Interview mit Jens Volke - Teil 2: "Das ist eine Form von sozialem Denken"

Hier nun der zweite Teil des Interviews von Gregor Schnittker mit Jens Volke, in dem dieser über seinen Werdegang vom engagierten Fan bis hin zum Vereinsoffiziellen, über die Ultrakultur, Gewalt und das Verhältnis der Ultragruppierungen zur Polizei spricht.
Ultras
pflegen die Tradition ihres Vereins, ihrer Stadt, kämpfen gegen
Kommerzialisierung und die ganze Show drumherum. Sie bekämpfen hohe
Ticketpreise, Stadionumbenennung, fernsehfreundliche Spieltermine.
Inwiefern macht man sich durch Gewalt vieles selbst kaputt?
Das
Thema Gewalt ist natürlich allgegenwärtig. In der Wahrnehmung von
Ultras und ihrem Auftreten natürlich sehr präsent. Ich kenne aber
einfach auch sehr viele Leute, die sagen ganz klar: `Die Gewalt geht mir
auf den Sack, weil es einfach nichts bringt und weil sie häufig reiner
Selbstzweck ist.` Die distanzieren sich von Leuten, die sagen Gewalt ist
Mittel zum Zweck. Das geht inzwischen wirklich vielen gegen den
Strich.
Was sagst Du jenen, die meinen Ultras seien Hooligans der Gegenwart?
Dass
es nicht stimmt. Das kann man so nicht sagen. Ich habe übrigens neulich
auf einer Konferenz im Innenministerium gehört, dass man von
offizieller Seite davon ausgeht, dass es die Hooligans nicht mehr gibt.
Das haben meine Kollegen und ich sehr erstaunt zur Kenntnis genommen,
denn ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Dass es auch Mischformen
zwischen Hooligan und Ultra gibt ist mir auch klar, und das macht die
Sache nicht einfacher.
Inwiefern funktioniert der vielzitierte Selbstreinigungsprozess einer Kurve, die es schafft, Gewalttäter zu isolieren?
Das
ist sehr schwer, aber vor allem die Ultras müssen es versuchen. Sie
müssen es versuchen, weil sonst auch ihre eigene Mentalität den Bach
runter geht. Wenn ich ständig kritisiere, dass es viele Menschen gibt,
die gar nicht wegen des Spiels ins Stadion gehen, wenn es heißt `für die
Sponsoren ist der Sport doch nur Nebensache`, dann muss man
feststellen, dass manche Ultras, und ich sage bewusst manche, das Spiel
genau so zur Nebensache machen. Die fahren bewusst zum Spiel und wollen
in irgendeiner Art und Weise Action haben. Wenn ich Ultra sein will, aus
ihrer Sicht der bessere Teil des Fußballs, dann sollte ich das auch
vorleben und nicht der Gewalt wegen ins Stadion gehen.
Das
Stehlen von Fahnen, Schals und T-Shirts steht bei Ultras hoch im Kurs.
Die Ultras aller Vereine verfolgen ähnliche Ziele, gleichzeitig beklaut
man sich. Muss man das verstehen?
Das ‚Abzocken‘ hat es
früher auch schon gegeben. Da brannte auf der Südtribüne mal ein Schal
des Gegners oder eben auf der Gegenseite ein BVB-Schal. Wenn wir in
Gelsenkirchen waren, hast Du immer auf Deinen Schal aufgepasst. Da wurde
immer dran rumgerissen und zack war er weg. Dann nahm das vor ein paar
Jahren sehr zu und zuletzt, in den letzten zwei bis drei Jahren hat es meines
Erachtens wieder abgenommen. Davor aber war es tatsächlich ziemlich
extrem. Geklaute Schals wurden aneinandergenäht und dem Gegner gezeigt,
um zu demütigen. Das ist einerseits albern und andererseits wurde sehr
häufig Gewalt gegen Unbeteiligte angewandt, um diese Schals oder gar
T-Shirts zu ‚erbeuten‘. Bei Ultras steht heute auch der Begriff ‚ Ehre‘
hoch im Kurs und insofern kotzt es viele Ultras an, dass meistens Sachen
von normalen Stadionbesuchern geklaut werden. Papa und Sohn werden
beraubt. Abzocken ist sowieso scheiße, aber damit kann man doch echt
nicht protzen. Das sollte in den Szenen noch mehr und häufiger geächtet
werden, obwohl dieses Gezocke, wie gesagt, auch ganz grundsätzlich
ziemlicher Quatsch ist. In anderen Ländern gilt es als unehrenhaft oder
als ‚nicht passiert‘, wenn Fahnen auf ‚unehrenhafte‘ Weise erbeutet
werden, wenn also – überspitzt gesagt – eine Ultragruppe einen
Rentnerfanclub angreift und beraubt oder in Räumlichkeiten eingebrochen
wird, dann ist so etwas geächtet. Das ist hierzulande leider noch nicht
der Fall.
Beschämt es Dich als Fanbeauftragten, wenn Du siehst, dass BVB-Fans geklaute Textilien präsentieren?
Ja,
ganz klar. Das finde ich peinlich. Ich ärgere mich über den umgekehrten
Fall und bei unseren Jungs erst Recht. Gerade wenn dort Fahnen und
Schals von ganz normalen Fans gezeigt werden, die für diese ‚Spielchen‘
kein Verständnis haben.
Das Thema Polizei ist sehr speziell. Warum mögen Ultras Polizisten nicht?
Das
ist echt ein abendfüllendes Thema. Ein ganz zentraler Aspekt war und
ist immer, dass man zu wenig miteinander geredet hat, wobei es früher
einfacher möglich gewesen wäre als es heute ist. Heute findet man auf
beiden Seiten kaum noch Ansprechpartner, die miteinander reden möchten.
Deshalb muss ich oft als Fanbeauftragter den Dolmetscher spielen. Das
ist okay und Teil unseres Jobs, aber es hat manchmal etwas Skurriles,
wenn man in der konkreten Situation zwischen den Parteien hin und her
läuft.
Hören denn beide Parteien auf Dich und bringen Dir Respekt entgegen? Nimmt Dich die Polizei überhaupt ernst?
Das
ist nicht immer so. Von Seiten unserer Fans ja, da nimmt man uns schon
ernst, von Seiten der Polizei nicht immer. Hier in Dortmund ist es mit
den Einsatzkräften okay. Da kennt man sich inzwischen gut und kommt
klar, aber auswärts ist es oft nicht so. Dann heißt es: `Sag mal Deinen
Leuten dies und das und Tschüss…!‘ Da rege ich mich aber nicht mehr
drüber auf.
Kannst du ein Beispiel nennen für eine nicht gerade optimale Kommunikation zwischen Ultras, Polizei und Fanbeauftragten?
Das
gibt es leider ständig. Ein Beispiel, welches allerdings
untypischerweise hier in Dortmund liegt, ergab sich nach dem Heimspiel
gegen Nürnberg kurz vor Ende der Saison. Da gab es die Festnahme eines
Fans in der Innenstadt, besser gesagt: Da wurde jemand in Gewahrsam
genommen, und das war auch berechtigt. Es kam dann, was es in solchen
Situationen oft gibt, zu Solidarisierungsaktionen seiner Freunde. Die
versuchte, ihn aus dem Polizeizugriff zu befreien. Was a) natürlich
sowieso bescheuert ist, b) auch deshalb total dämlich ist, weil es eh
nicht klappen kann und c) stattdessen 20 weitere auch noch mit in
Gewahrsam müssen, denn die Polizei filmt das ja auch alles. Deshalb habe
ich für so etwas überhaupt kein Verständnis und wenn dann Flaschen
fliegen, wird die Sache richtig ungemütlich und schlicht scheiße. In dem
Fall gingen unsere Capos dazwischen, die Vorsänger, und konnten die
Lage nach einigen Minuten beruhigen. Alles beruhigte sich und plötzlich
lief von ganz hinten eine frische Einheit Polizisten an. In voller
Montur legten die direkt los und nebelten die Leute mit Pfefferspray
ein. Vor allem die, die die Lage gerade beruhigt hatten. Das fand ich
war unglaublich ärgerlich und hätte zu massiven Problemen führen können,
was dann zum Glück nicht eintrat. Positiv war einerseits, dass sich der
Einsatzleiter später bei den Betroffenen entschuldigte und andererseits
der dazukommende Dortmunder Hundertschaftsführer. Der kam ohne Helm auf
uns zu, was ja gleich schon einen ganz anderen, entspannteren Eindruck
macht und nachdem Flaschen geflogen waren, ja auch nicht
selbstverständlich ist. Der sprach die Leute direkt an, fand den
richtigen Ton und konnte damit eine Eskalation verhindern. Der war sehr
gut. Ein bisschen kumpelhaft, aber klar in der Ansprache. Aber dieser
ständige Einsatz von Pfefferspray ist richtig fies. Das Zeug
abzubekommen ist das Allerletzte und kann immer passieren, wenn du auch
nur in der Nähe stehst oder gar vermitteln willst. Ich weiß es aus
persönlicher Erfahrung. Da hast Du stundenlang was von.
Dennoch: Von außen betrachtet wirkt das Verhalten der Ultras mitunter provozierend in Richtung Polizei…
Ja,
das kann man leider nicht bestreiten, von Ultra-Seite wird oft genug
sehr bewusst provoziert. Bei der Polizei sind oft junge Beamte dabei,
die sind vielleicht auch mal unsicher in ihrem Auftreten, und da ähneln
sich die Verhaltensweisen auf beiden Seiten. Wir haben da auch nicht
immer eine Lösung parat. Ich beobachte in den Zügen oft Polizisten, die
bei den Ultras stehen, und sehe da Gleichaltrige direkt nebeneinander,
die privat bestimmt gut miteinander klar kämen, aber in ihren Rollen
feindselig sind. Das ist doch albern, oder? Aber es ist eben so und oft
auch schwierig, weil ich fast resignierend feststellen muss, dass man
uns seitens der Ordnungsbehörden einfach zu selten fragt, wie die Leute
drauf sind. Auch das Innenministerium hat uns vor dieser
Veröffentlichung ihres NRW-Plans nicht einbezogen, auch da entstehen
Missverständnisse. Es ist doch ganz klar, dass nicht immer die Polizei
Recht hat und auch nicht immer die Ultras und wir Fanbeauftragten
natürlich auch nicht. Deshalb sollte man mehr miteinander reden.
Ultras
kritisieren per se Stadionverbote auf vielen Plakaten mit dem Tenor
‚gegen alle Stadionverbote‘, obwohl es doch sicher auch berechtigte
gibt, oder nicht?
Doch natürlich, aber das ist wie bei
den Gewerkschaften. Du forderst zehn Prozent und hoffst, zwei zu kriegen. Das
ist auch nur ein Plakat. Wenn man mit Ultras spricht, ist vielen völlig
klar, dass es Fälle gibt, die unzweifelhaft sind. Mir begegnen hier ja
auch genug Leute, die ihr Vergehen einsehen. Trotzdem sind sie allgemein
gegen Stadionverbote, weil sie ihrer Meinung nach eine Strafe ohne
rechtsstaatliches Prinzip und damit willkürlich ist.
Was aber ist ein typischer Fall von Willkür?
Willkür
wäre, wenn es ein Ermittlungsverfahren gegen jemanden seitens der
Polizei gibt. Das teilt die Polizei dem Verein, bei dem es passiert ist,
mit, und der Verein prüft den Ausgang der Sache nicht, sondern verhängt
direkt und ungeprüft ein Stadionverbot. Das gibt es zum Glück nur noch
selten, aber es gibt Vereine, die das bis heute so machen. Da können wir
als Fanbeauftragte im Dialog mit diesen Vereinen oft nichts mehr
erreichen. Hier bei Borussia versuchen wir, immer ganz genau die Fälle
zu prüfen und doch ist auch das nicht immer leicht.
Das heißt, Du engagierst Dich für den Fan?
Meine
Kollegen und ich versuchen zumindest herauszufinden, was da gelaufen
ist. Wir versuchen, mit demjenigen zu sprechen, um mehr zu erfahren.
Wichtig bei all dem ist: Das Stadionverbot ist juristisch gesehen keine
Strafe, sondern ein Hausverbot, daher kann der Verein relativ frei
entscheiden, wann er ein Stadionverbot ausspricht und wann nicht. Er
muss nicht auf ein gerichtliches Urteil warten, es reicht, dass ein
Verfahren eingeleitet wird. Aber natürlich wird das Stadionverbot vom
Betroffenen immer als Strafe empfunden.
Immerhin kann man sich hier in Dortmund inzwischen als Stadionverbotler rehabilitieren. Wie läuft das ab?
Das
resultiert aus Gesprächen von Ultragruppen mit Aki Watzke. Er hat sich
darauf hin Gedanken gemacht, diese Idee entwickelt und sie mit uns
durchgesprochen. Entstanden ist ein Konzept, dass der BVB mit drei
Einrichtungen der katholischen Kirche zusammenarbeitet, Altenheime und
Jugendheime, in denen Ersttäter mit einem berechtigten Stadionverbot
Sozialstunden leisten können. Sie können dort ihren guten Willen zeigen,
wobei wir darauf achten, dass die Arbeit auch eine gewisse Belastung
darstellt, damit es auch wirklich als Wiedergutmachung zählen kann. Der
soll schon merken, dass er Mist gebaut hat, und kann sich damit vom
Stadionverbot befreien. Schon mit Beginn der Maßnahme darf er wieder ins
Stadion, aber wir kontrollieren sehr genau, ob er auch weiterhin ins
Altenheim geht. Wir machen da aktuell gute und schlechte Erfahrungen.
Die Idee ist aber sicher sehr gut.
Ultras sind in Sache
Stadionverbot besonders oft betroffen, weil sie als Gruppe auftreten.
Wenn einer Mist baut, werden oft viele bestraft. Motto: Mit gehangen –
mit gefangen?
Ich bin ja kein Jurist, aber der Begriff
Landfriedensbruch ist schon von besonderer Problematik. Ich will mal ein
sehr überspitztes und sicher sehr theoretisches Beispiel geben: es
gehen zum Beispiel 500 Leute bei einem Auswärtsspiel zum Stadion. Vorne,
an der Spitze des Zuges, passiert irgendetwas, was ganz hinten gar
keiner mit bekommt. Da fangen plötzlich alle an zu rennen. `Wenn mein
Vordermann rennt, dann renne ich auch` denken viele und nach einiger
Zeit wird die Gruppe festgesetzt, von der Polizei eingekesselt oder auch
nur Teile davon, vielleicht sogar nur der hintere Teil, der immer noch
nicht weiß, was eigentlich passiert ist. Dann werden auch im Grunde
unbeteiligte Fans in Gewahrsam genommen, die Personalien werden
aufgenommen inklusive erkennungsdienstlicher Maßnahmen. Vielleicht wird
man noch gefilmt, oft gibt’s das volle Programm. Dann kommt plötzlich
die Post mit dem Stadionverbot, weil die Polizei wegen Landfriedensbruch
gegen alle ermittelt. Das reicht ja theoretisch aus für ein
Stadionverbot. Wir hier beim BVB versuchen, solche Fälle nicht zu
schaffen und es ist, um es zu erklären, vielleicht auch ein extremer
Fall. Aber nicht unrealistisch. Es gibt die abstrusesten Fälle. Wir
hatten vor etlichen Jahren mal einen BVB-Fan, der auf dem Weg zu einem
Spiel bei Rot über eine Ampel gegangen war. Er bekam ein Stadionverbot
vom DFB! Die Ultras haben in diesen Dingen viel bewirkt. Sie haben auf
diese Unrechtsfälle immer wieder hingewiesen und thematisieren das
regelmäßig. Zudem ist es gut und wichtig, dass es inzwischen überall
hauptamtliche Fanbeauftragte gibt. Da läuft nicht mehr so viel schief
wie früher.
Was Stadionverbote angeht bleibt auch Pyrotechnik ein heißes Thema, oder?
Ja,
und auch da betrifft es oft Ultras, und ja, es stimmt, Pyrotechnik ist
ein großes Thema. Man muss aber auch feststellen, dass wir es bei Pyro
zunehmend mit Leuten zu tun haben, die aus ganz anderen Bereichen der
Südtribüne kommen.
Wer im Stadion eine Fackel hochhält wird gefilmt, identifiziert und erhält ein Stadionverbot. Richtig?
Ja,
und zusätzlich zahlt er noch die Geldstrafe. Wir treffen aber bis heute
noch Fans, die nicht wissen, dass Pyro verboten ist. Die uns das
glaubhaft erzählen. Die wollten ein bisschen südländisches Flair ins
Stadion bringen und verstehen das Problem nicht. Man sähe das doch im
Fernsehen.
Im europäischen Vergleich ist Deutschland
noch ein Ultra-Paradies. Stehplatzkurven, Auswärtsfahren ist fast
uneingeschränkt möglich, dank der 50+1-Regel sind fast alle Clubs (trotz
ausgeprägtem Mäzentum) in der Hand der Vereine. Ist das auch ein
Verdienst der Ultrabewegungen?
Das sind Dinge, die auch
die Ultras fordern, aber da sind ja auch sehr viele andere Fans, die
sich dafür engagieren. Es gibt aber darüber hinaus noch viel mehr, was
gefordert wird. Etwa größere Auswärtsblöcke. Wir haben hier fast 3000
Stehplätze für unsere Gäste, fahren wir nach Wolfsburg, haben wir 900.
Ultras haben die Ticketpreise genau im Blick…
Ja,
stimmt und das ist gut so. Es ist noch ein Beispiel für den hohen Wert
der Gruppen. Das ist eine Form von sozialem Denken. Die Ultras sind ja
nicht alle sozial schwach, denken aber an alle. Mir hat mal ein älterer
Fan gesagt: ‚Wenn ich die Ultras in der Saison bei 17 Heimspielen sehe,
dann gehen die mir 16 Mal auf den Sack. 16 Mal finde ich ihre
Spruchbänder beschissen, den Dauergesang, aber einmal, irgendwann,
machen die eine Aktion, da sage ich klasse und das ist es mir wert.
Deshalb mag ich diese jungen Vögel.‘ Das fand ich klasse. Auch mit der
50+1-Regel vertreten die Ultras übrigens die Interessen sehr, sehr
vieler Fans – und sogar der Vereine.
Wärst Du heute noch Ultra, wenn Dich der BVB nicht eingefangen hätte?
Bestimmt.
Ich weiß nicht in welcher Rolle oder welcher Position, aber ich wäre
sicher noch irgendwie dabei. Vieles finde ich nicht so klasse, da spielt
dann auch mein Alter eine Rolle, aber grundsätzlich finde ich noch
immer eine ganze Menge, die mir bei der Ultra-Bewegung zusagt.
Die
gute Fee kommt zum Fanbeauftragten Jens Volke, dessen Verein gerade
deutscher Meister geworden ist. Bekommst Du überhaupt noch drei Wünsche für
die Zukunft zusammen?
Sportlich wünsche ich mir noch
einmal eine so geile Saison mit so vielen schönen Momenten. Das war eine
überragende Zeit, die unglaublich viel Spaß gemacht hat. Ich wünsche
mir schöne Reisen in guter Atmosphäre in der Champions League. Dass wir
in Europa wieder eine gute Visitenkarte abgeben und man wieder positiv
über den BVB spricht. Wir kommen ja in einen Lostopf mit den schweren
Brocken, aber ich glaube auch, dass alle drei Teams, die uns zugelost
werden, keine große Lust auf uns verspüren. Darauf freue ich mich.
Das klingt jetzt sehr nach dem Sportdirektor Volke…
Nein, das stimmt nicht. Das wünscht sich der Fan Jens Volke.
Und was sagt der Fanbeauftragte zur Fee?
Der
wünscht sich, dass sich noch mehr Fans einbringen, weil wir dann noch
mehr bewegen können. Ich fänd es auch klasse, wenn wir gut miteinander
streiten und daraus in einem vernünftigen Rahmen unseren Nutzen ziehen
können. Ältere sollten sich wieder mehr einbringen, würde ich mir
wünschen, mit ihrer Sicht der Dinge. Und ansonsten, ein Wunsch wäre ja
noch frei, wünsche ich mir, dass ich im nächsten Jahr zum ersten Mal mit
meinem Sohn ins Stadion gehen kann, am besten mit einem Heimsieg.
Den ersten Teil findet ihr hier.
Redaktion, 24.08.2011
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