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Warmlaufen - 27.10.2014

Das Runde MUSS endlich mal wieder ins gegnerische Eckige!!

Momentane Gemütslage...Morgen ruft das Millerntor, dabei haben Mannschaft und Fans das Geschehen am Samstag noch zu verknüsen. Eigentlich eine deutliche Leistungssteigerung auf den Platz gebracht, trotzdem dann mit hängenden Köpfen nach einer weiteren Niederlage Richtung Bus gelatscht.

Normale Bundesligavereine eröffnen spätestens jetzt eine Trainerdiskussion, weil das ja auch so hübsch einfach ist, letztlich aber oft auch nicht viel bringt. Wir sind aber kein x-beliebiger Bundesligaverein mehr, was sich schon bei der Verpflichtung von Jürgen Klopp gezeigt hat und der Art und Weise, wie man einen Umbruch in der Mannschaft eingeleitet hat. Bei uns werden Arbeitspapiere mit dem Trainer sogar verlängert, wenn man irgendwo jenseits des Mittelfeldes rumdümpelt, weil man eine Vision und einen Plan hat.

Momentan scheint es vielleicht so, als würde es an Plänen mangeln und sowohl Klopp, als auch die Spieler wirken durchaus angeschlagen. Man sollte sich aber vielleicht eher Sorgen machen, wenn es nicht so wäre, weil dann würde es bedeuten es wäre den Akteuren egal, was gerade passiert.

Aber wie heißt es so schön „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen“, weil einfach liegen bleiben, wäre ja auch schon irgendwie ein bisschen doof. Und wie Jürgen es nach der Pressekonferenz nach Hannover gesagt hat, es wird uns niemand dabei helfen, wir müssen selbst daraus. Wir heißt: die Spieler, die jetzt da sind. Wir heißt: die Verantwortlichen, die jetzt da sind. Wir heißt: WIR – wir sind ja sowieso immer da.

Hoffentlich gibt es morgen mehr als nur Schall und RauchUnd nun ist drei Tage nach der letzten Niederlage Pokal und der (5 Euro ins Phrasenschwein) hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Das kann gut sein. Raus aus dem Bundesliga-Dilemma, rein ins Vergnügen. Das funktioniert in der CL, wo man zwar nicht fehlerlos, aber definitiv befreiter aufspielt, was sicherlich nichts mit einer anderen Motivation zu tun hat, denn die dürfte spätestens seit Köln wohl in der Bundesliga genauso hoch sein, denn wer hat schon Lust sich mit Abstiegskampf zu beschäftigen und dusselige Weltuntergangs-Schlagzeilen beim Bäcker zu lesen? Also alles Psychologie? Wahrscheinlich schon.

Klopp gab heute auf der Pressekonferenz einen kleinen Einblick in die momentane BVB-Gefühlslage. Vor der Saison waren wir wie immer der Bayernjäger Nr. 1, dann läuft es nicht so wie geplant und plötzlich ist man schon am Anfang der Saison so weit weg, das es von allen Seiten Häme hagelt. Gerade wenn man auf einer jahrelangen Welle des Erfolges geritten ist, kann das durchaus lähmen. Klingt logisch und war gegen Hannover auch ganz deutlich zu sehen. Nach dem Gegentor, war 10-15 Minuten pures Entsetzen auf dem Rasen zu spüren. Eine bessere gegnerische Mannschaft hätte uns wahrscheinlich in dieser Zeit den Todesstoß (noch mehr Gegentore) verpasst. Momentan ist die Angst vor einer Niederlage größer als die Lust auf einen Sieg.

Natürlich ist der Druck morgen sehr groß. Eine Niederlage gegen einen Zweitligisten wäre eine weitere Schmach und würde uns zudem ein komplettes Saisonziel kosten.

Hamburger Architektur In St. Pauli ist auch nicht gerade alles rosig. Die Mannschaft um Trainer Meggle steht momentan auf einem Abstiegsplatz in der 2. Liga und verlor am Samstag gegen den Karlsruher SC mit 0:4. Klingt nach leichtem Spiel, aber eine tiefstehende Mannschaft, die uns machen lassen will, ist momentan nicht grad unser Lieblingsgegner.

So oder so... Ruhe bewahren. Die Medien freuen sich auf solche Geschichte. Große Erfolgen und große Pleiten sind das, was die Zeitungen am liebsten haben. Aber davon darf man sich nicht beeindrucken lassen. Viel mehr sollte man sich vielleicht auf die Dinge konzentrieren, die am Samstag schon viel besser gelaufen sind und diese weiter festigen. Ein Weiterkommen im Pokal und somit ein Sieg gegen St. Pauli dürfte vielleicht zumindest ein bisschen helfen. Danach geht es nach München. Die Aufgaben werden nicht leichter!

So könnten sie spielen:

Borussia Dortmund: Weidenfeller, Pisczek, Sokratis, Hummels, Durm, Bender, Kehl, Mkhitaryan, Kagawa, Reus, Aubameyang

Trainer: Klopp

St. Pauli: Tschauner, Startsev, Gonther, Sobiech, Schachten, Kurt, Alushi, Rzatkowski, Daube, Maier, Verhoek

Trainer: Meggle

Schiedsrichter: Perl

Steffi, 27.10.2014


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