFENER BRIEF AN DIE HERREN NIERSBACH, DR. KOCH, WATZKE UND DR. HOCKENJOS

Sehr geehrte Herren,

mit großer Verwunderung nahmen wir vor einigen Tagen die Meldung zur Kenntnis, dass der BVB wegen so genannten „Zuschauer-Vorkommnissen“ u.a. beim Pokalfinale in Berlin zu 90.000 Euro Strafe verurteilt wurde und zudem den BVB-Fans bei allen Bundesliga- und Pokal-Auswärtsspielen „alle großen Fahnen sowie sämtliche Block- und Zaunfahnen und Transparente verboten sind.“ Insbesondere die Zaunfahne ist seit Jahrzehnten nicht wegdenkbarer Teil der Fankultur. Sie ist das Herzstück und Teil der Identität eines jeden Fanclubs und jeder Fan-/Ultrá-Gruppe.

Warum? Warum wird erneut eine Kollektivstrafe ausgesprochen unter der alle Fans zu leiden haben? Der DFB bekannte sich vor nicht allzu langer Zeit dazu, dass Fanutensilien ein fester und integraler Bestandteil der Fankultur sind. Wir verstehen nicht, warum sich der DFB nicht an die Empfehlungen seiner eigenen Gremien hält. Dieses Urteil ist weltfremd, kontraproduktiv und nicht akzeptabel. Was erhofft sich der DFB von solchen Kollektivstrafen? Etwa, dass die Fanszene in Dortmund diese in irgendeiner Form akzeptiert? Oder, dass sie sich gegenseitig für die Strafen verantwortlich macht und sich spalten lässt? Beides wird nicht passieren!

„Der Verein hat dem Urteil zugestimmt (…)“ heißt es am Ende der Mitteilung des DFBs. Das ist auch von Seiten des Vereins ein Schlag ins Gesicht für uns BVB-Fans. Der BVB rühmt sich in seiner Außendarstellung so oft und gerne mit seiner Fankultur – wie kann man dann einem Urteil zustimmen, das grundlegende Elemente unserer Fankultur wie z.B. Fahnen verbietet? Das ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir erwarten von unserem Verein, dass er sich für seine Fans einsetzt und so ein Urteil dann nicht akzeptiert, da es schlichtweg inakzeptabel ist. Der BVB hat als einer der „großen“ Vereine mal wieder die Chance verpasst, kritisch auf die völlig intransparente und unverhältnismäßige Rechtsprechung des DFB Sportgerichts einzugehen.

Stattdessen wird ein System mitgetragen, dass in seinem aktuellen Dasein jeden rechtsstaatlichen Prinzipien widerspricht. Dieses Urteil wird mehr Probleme schaffen als es lösen wird."

SÜDTRIBÜNE DORTMUND

mrg, 08.08.2015


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