Alles nur ein Missverständnis

War das Spiel gegen Olympiakos Piräus nicht schon genug Aufregung für eine Woche, so setzte es  heute morgen den nächsten Aufreger. Mario Götze äußerte in einem Interview mit dem Sportableger der Zeitung  mit den vier Buchstaben, dass er einen Wechsel zum Saisonende nicht grundsätzlich ausschließen könne und wolle und außerdem mit seinem Berater einen Plan ausgearbeitet hatte, der vorsieht, dauerhaft in der Champions League spielen zu können.

Dass diese Aussagen nicht nur bei den Fans, sondern auch in der Geschäftsführung des BVB für Unruhe sorgten und Hans–Joachim Watzke sogar den Kommentar entlocken, man müsse sich mit Mario Götze wohl unterhalten, um festzustellen, ob seine Einstellung zu einem Wechsel  vor Vertragsende (den er bislang immer ausgeschlossen hatte) geändert hätte. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Interview ohne Zustimmung des BVB geführt wurde, sondern nur von Götzes Vater und eben dem Berater autorisiert wurde. Das dann aber nur Stunden später eine „Richtigstellung“ des Beraters folgte, in der es heißt, dass es sich bei dem von ihm autorisierten Interview nur um ein großes Missverständnis handele, mutet dann doch etwas merkwürdig an.

Wie ist so ein Verhalten des Beraters zu werten und wie sehr tut man einem 19jährigen damit einen Gefallen, der selbst erklärt, das er von den ganzen Wechseldiskussionen nur noch genervt ist? Geht es eigentlich noch um ihn oder hat da jemand auf eine ganz plumpe Art versucht, möglichst schnell möglichst viel Geld mit seinem Schützling zu machen? Und was hat das alles noch mit Fürsorge für seine Klienten zu tun, an die auch ein Spielerberater sich verpflichtet fühlen sollte?

Es bleibt ein seltsamer Beigeschmack.

kha, 02.11.2011