Valdez wechselt zu Hercules Alicante

Nun ist also soweit, Nelson Valdez und Borussia Dortmund gehen getrennte Wege. Seit der Saison 2006/2007 verrichtete er seinen Dienst für unseren Ballspielverein, dabei immer mit Engagement und Einsatz aber leider auch wenig Fortune. In seiner Zeit in Dortmund lief er 113 mal in Bundesliga auf und schoss dabei magere 15 Tore, soviele wie er für die erste Saison versprochen hatte. Obwohl er dieses Versprechen nicht annährend einhalten konnte, war das Verhältnis zwischen Valdez und den BVB Fans nie schlecht. Zugegeben am Ende stand niemand mehr Kopf, wenn Valdez im Strafraum den Ball bekam und man war nicht wirklich enttäuscht, wenn er den Ball mal wieder daneben pöhlte, denn Valdez zerriß sich immer auf den Spielfeld und damit hatte er einigen deutlich teureren ehemaligen BVB Spielern schon einiges voraus, man erinnere ich an Missverständnisse wie Ikpeba, Oliseh oder Conceição. Im Umgang mit den Fans gab sich Valdez auch sehr unkompliziert und stets freundlich.

Privat lief es in Dortmund dagegen eher etwas bescheiden, so stiegen Langfinger bei ihm zu Hause ein und zu allem Überfluss brannte sein Haus dann noch aus. Im letzten Jahr verlor Valdez im System von Jürgen Klopp dann seinen Stammplatz, weil mit Lucas Barrios endlich ein echter Knipser wieder das schwarzgelbe Jersey überstreift. Auch auf der Außenposition (Kevin Großkreutz) und der hängenden Spitze (Zidan oder Hajnal) war kein Vorbeikommen für Valdez. Mit der Verpflichtung von Robert Lewandowski scheint eine Rückkehr in die Startelf so gut wie ausgeschlossen. Zusätzlich möchte der BVB seinen Gehaltskosten gerne senken und seine Transferbilanz ausgleichen. Insofern steuerten beide Seiten lautstark auf eine Trennung zu.

Die letzten Wochen waren dann doch ein etwas unwürdiges Spiel, während der BVB allzu klar machte, dass man nicht mehr mit Valdez plane, betonte dieser nun, niemand könne ihm zu einem Wechsel zwingen. Die Rolle des Beraters, der in regelmäßigen Abständen von irgendwelchen Angeboten fabulierte, die sich am Ende alles als Luftnummern entpuppten, war dabei sicherlich nicht die glücklichste. Wie gut Valdez da beraten war, muss er selber entscheiden. Anderseits hat sich der BVB sicherlich auch keinen Gefallen damit getan, Valdez verbal schon verkauft zu haben ohne einen müden Euro gesehen zu haben.

Nun hat es aber geklappt, Valdez schließt sich Hercules Alicante an, ein Verein der in letzter Zeit vor allem durch vermeintlich gekaufte Spiele von sich reden machte. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Uns bleibt da nur noch ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung zu wünschen und Danke zu sagen für vorbildlichen Einsatz auf dem grünen Rasen für Borussia.

mrg, 17.08.2010